Donnerstag, 24. Juli 2014

SOMMERNOTIZ

Eine ungeplante Sommerpause. Statt Wünsche an die warmen Monate zu schreiben, bin ich einfach mittendrin. Und genieße. Brombeer- und Aprikosenessend, Feste feiernd, reisend, sortierend aber auch ruhend. Ein guter Sommer!



Noch mehr Sommerfröhlichkeit:
  • Alles mit Tomaten. Sie schmecken so gut derzeit!
  • Kleine Ofenartischocken mit extra viel Zitronen-Minz-Bröseln.
  • Nigel Slaters Tender Früchte durchblättern und mit ihm gemeinsam schwarze Johannisbeeren einkochen und kleine rotwangige Aprikosen für Tartekreise überbrühen
  • Sehen, was andere machen. Ausstellungen und Festivals besuchen. Tief beeindruckt kam ich vom Lumix Festival für jungen Fotojournalismus zurück. So viele kleine und große Geschichten aus der Welt, die ganz schön berührten!
  • Einfach noch mal raus gehen und in den Sommerabend ziehen. Auch wenn man müde und gemütlich ist.
  • Erfrischendes: Eiskalte Melone, Minzeis mit Schokoladenstückchen, knackig kalte Kirschen
  • Eine Woche in Wien. Verliebt. Dort möchte ich mal länger wohnen.
  • Ein ganzer Stapel Mix-Musik von lieben Menschen und drei neue Bäumchen
  • Sommersturm und eine geflutete Straße, die ehrfürchtig staunen ließen
  • Das Quietschen, wenn die Autofenster gekurbelt werden
  • Ein kleines Küchenprojekt: schwarze Nüsse
  • Die nächste Spätsommerreise im Atlas anschauen, die letzte ist schon wieder zu lang her aber endlich als gute Reise zu sehen
  • Mittagessenverabredungen
  • Mal wieder in der Bibliothek sein
  • Zeit vertrödeln
  • Sonnencremegeruch- und Salzlippensehnsucht!
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Ich bleibe erst mal im Sommertempo und koste aus. Die ein oder andere Notiz wird hier dennoch ihren Platz finden. Für deinen Sommer nur das Beste!

    Dienstag, 17. Juni 2014

    TEEWISSEN: TEESORTEN & ANBAU

    Dieses mat & mi Jahr ist ruhig und bedacht. Bevor ich von schönen Momenten berichte, die mich derzeit sommerfröhlich machen, halte ich noch kurz inne und treffe mich auf eine weitere Tasse Tee mit dem Teefräulein Jane. Dieses Mal verrät sie spannendes über Teesorten, Teewirkung, Teeanbau und -ernte. Und sie klärt auf, wie der hoch erscheinende Preis für Matcha-Pulver zustande kommt.



    Donnerstag, 29. Mai 2014

    HOLUNDERGLÄSER

    Bevor es mit der nächsten Tasse Tee weiter geht, wird noch schnell der Holunder eingefangen. In diesem Jahr fehlt mir die Sirupgeduld, aber das Geleerühren nehme ich gerne wieder auf. Sehr gerne sogar. Die ersten duftenden goldenen Gläser stehen im Schrank!


    Holunderblütengelee 
    (für 3 Gläser à 250 ml)

    10-15 Holunderblütendolden
    500 ml Wasser
    300 ml klarer Apfel- oder Quittensaft
    1 Biozitrone
    400 g Gelierzucker 2:1

    Die Dolden ausschütteln und mit dem Wasser und dem Apfelsaft in eine Schüssel geben. Die Schale der Zitrone abreiben, die Zitrone halbieren und eine Hälfte auspressen. Die andere Hälfte bis zum nächsten Tag aufheben. Saft und Schale unter die Holundermischung rühren. Die Schüssel abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.

    Am Folgetag die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder Passiertuch in einen großen Topf abgießen und gut ausdrücken. Den Zucker unterrühren, die aufgehobene Zitronenhälfte auspressen und ebenfalls dazu geben.

    Drei Marmeladengläser (je 250 ml) sterilisieren und bereit stellen. Die Geleeflüssigkeit aufkochen lassen und unter Rühren etwa 5 Minuten sprudelnd kochen. Sofort die Gläser randvoll füllen und fest verschrauben.

    Auch gut: Juliane aromatisiert ihr Gelee zusätzlich noch mit Orangensaft und -schale, Susanne nimmt Birnensaft als Basis und Nina macht ein wenig Schwips rein. 

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    Und bei euch? Sind die ersten Marmeladengläser schon gefüllt?

