Mittwoch, 26. November 2014

VORBEREITUNGEN

Auch wenn gerade alles so schnell zu gehen scheint, habe ich große Lust mich in den Advent zu stürzen. Ich freue mich auf die Lichter, die Gerüche und Leckereien, das Überraschen und Beschenken, die stillen Gedanken und das zur Ruhe kommen. Denn hektisch soll es gar nicht erst werden in den nächsten Wochen, sondern gemütlich und dafür habe ich mich schon ein wenig vorbereitet.


Ich war im Gewürzladen und habe die Vorräte aufgestockt, weißen und braunen Vanillezucker angesetzt, Zitrusfrüchte zum Kandieren bereitgestellt, Quitten für Geleefüllungen und Plätzchenglasuren poliert, den Kerzenbestand geprüft, Gewürze gemörsert, in alten Backbüchern geblättert, den Bleistift gespitzt, Geschenktütchen und Weihnachtspapiere bereit gelegt und Ingwertee gekocht. Die Vorfreude tut gut!

In den nächsten Tagen folgen die nach Winterluft duftenden Zweige und das Stöbern in den Weihnachtskisten. Die Backbleche werden herausgeputzt und die Keksdosen zusammengesucht. Vielleicht gesellen sich ja sogar die ersten Schneeflocken dazu!

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Euch ein schönes Vorfreuen!

Dienstag, 4. November 2014

HERBSTZETTEL

Während am Wochenende fast ganz Deutschland ein Novembersonnenbad nahm, deckte uns in der Mitte eine tiefgraue Nebeldecke zu. Zwei ganze Tage lang. Hallo Herbst!



Mein Herbstzettel steckt tief in der Seitentasche, neben der ersten Glückskastanie des Jahres. Folgendes ist notiert:

  • Für den Bauch: Kürbis in großen Mengen und Varianten. Und gute rotschalige Kartoffeln. Ach und Quitten und beste Birnen und Äpfel. Ich möchte strudeln und noch mehr konfitüren. Dazu kommt jeden Tag eine Orange.
  • Für die Ohren: Balthazar. Rauf und runter. Und die Geräusche der nächtlich vorbeiziehenden Zugvögel.
  • Für die Nase: Safran, Bienenwachs und Regenlaub.
  • Für die Hände: Stricknadeln, einen schönen Stift mit dem Vorsatz wieder mehr zu notieren und ein Bibliotheksausweis.
  • Für die Gedanken: Freunde und die Idee für ein machbares Adventsprojekt.
  • Für die Melancholie: Noch etwas Essbares. Maronen. Eingeritzt, ofengeröstet, geschält. Dann zuerst in weiche Butter getunkt und anschließend in knirschenden braunen Zucker. Ein dekadentes Genussfest.
  • Für den gemütlichen Sonntag: Zwei große Teller mit belegten Broten, zwei Tassen Kaffee, zwei Joghurtschalen mit Obst und Müsli und zwei Folgen the wire.

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Was könnt ihr ergänzen?

Sonntag, 5. Oktober 2014

TEEWISSEN: TEEZUBEREITUNG

Die Blogtechnik machte wohl auch ein wenig Urlaub, daher kommt nun erst das Teefräulein zu Wort, während ich noch die Reiseerinnerungen sortiere und die ersten Kastanien und Herbstrezepte einsammele, um mit euch bald die neue Jahreszeit zu begrüßen.

Ich habe Jane gefragt, wie ich mir am besten einen Tee zubereite, was man dabei alles beachten soll und ob das eigentlich Quatsch ist mit dem gefiltertem Wasser und den Teeabfällen in den Teebeuteln.


Wenn ich mir Tee mache, setze ich Leitungswasser im Wasserkocher auf, fülle entweder losen Tee in einen Papierfilter, den ich mit einer Klammer verschließe oder hänge einen Beutel in eine Glaskanne. Den Tee gieße ich mit kochendem Wasser auf und lasse ihn eher kurz ziehen. Grünen Tee unter einer Minute. Sträuben sich da bei dir die Nackenhaare? Wie bereitest du dir eine Kanne Tee und aus welchem Material sollte eine Teekanne sein?
Meine Nackenhaare bleiben angesichts Deiner Aufgussmethode entspannt und glatt angelegt. Ich lehne mich zurück und mache eine kurze Checkliste mit Dir:
  • Leitungswasser: Wie ist Dein Wasserhärtegrad? Evtl. Wasserfilter benutzen.
  • Wasserkocher: Hat das Wasser die richtige Temperatur für Deinen Tee?
  • Loser Tee: Pörfäkt! Menge nach Gusto und Augenmaß, ansonsten nach Verpackungsempfehlung minus mind. 1 Minute

Papierfilter oder Beutel: Ist es ein großer Kannepapierfilter oder - teebeutel, kannst Du ihn für eine Tassenportion Tee verwenden, weil dann genug Platz zum Freischwimmen ist. Wenn Du lieber ganz auf Teegefängnisse verzichten willst, mach Dir doch gleich einen Liter von Deinem Lieblingstee und verwende eine Kanne oder einen Krug für den Teeblättertanz und gieße dann über ein Sieb um in Deine schöne, dünnwandige Servierkanne. Der Tee wird es Dir danken.

