Sonntag, 29. August 2010

SONNTAGSTATEN

Der Sonntag war ein typischer. Ausgeschlafen, bisschen aufgeräumt, endlich mal wieder die nette 92 jährige Nachbarin besucht (hab zum Glück recht früh gesehen, dass die Kekse seit Februar abgelaufen waren und konnte mich nach einem Höflichkeitskeks herauswinden und zurückhalten). Außerdem wurde der Backschrank umsortiert, Quiche gemacht und das Thema Videoschnitt aufgefrischt.

Hier noch die dekorierten Cupcakes von gestern. Ich hatte keinen Farbklecks zur Hand. Irgendwas Dunkelrotes wäre toll gewesen. Ich brauche auch dringend mal hübsche Papierförmchen.



Und heute gab es aus den Mürbeteigresten der Quiche winzige Minipizza als Vorspeise. Mjamjam.



Zudem hab ich auch noch festgestellt, dass Kaktusfeigen zwar sehr schön aussehen, aber mehr dann auch nicht drauf haben. Naja außer fiese kleine Stachelhärchen und dicke harte Kerne. Da hab ich mich wohl blenden lassen ;)

Eine anstrengende Woche steht an. Ich hoffe, ihr habt einen guten Start und vorher eine gute Nacht*

Samstag, 28. August 2010

STROHWITWENZEIT



So. Also das mit dem Herbstblues war glaube ich nur ein kleiner Vorgeschmack. Geht schon wieder besser. Freitag war ein produktiver Arbeitstag. Ich habe wieder mal festgestellt wie gerne ich mit Menschen zusammen arbeite oder einfach zusammen bin, die vor Ideen sprühen und auch nicht immer den bequemsten oder gewohnten Weg gehen. Mich steckt der Tatendrang immer ungemein an und es kommen meistens tolle Sachen zustande. So auch ein spontanes Fotoshooting, das sehr viel Spaß gemacht hat. Am Freitag habe ich auch ein paar Videosequenzen mit einer Gehörlosen gedreht. Eine unheimlich tolle Begegnung und Erfahrung und so ein schönes Lachen habe ich lange nicht mehr gehört.

Nach der Arbeit versuchte ich dann schneller als die schwarzen Wolken beim Acker anzukommen. Dort eingetroffen sah es schon recht bedrohlich aus und ich stapfte schnell durch den ganzen Matsch zum ernten.


Die ersten Radieschen sind erntereif. Der meiste Kohl ist leider von Ungeziefer und Maden befallen. Schade!

Dann bin ich wieder schnell geflüchtet, denn mitten im Feld wollte ich lieber kein Unwetter erleben. Dann noch einen schnellen Abstecher zum IKEA um die Ecke. Voll wars. Und ich bin sogar mit leeren Händen wieder gegangen. Das ist mir sonst noch nie passiert. Es ist Umzugswochenende. Daher war es voll mit Paaren, die über Vorhänge oderr Küchenutensilien diskutieren. Eine schon mehrmals beobachtete Szene: Eine Frau erblickt diese Sieb



und teilt ihre Entzückung gepaart mit "das muss ich haben" ihrem Liebsten mit. Er grummelt nur oder fängt eine Diskussion an. Ich hab das Sieb auch. Viele Mädchen haben das. Ich glaube die Jungs würden es freiwillig nicht kaufen.

Heute Morgen blitzt die Sonne durch das Fenster. Was? die Sonne? Es soll doch bis Mittwoch durchregnen? Sonne und Regen wechseln sich quasi im 30 Minutentakt ab. Bisschen anstrengend. Und wenn man sich gerade einen Tee macht, kommt die Sonne raus. Will man sich mit dem Tee kurz raussetzen, setzen auch die Schauer ein. Tja. Lesen kann man überall. Vor allem das rechte Heft ist wegen der Rezepte sehr zu empfehlen. Und wer sich langweilt oder es sich auf der Couch gemütlich machen will und sich immer schon mal Project Runway angucken wollte... bitteschön!



Und essen kann man auch bei jedem Wetter. Und wenn es mediteran schmeckt stört der Regen sowieso nicht.