    Freitag, 16. Mai 2014

    TEETRINKEN MIT DEM TEEFRÄULEIN JANE KORTE

    Zu Beginn des Jahres nahm ich mir vor, mehr über Tee zu lernen. Passenderweise kam ich mit einem richtigen Teefräulein in Kontakt, seither fand ein reger Austausch statt. Mein neues Teewissen möchte ich euch nicht vorenthalten. Bevor es aber ans Eingemachte geht, freue ich mich sehr, euch Jane Korte erst mal angemessen vorzustellen:


    Jane, stimmt es, dass du eine waschechte Ostfriesin bist?
    Auf jeden Fall wurde ich in meiner Kindheit oft genug mit ostfriesischem Wasser gewaschen und direkt im Anschluss an die Muttermilch mit Ostfriesentee versorgt: Mein Großvater mütterlicherseits war blütenreiner Ostfriese, heiratete eine begeisterte Ostfriesenteetrinkerin aus dem Oldenburger Münsterland und erlaubte einem jungen Schlesier aus Nordfriesland, seine zweite Tochter zu heiraten. Ich wurde in Oldenburg geboren, habe meine Kindheit dort, in der Wesermarsch und bei Verwandtschaftsbesuchen auch mal im ostfriesischen Detern bei Leer verbracht. Überall dort trank man Ostfriesentee, fünfmal am Tag und zwischendurch auch…
    Seitdem gehört Tee zu mir wie meine Sommersprossen, ich habe ihn wohl in meinem Blut und vor allem in meiner Seele.


    Wolltest du immer schon beruflich etwas mit Tee machen? Und wie wird man eigentlich eine richtige Tee-Sommelière?

    Sonntag, 11. Mai 2014

    WENN VIEL LOS IST...

    Daumen drücken, Augen aufhalten, Pläne jonglieren. Die erste Jahreshälfte fordert heraus, zeigt worauf es ankommt, bremst und beschleunigt, leider eher unkoordiniert. Das kann ganz schön überwältigen, ordentlich müde machen und ins Herz kneifen. Es bringt aber auch kostbare geteilte und sehr persönliche Augenblicke, die man nicht verlegen und verlieren möchte, damit man sie immer wieder abrufen kann, wenn man sie mal dringend braucht. Ich lerne, wachse, akzeptiere, verstehe. Nichts passiert ohne Grund.

    Wenn viel los ist, bleibt so Manches liegen. Wenn viel los ist, können mich die kleinsten Dinge freuen. Wenn viel los ist, konsumiere ich lieber Erlebnisse als volle Taschen nach Hause zu schleppen, deren Inhalte mich einengen. Wenn viel los ist, ist im Kopf kein Platz für Kompliziertes. Wenn viel los ist, kann mich Erdbeerbrot sehr glücklich machen. Wenn viel los ist, werde ich lieber leiser, damit ich genau hinhören kann.

    Um neuen Überblick zu gewinnen, werden die Schalen und Teller mit einfachen und bewährten Kreationen gefüllt. Sie freuen und beruhigen. Einfach und gut. Nur ein kleines Tamtam. Das reicht erstmal. Die Clafoutismenge habe ich mittlerweile für die zwölf Muffinmulden optimiert und die Mohnkörnchen dürfen ebenso wie Mandelsplitter ab und zu darin untertauchen.



    Samstag, 19. April 2014

    KÄSEKUCHENOPTIMIERUNG

    Ich erzähle euch eine kleine schöne Käsekuchengeschichte. Ich saß letzten Sommer in Regensburg auf einem Fest der drei bezaubernden Schwestern. Je später der Abend, desto begehrter war die Nachtischtafel. Dort stand ein Käsekuchen. Ich konnte noch nicht ahnen, dass es DER Käsekuchen sein sollte. Der, der genau so war, wie ich Käsekuchen mag. Unendlich cremig, nicht zu süß, nicht zu sauer, schön fluffig und nicht nach klebrigem Quark schmeckend. Mit knuspersalzigem Boden. Um mich herum wisperten sich die Gäste untereinander zu, wie köstlich dieser Kuchen sei. Ja geradezu der beste, den sie je gegessen haben. Manche darauf bedacht, es nicht allzu laut zu erwähnen, damit ihnen ein weiteres Stück nicht vor der Nase weggeschnappt wird. Könnte ein Kuchen erröten, so hätte er an diesem Abend wohl verlegen geglüht. Und ich drückte freudig zufrieden die Kuchengabel in mein Stück.

    Anna verriet mir ihre Rezeptquelle. Deb Perelman von smitten kitchen hatte diesen Kuchen angepriesen. Beim Einlesen merkte ich, dass man, wenn man schon nach dem perfekten Käsekuchen sucht, ein wenig Abenteuer in Form von interessanten Backofentemperaturexperimenten (250°C! kaum zu glauben!) und die Gabe der schnellen Entscheidungsfreudigkeit und flinken Reaktion benötigt. Aber ich traue ihren Rezepten, sie hat es unter anderem sogar geschafft, dass ich meine erste Biskuitrolle ohne Bruch erfolgreich auf- und wieder ausrollen konnte. Es lohnt sich, ihr Cheesecake-Rezept in Ruhe bis ans Ende zu lesen. Die mittlerweile mehr als 600 Kommentare, die die ganze Bandbreite der enttäuschten Misserfolge bis hin zu Lobgesängen auf diesen großartigen Kuchen abdecken, kann man zwar querlesen, sollten aber nicht entmutigen.

     

    Mittwoch, 9. April 2014

    ZWISCHENZEIT

    Heute weniger hier, dafür mehr bei matimuk! Ein salziges so einfaches ehrliches - und darum so gutes - Zwischenzeitgericht, für die derweil verzichtende Tine ohne Butter. Ich kann und mag weiterhin nicht ohne!


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    Lasst es euch schmecken!