Meine Ziehzeit:
  • zarte Darjeeling First Flush, Oolong- und Grüntee: ca. 1,5 bis 2 Minuten
  • kräftige Assams: ca. 2 Minuten
  • Ostfriesentee: ca. 3,5 Minuten
  • Rooibos und Honeybush: 5 Minuten
  • Kräuter - und Früchtetees: ca. 7 Minuten


Ist Beutel-Tee per se nicht so empfehlenswert? Ich habe die Worte im Ohr, dass da immer nur die Teeabfälle rein kommen?

Donnerstag, 4. September 2014

WALDSPAZIERGANG

Wieder so plötzlich. Das raschelnde Laub, das veränderte Licht, die ersten Äpfel und Birnen. Von mir aus darf es herbstlich und golden werden. Im Wald mag ich es dann am liebsten. Letztes Wochenende war ich zum ersten Mal Pilze suchen, mit fachkundiger Anleitung von zwei sich auskennenden und Apfeltarte überreichenden Weggefährten. Ein herrlicher Nachmittag und weil ich das Körbchen tragen durfte, hat dieses Mal der Mann die Fotos gemacht.



Dem Sommer muss ich trotzdem noch angemessen Adieu sagen, es steht wieder eine kleine Gutereise an. In meiner Abwesenheit kommt das Teefräulein noch einmal zu Besuch und gießt mit euch fachkundig die Blätter auf.

Bis bald!

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Von Herzen Danke für eure Etappenglückwünsche!

Donnerstag, 7. August 2014

ETAPPENWEISE II

Nichts geschieht ohne Grund. Wenn Zwei sich finden und miteinander bleiben möchten, ohne Bedingungen zu stellen und ohne dabei zu rosarot zu sein. Mit dem Bewusstsein, dass nie alles so bleibt. Aber so viel Gutes passieren darf.


Wenn es sich richtig anfühlt, das zu feiern. Eine weitere Etappe zu besiegeln. Nicht nur allein und nicht nach einem bestimmten Schema, dem doch so Viele folgen und sich darin etwas verloren fühlen - wie in einem zu großen Kleidungsstück, das immer verrutscht oder einem leeren Raum, in dem alles, was man tut, eine Spur zu laut hallt.



Vorbereitungen treffen. Rechtzeitig innehalten und sich bewusst machen, was man wirklich mag, wer man ist, und dann gleich viel leichter einen roten Faden durch die ersten Gedankengänge fädeln. Detailverliebtheit aufsprengen und aus vielen kleinen Ideen eine machbare Umsetzung herausarbeiten, ohne den ganzen Alltag auf den Kopf zu stellen oder das Leben viel zu lange einzufrieren. Das herrliche Gefühl festhalten, nach langer Suche plötzlich in einem alten Hof mit Ecken und Kanten zu stehen und in Gedanken eine Glühlampenkette in die Bäume zu hängen. Plötzlich sind dort Bilder, wo kein jahrelang gehegter Kleinmädchentraum vergraben ist. Bilder, in denen sich Beide wiederfinden.


Liebe Menschen mit einbeziehen, abgeben und vertrauen lernen. Auch Fremden, deren Expertise man kennen und immer wieder schätzen lernt. Eine Zeremonie haben dürfen, ohne sich nutznießend an unbekannten oder aus bestimmten Gründen aussortieren religiösen Ritualen zu bedienen, die manchmal auch Persönlichkeit mit zu viel Förmlichkeit ersticken. Drei Lieder, zwei Versprechen, unsere Geschichte, ein langer Faden, ein Quittenbaum und viele gute Wünsche.



Ruhe bewahren, die lang gedehnte Vorfreude auskosten. In der Nacht vorher plötzlich furchtbar unruhig werden und auch in dieser Situation wissen, warum man den anderen an seiner Seite schätzt. Sich bei seinem stolzen Papa einhaken, langsamen Schrittes merken, wie sämtliche Feuchtigkeit aus den Mundwinkeln in die Augenränder kriecht. Herzklopfen. So viele bekannte Gesichter anstrahlen und dankbar zuhören. Sich laut etwas sagen - es dürfen alle hören. Man könnte noch so viele Worte ergänzen, aber dafür gibt es zum Glück so viele passende kleine und große Momente. Und uns.