Kartoffel-Mangold-Stampf mit Parmesan

Gebacken hab ich auch. Heute Abend feiert eine Freundin Abschied, da sie ein Jahr nach Kanada geht. Diese Cupcakes passen perfekt. Und haben mich total überrascht. Mädels, packt die Backschüsseln aus. Es lohnt sich. Das Frosting sowieso.


Brown Sugar Pound Cupcakes. Das Frosting kühlt noch...

Und ein bisschen genäht habe ich sogar auch noch!


Einen Beutel für zwei kleine Notizhefte, damit die Abschiedsfreundin ihre Notizen und gute Adressen in der neuen Stadt festhalten kann

Wenn der Sonntag auch so nett wird, dann lobe ich mir auch mal die Strohwitwenzeit. Und zack, ist die Sonne wieder da...

Und zum Schluss: die liebe Doro sucht eine Wohnung in Hamburg!

Euch noch ein schönes Wochenende!

Freitag, 27. August 2010

ALLES NASS

Es regnet sich ein. Soso. Muss man sich erst mal dran gewöhnen. Ich finde das Ganze macht nur müde. Und ich merke auch, dass es wieder ungewohnt ist, die kleinen Freizeitaktivitäten nach drinnen zu verlegen. Und ich will doch auf den Acker. Naja. Ernten geht auch bei Nieselregen... mal sehen wann es soweit ist.
R. strampelt durch die Alpen. Auch bei Regen. Und ganz vielleicht sogar bei Schnee, obwohl das nicht so gut wäre.
Gestern gab es ein gemütliches Mädchentreffen mit Sushi selber machen. War schön und lecker.

Heute gibt endlich Wochenende. Ich habs bitter nötig. Und Wochenende ist auch bei Regen schön! So ihr merkt schon, viel passiert hier gerade nicht... aber auch das wird hoffentlich schnell besser! Und dann gibts auch wieder schöne Fotos.

Steht bei euch schon der Herbst-Blues an? Oder ist das alles Quatsch?

Samstag, 21. August 2010

GELBORANGE

Hach ja. Wochenende. Sommer. Alles wunderbar. Alles gelborange:


Gelborange: Die Blumen vom Acker. Endlich ist das Wetter wieder besser, das viele Unkraut beseitigt und die Ernte wird auch immer reicher und besteht nicht mehr nur überwiegend aus Zucchini und Mangold...


Gelborange: Der Schriftzug von meinem neuen heute erstandenen Fahrrad. Es fährt sich toll und auf den knapp 8 Kilometern Heimweg quer durch die Stadt vom Flohmarkt nach Hause konnten wir uns schon mal anfreunden.


Gelborange: Dieser hübsche Kürbis. Geschenkt bekommen von einer netten Dame auf dem Acker. Unsere Kürbisse sind noch winzig klein. Aber sie geben sich alle Mühe auch mal so toll auszusehen.

So, jetzt wird weiter die Sonne genossen, am Spätnachmittag noch ein Mädchentreffen im Biergarten, schön kochen und und und. So ihr Lieben, ich hoffe, ihr genießt genauso!

Dienstag, 17. August 2010

KNOTEN INS TASCHENTUCH

Damit ich mir auch länger etwas merken kann (jaja, es geht schon los) oder einfach nur, um etwas Bestimmtes festzuhalten nutze ich gerne meinen Blog. Das ist ein bisschen wie ein Tagebuch mit Fotoalbum, ein Inspirations- und Sammelkörbchen sowie eine praktische Gedankenstütze mit Archivierfunktion. Sehr praktisch.

Daher möchte ich heute folgendes "speichern":
  • Ich bin kein Vertriebsmensch. Ich mag Menschen mit Namen, Gesichtern und Eigenarten. Aber ich mag keine austauschbaren Nummern.
  • Ich berate und informiere gerne Menschen. Nicht um klugzuscheißen, sondern um Ihnen Ängste vor Situationen oder Geräten zu nehmen und dafür zu sorgen, dass sie sich wohl- und nicht dumm fühlen.
  • Eins nach dem anderen.
  • Von Lime Pickles wird mir schlecht.
  • Macarons. Das Ziel naht. Nach einer Stunde 10 Minuten mit Alufolie. 140 Umluft. (Mehr wird hier nicht verraten. Jeder muss seine eigenen Erfahrungen damit machen ;)
  • Manche Sachen muss man einfach mal einpflanzen und gucken, was passiert.
  • Meine Hände sehen alt aus.
  • Manche Menschen haben tolle Ideen. Ich würde liebend gerne auch an so einer Tafel sitzen und speisen. Schönes Konzept. Alles dazu bei Outstanding in the Field.