Ein Nachmittag im Garten. Gelassen und sommerlich. Dazu Musik aus einer anderen Zeit. Ein großes Wiedersehen. Immer wieder stehen und staunen. Alles und alle genau anschauen und einprägen. Die Zeit verfliegt im Nu und im Kopf läuft bereits die erste Zeitlupenepisode.


Gemeinsam am Tisch sitzen, Gutes essen. Schüsseln herumreichen, ausgelassen sein. Das Abendlicht sprenkelt die Wände, ich sitze neben dir und kann immer noch nicht aufhören zufrieden und so furchtbar dankbar in die Runden zu schauen. Wieder alles einzufangen. Die großen Pfingstrosen, die Bergschnüre, die Falträder, die Blumenlollies, unsere kleinen versteckten Bergsteiger, die Töpfchen und Schalen und Spieße, die Farben des Weines, die schwebenden Zahlen, die Pünktchen auf deiner Fliege. Ich sammle bis spät in die Nacht. Tänze, Tränen, Umarmungen, Küsse, Freude, Freundschaftsworte, Gesten, Anekdoten. Wir spielen uns unseren Hochzeitstanz. Zu Cello und Gitarre stimmen plötzlich alle ein. Auch dieses Bild bewahr ich mir.



Genau so war es für mich perfekt. Am nächsten Tag der erste Gedanke: "oh bitte noch mal". Wir hatten einen so guten Grund. Große und kleine Feste feiern sollte man sein Leben lang. Sie gehen nah. Aber genau dafür lohnt es sich!

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Von Herzen danke für

schöne Fotos: Wim Jansen (hier 5, 10, 11, 12, 13)
passende Blumen: Jasmin Centner
einzigartige Papeterie: Atelier de Mey
individuelle Schneiderhilfe: Galatea Ziss
persönliche Worte: Simone Pfundstein
herrliches Essen: Nykke&Kokki
beste Unterhaltung: Psycho Jones
den richtigen Ort: Familie Lüll

Donnerstag, 24. Juli 2014

SOMMERNOTIZ

Eine ungeplante Sommerpause. Statt Wünsche an die warmen Monate zu schreiben, bin ich einfach mittendrin. Und genieße. Brombeer- und Aprikosenessend, Feste feiernd, reisend, sortierend aber auch ruhend. Ein guter Sommer!



Noch mehr Sommerfröhlichkeit:
  • Alles mit Tomaten. Sie schmecken so gut derzeit!
  • Kleine Ofenartischocken mit extra viel Zitronen-Minz-Bröseln.
  • Nigel Slaters Tender Früchte durchblättern und mit ihm gemeinsam schwarze Johannisbeeren einkochen und kleine rotwangige Aprikosen für Tartekreise überbrühen
  • Sehen, was andere machen. Ausstellungen und Festivals besuchen. Tief beeindruckt kam ich vom Lumix Festival für jungen Fotojournalismus zurück. So viele kleine und große Geschichten aus der Welt, die ganz schön berührten!
  • Einfach noch mal raus gehen und in den Sommerabend ziehen. Auch wenn man müde und gemütlich ist.
  • Erfrischendes: Eiskalte Melone, Minzeis mit Schokoladenstückchen, knackig kalte Kirschen
  • Eine Woche in Wien. Verliebt. Dort möchte ich mal länger wohnen.
  • Ein ganzer Stapel Mix-Musik von lieben Menschen und drei neue Bäumchen
  • Sommersturm und eine geflutete Straße, die ehrfürchtig staunen ließen
  • Das Quietschen, wenn die Autofenster gekurbelt werden
  • Ein kleines Küchenprojekt: schwarze Nüsse
  • Die nächste Spätsommerreise im Atlas anschauen, die letzte ist schon wieder zu lang her aber endlich als gute Reise zu sehen
  • Mittagessenverabredungen
  • Mal wieder in der Bibliothek sein
  • Zeit vertrödeln
  • Sonnencremegeruch- und Salzlippensehnsucht!
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Ich bleibe erst mal im Sommertempo und koste aus. Die ein oder andere Notiz wird hier dennoch ihren Platz finden. Für deinen Sommer nur das Beste!

    Dienstag, 17. Juni 2014

    TEEWISSEN: TEESORTEN & ANBAU

    Dieses mat & mi Jahr ist ruhig und bedacht. Bevor ich von schönen Momenten berichte, die mich derzeit sommerfröhlich machen, halte ich noch kurz inne und treffe mich auf eine weitere Tasse Tee mit dem Teefräulein Jane. Dieses Mal verrät sie spannendes über Teesorten, Teewirkung, Teeanbau und -ernte. Und sie klärt auf, wie der hoch erscheinende Preis für Matcha-Pulver zustande kommt.