Und hier noch ein Macaronsbild bevor es zu dunkel wurde


Diese kleinen Pflänzchen sehen aus wie tanzende Püppchen mit grünen Kleidchen

Montag, 16. August 2010

ALLE GUTEN DINGE SIND ZEHN

Ach ist das grau. Ich will mich ja eigentlich ungern über das Wetter beklagen. Aber im Moment schlägt es mir aufs Gemüt, macht müde, träge und Lust auf warmen Tee und Suppe. Also haben wir heute Abend das Beste draus gemacht. Lecker Kokos-Curry mit Zucchini (schon wieder!) hat der R. gezaubert. Dazu einen Zitronengrastee und die ersten Teelichter. Ein bisschen Herbstmusik und schon war alles gar nicht mehr schlimm und fast schon ein wenig herbstliche Vorfreude da. Und Lust auf Zimt.


Grau mit Nebelschwaden

Vor lauter Zimtlaune musste mal wieder etwas gebacken werden. Gestern gab es anlässlich des belgischen Muttertags herrliche Schokoladentarte. Aber die war so schnell weg, dass keine Möglichkeit für ein Foto blieb. Heute gab es dann etwas, das schon länger meinen Ehrgeiz geweckt hat, aber nicht so recht in die warme Sommerzeit passt: Macarons. Ich glaube mein mittlerweile achter Versuch.
Der zehnte Versuch wird laut meiner Prognose perfekt. Und das könnte nach heute wirklich gelingen. Denn nach vielen Versuchen und Rezept- sowie Ofentemperaturtests habe ich so langsam den Dreh raus. Nur der Dreh des Spritzbeutels will noch nicht so 100% fachmännisch gelingen und auch das gleichmäßige Kreise formen ohne Luftbläschen. Ich hab immer das Gefühl, ich muss mich unheimlich beeilen, da sonst schon wieder so viel aus dem Beutel raus kommt... Vielleicht hat die liebste Konditorenfreundin einen kleinen Tipp?






Sogar das Licht zum Fotografieren wird rar. Daher wird ein fertig gebackener und gefüllter Macaron nachgereicht

Manchmal reicht es mir aber auch, etwas auszuprobieren um einfach rauszufinden, wie das geht und ob es dauerhaft Spaß macht. So wie dieser Granny Square. Nicht ganz perfekt, macht schon Spaß. Aber trotzdem juckt es mir jetzt nicht in den Fingern noch mehr davon anzufertigen. Vielleicht ist es dazu doch noch nicht herbstlich genug ;)


Die schönsten Granny Squares hab ich bei Caro entdeckt. Dort findet ihr auch den Hinweis zu einer gut erklärten Anleitung.

Und was macht ihr gegen das Wetter? Oder findet ihr es eh prima?

Donnerstag, 12. August 2010

DA WAR DOCH WAS...

Ich hab den Geruch immer noch in der Nase. Es roch wie hoch konzentriertes Feuchtfutter für Katzen. Aber in ganz schlimm. Und als ich den Geruch in der Nase hatte, erinnerte ich mich, dass ich ihn schon mal gerochen habe. Vor einigen Jahren. Und damals habe ich mir geschworen, nie wieder nur annäherend dieses Geruch riechen zu wollen. Manches vergisst man. Und so wanderten heute beim ausgiebigen Einkauf im Asiamarkt schwungvoll eine ordentlich große Flasche Fischsauce und andere Leckereien in mein Körbchen. Hatte ich doch im Kopf, dass in diesem empfehlenswerten Kochbuch



oft einiges davon verlangt wird. Und da ich langsam Lust auf ordentliche Suppen bekomme (das Wetter trägt seinen Teil dazu bei) gab es dann noch zusätzlich ein paar feine und auch interessante Zutaten wie Grünteenudeln für den Vorratsschrank. Auf den Asiamarkt bin ich heute gekommen weil ich heute ganz dringend gedämpfte Wan Tans essen wollte. Nach einem eindrucksvollen Erlebnis, welches mir zeigte, was zu viel Glutamat mit meinem Körper und meiner Zurechnungsfähigkeit machen kann, meide ich seitdem alle asiatischen Schnellimbisse. Oder Asiatische Restaurants mit Aquarium im Eingangsbereich. Und das führt dann auch noch dazu, dass ich, wenn ich Lust auf Asiatisches habe, es mir selbst kochen muss. Aber die ganzen Saucen die man dafür so braucht, sind im Vergleich zu ein paar Jahren zuvor fast alle Glutamatfrei. Sehr schön.



Wan Tan Teig kann man super kaufen. So dünn würde ich den gar nicht ausgerollt bekommen. Und da ich ja jetzt tolle neue Fischsauce und auch Austernsauce hatte, sollte es eine passende Sauce zum Dippen geben. Bestehend aus den beiden Saucen, aufgelöstem Zucker und viel Zitronensaft. Als ich die Fischsauce öffnete, war der besagte Geruch präsent. Also nee nee, Fischsauce und Julie werden gar keine Freunde. Ich hoffe, ich weiß das in ein paar Jahren auch noch ;)
Letztendlich haben die Wan Tans dann aber wunderbar mit Pflaumen- und Sojasauce geschmeckt!


Die Wan Tans vor dem Dämpfen


Ich hab zwar keine schicken Baumbusdämpfkörbchen, aber ein Dämpfeinsatz, der sich an jede Topfgröße anpasst geht auch wunderbar. Ein feinmaschiges Sieb tut es sogar auch. Auch wenn der Deckel des Topfes diesen nicht mehr richtig verschließt. Hat alles schon funktioniert!

Dienstag, 10. August 2010

MACHEN STATT REDEN

... wenn man Lust auf Schokokuchen hat, soll man sich einen backen! So geschehen gestern Abend. Zum ersten Mal nach diesem Rezept. Toll geworden. Und saftig. Und am nächsten Tag schmeckt er noch viel besser.




In Ackertinien gab es wieder zwei Zucchini, einen Wirsing, eine Zwiebel, zwei Kartoffeln, viel Mangold und die ersten beiden kleinen Gurken. Ich bin nicht so der große Gurkenfan aber die kleinen Schlangengurken vom Acker schmecken wirklich gut.




So und jetzt werd ich lecker Kuchen zum Nachtisch essen und ein bisschen im hübschen DaWanda Lovebook stöbern. Oder davon träumen, hier einzuziehen. Bis Morgen und schlaft gut!

VORFREUDE

Heute freue ich mich einfach. Auf einen Ackertinienbesuch, dass meine Lieben bald wieder da sind, dass die Sonne scheint und es Schokoladenkuchen gibt. Das wird und ist gut!


Die ersten Samen werden auch geerntet und für nächstes Jahr aufbewahrt


Und schöne Blumen sind auch immer gut!

Ich hoffe, euer Tag wird auch toll*

Sonntag, 8. August 2010

SCHON WIEDER VORBEI?

Was? Schon wieder Wochenende rum? Die besten Sachen gehen immer am schnellsten rum. Aber gut wars. Und abwechlsungsreich. Früh auftsehen, ausschlafen, Flohmarkt, Openair Kino, Kräuter ernten, recherchieren, Urlaub geplant, mit einer lieben Freundin endlich mal wieder ausgiebig telefoniert, gekocht, gegessen, geredet...

SAY HELLO TO HOLGA

Ein Flohmarktbesuch brachte uns (Kommentar von R.: das muss dann aber noch in dein Regal rein ;) ein paar neue Mitbewohner:


Eine angemessene Saatgutaufbewahrungsbox

Einen neuen Gefährten fürs Badezimmer


Eine Mädchenblechdose

Und dann noch was feines und das tollste daran ist, ich habe sie von einer netten Dame einfach geschenkt bekommen:



Die Holga wiegt gar nix, guter chinesischer Kunststoff. Gerade als ich loslegen wollte nach Mittelformatfilmbezugsquellen zu suchen, fand ich einen viel besseren Link. Mit Wattepads statt Schaumstoff ging es auch und nun passt ein ganz normaler 35mm Film hinein. Und ich kann sogar 36 Bilder machen. Mmmh allerdings kann ich nur erahnen und ausprobieren, wie weit ich das Filmtransporträdchen drehen muss. Ich bin gespannt!

Donnerstag, 5. August 2010

LECKER MÜRBETEIG

Ich biete einen Tausch an. Wer hat das ultimative Pastateig-Rezept für mich? Ich biete dafür ein wirklich gutes knuspriges und vor allem mürbes Mürbeteigrezept. Pastateigrezepte gibt es wirklich en masse. Aber sie sind so unterschiedlich. Mal mit viel Eigelb, mal mit Olivenöl, mit bestimmten Mehlsorten, und und und. Auf welches schwört ihr?

Hier folgt nun daher als Motivation für euch das Mürbeteigrezept, mit dem auch die folgene Quiche entstanden ist:


Mangold-Zucchini Quiche


SALZIGER MÜRBETEIG
  • 200 g Mehl
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Ei
  • 100 g kalte Butter
  • 1 EL eiskaltes Wasser
Zubereitung
  • Aus den Zutaten mit kalten Händen rasch einen Teig kneten und diesen in Klarsichtfolie gewickelt min. 30 Minuten kühl stellen
  • Danach nach Wunsch verarbeiten
  • Variation: Lecker schmecken auch eingearbeitete Kräuter, Gewürze oder ein wenig geriebener Käse im Teig
Für eine Quiche
  • Backofen auf 175 °C (Umluft) vorheizen
  • Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und in eine gefettete Spring- oder Quicheform legen
  • Die Form mit dem Teig min. 20 Minuten ins Gefrierfach stellen
  • Nach der Kühlzeit den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen und ca. 20 Minuten ohne Gewichte vorbacken bis er goldgelb ist
  • Die Form im Ofen mit Alufolie bedecken, falls der Teig zu schnell bräunt
  • Dann nach Belieben füllen und das Ganze dann ca. 20-30 Minuten fertig backen

Ein neues tolles saisonales Kochbuch habe ich auch. Bilder gibt es erst Morgen, dann habe ich hoffentlich noch passendes Tageslicht. Ansonsten gibt es gerade jeden Tag etwas mit Zucchini. Noch schmeckt es und noch fallen mir abwechslungsreiche Rezepte ein... aber ich befürchte, dass ich morgen in Ackertinien schon wieder ernten darf...

Sonntag, 1. August 2010

ICH BIN NICHT SO

Hach ja, der Sonntag klingt diesmal ohne viel Regen aus. So gefällt mir das.
Ich habe heute wieder Essensbilder. Ich expermientiere aktuell mit einer digitalen Spiegelreflex und einem guten Objektiv. Das macht Spaß. Und Kochen auch. Und irgendwie denke ich manchmal, "Gott, was müssen die Leute denken... ist die Julie ein Heimchen am Herd? Die ständig irgendwas so nebenbei zaubert?" Neiiiiin.

Ich hole dazu mal kurz aus:
Ich hatte das Glück, dass ich von Klein auf gelernt habe, was gesundes, aber auch unheimlich leckeres Essen ist. Wie gut bürgerliche- aber auch gehobene Küche schmecken kann. Wie schön es ist, gemeinsam zu essen. Ich konnte auch immer alle Gemüsesorten (auch wenn ich nicht bei allen weiß, wie sie schmecken, das entdecke ich auch erst jetzt langsam) benennen und habe so auch schon mancher Kassiererin weitergeholfen, wenn Sie nicht wusste, welche Nummer sie für sagen wir mal Rosenkohl eingeben soll (wissen Sie, was das ist? ich hätte ihr auch einfach Steckrübe nennen können ;) aber dafür bin ich zusätzlich noch zur besonderen Höflichkeit erzogen worden. Aber das ist ein anderes Thema...
Dann gab es Phasen und Studentenzeiten, in denen mir das Essen weniger wichtig war und ich statt dessen lieber eine Zigarette angezündet habe. Heute auf den Tag genau vor zwei Jahren (fällt mir gerade auf), habe ich von einem Tag auf den anderen erfolgreich damit aufgehört. Und dann kam der Appetit auch wieder. Und mir nahe stehende Personen wissen nur zu gut, dass es Sinn macht auf längeren "Ausflügen" mit mir immer etwas zu Essen einstecken zu haben.
Hinzu kommt: Ich liebe Kochbücher. Nicht um daraus alles auszuprobieren, sondern mir einfach die ganzen Bilder (die sind wichtig) anzugucken und mich inspirieren zu lassen. Vor allem seit diesem Jahr stehe ich gerne in der Küche, am liebsten gemeinsam mit dem R. und probiere aus. Kombiniere Zutaten etc. Ich entwickele einen Sinn für gewisse Zutaten. Ich brauche keinen 5 Jahre abgehangenen Schinken oder irgendwelche besonderen Ölsorten, die man nur in einem Laden in ganz Deutschland finden kann. Nein nein. Ich mag gute ehrliche Zutaten. Und finde es immer großartig, wenn mit wenig davon viel möglich ist. Lieber 5 gute Zutaten als 20 zu viele. Darum liebe ich auch Ackertinien. Ich lerne, saisonaler zu kochen. Mehr darauf zu achten. Ich gucke, dass ich viele Biozutaten verwende. Das geht auch erst, nach dem die finanziell knappere Studentenzeit rum ist. Irgendwo habe ich letztens gelesen, dass Bio zwar schön und gut ist (ja und Bio ist nicht gleich Bio), aber was soll man mit einem Bio-Apfel aus Argentinien? Also kommt der regionale Aspekt dazu. Also wird auch regionaler eingekauft. Man wird mich trotzdem nicht jeden Samstag früh auf dem Wochenmarkt finden. Alles ohne Zwang. So.

Und genau das alles erklärt, warum sich hier gerade so viel um Essen dreht. Es liegt daran, weil ich mich damit befasse. Mir Gedanken darüber mache, Dinge nachlese, dazulerne, Spaß daran habe. Und darum poste ich darüber. Und teile gerne die Ergbnisse. Und das mache ich tausendmal lieber an dieser Stelle als in irgendwelchen Kochforen. Oh Gott, mir fällt dazu noch etwas ein. Als ich vor 2 Jahren oder so manchmal bei z.B. chefkoch die Kommentare durchgelesen habe dachte ich irgendwann, ah, das ist eine Frau, die kommentiert ja überall. Und schreibt immer, meinem Göga hats total gut geschmeckt und sowas. Da dachte ich noch, Göga wäre sowas wie Jogi oder eine sonstige Abkürzung eines Männervornamens. Seit mir dann irgendwann plötzlich wie Schuppen von den Augen fiel, was Göga bedeutet und mich da manche Kommentare wirklich zum fremdschämen bringen, habe ich Angst. Angst vor solchen Frauen. Und ich will nur sagen: ich bin nicht so! Auch wenn ich hier Essensbilder poste ;)

So, nachdem dies geklärt ist, hier die kulinarische Zusammenfassung des Sonntags:


Strohwitwensfrühstück


Pizza mit roter Beete und lila Kartoffeln im ungebackenenen Zustand


und in gebackenem Zustand


Seitdem ich vier Weckgläser habe, gibt es phasenweise alles aus dem Glas

Und heute habe ich mir gewünscht, dass die Berge doch ein bisschen näher wären...

Ach und bevor ich es vergesse. Es gab vor längerer Zeit einen Artikel in der NEON. Dort ging es um ein Pärchen, das einen Acker (allerdings doppelt so groß wie Ackertinien) gepachtet hat. Als ich damals den Artikel las, wollte ich auch einen Acker. Jetzt wird es schon langsam zum Trend. Finde ich gut. Und toll ist, dass mir ein Ackerbuch aus dem Jahre 1947 zeigt, dass sich bezüglich des Anbaus von Gemüse seit dem quasi nichts verändert hat. Auf die Natur ist eben verlass.

Auf den Wochenanfang (leider) auch. Ich wünsche euch einen guten Start!