Montag, 14. Februar 2011

VON HERZEN GEHT ANDERS

Mit Valentinstag kann man mich wirklich jagen! Einfallsloser Kommerz wird da betrieben. Ich bin überzeugt davon, dass Menschen, die sich gern haben viele andere besondere Tage zum zelebrieren haben (sollten) und auch nicht von Werbetafeln daran erinnert werden sollten, dem oder der Liebsten eine Überraschung zu bereiten. Aber jeder darf das gerne so halten wie er möchte...

R. und ich sind immer für kulinarische Überraschungen zu haben. Und vor ein paar Tagen wuchs mit Blick auf viele tolle Kochbücher die sich mittlerweile so angesammelt haben und die nicht nur durchgeblättert und mit Klebezetteln versehen werden wollen die Idee, dass jeder von uns einmal die Woche für den anderen etwas aus einem der Kochbücher kocht. So haben alles was davon und es wird auch mal wieder etwas abwechslungsreicher gekocht. Ich habe den Anfang gemacht und es gab Pasta mit einer herrlichen Zucchini-Parmesan-Safran Crème aus dem Kochbuch Gemüse & Gemüse von Delphine de Montalier und Charlotte Lascève. Das Rezept gibt es im Buch und nicht hier im Blog. Warum lest ihr weiter unten. Da Wochenende war, war auch noch Zeit für einen Nachtisch: nämlich eine mit Olivenöl verfeinerte Mousse au Chocolat (ja das schmeckt richtig gut) von Nicole Stich aus dem Buch Delicious Days. Nicole betreibt ja auch gleichnamigen Blog, dort findet ihr das Rezept für die Mousse. Allerdings verrät das Buch zusätzlich noch das passende Pinienkernkaramell dazu, welches ich mir auf jeden Fall auch sehr gut mit Eis oder anderen Desserts vorstellen kann!


Für Fotos der Pasta oder der Mousse waren die Lichtverhältnisse leider zu schlecht...

Und jetzt noch eine Frage zu dem Thema Rezepte veröffentlichen. Ich persönlich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es erlaubt ist, einfach mal Rezepte aus Kochbüchern in einem Blog zu veröffentlichen. Viele tun das, viele nennen zwar eine Quelle oder denken sie seien besonders schlau in dem sie den Text ein wenig umschreiben. Man kann es auf der einen Seite als Werbung für das Kochbuch oder den Autoren betrachten, auf der anderen Seite als (un)beabsichtigte Urheberrechtsverletzung. Klar ist immer die Frage wo Recht anfängt und aufhört. Ich mach mir in diesem Fall lieber einen Gedanken zu viel als einen zu wenig. Bei Rezepten geht es ja auch um zwei Dinge. Zum einen um die Rezeptidee mit der entsprechenden Zusammensetzung der Zutaten und zum anderen um die textliche Aufbereitung und Formulierung. Recherchen im Internet bringen mir da nur halbgare Weisheiten ans Licht. Hat sich schon mal jemand genauer mit dem Thema befasst? Und wie ist denn eure Meinung dazu? Ich bin gespannt!

Einen guten Wochenstart wünsche ich euch*

Kommentare:

  1. hm, da triffst du bei mir gerade einen nerv ... ich halte mich mit rezepten EIGENTLICH zurück, sofern sie aus kochbüchern sind und habe BISHER nur die veröffentlicht, die aus meiner familie stammen und keinem buch zugeordnet werden können. ausgerechnet heute hab ich eine ausnahme gemacht und ein pizzarezept veröffentlicht, das von jamie oliver ist. ehrlich gesagt, ja, so ganz wohl ist mir dabei nicht gewesen und ich denke, es war auch das einzige mal ... ich wurde ein paar mal danach gefragt und hab es so natürlich auch schon an familie und freunde weitergegeben. außerdem ist es ein rezept, dass mir auch schon an anderen stellen begegnet ist, daher kann ich nicht sagen, ob jamie tatsächlich der eigentliche urheber ist und bei manchen rezepten finde ich das auch generell schwer zu sagen - gerade für pizzateig gibt zb unendlich viele rezepte und quellen ... klar, ein bißchen rede ich imch da auch mit werbung für das buch raus und damit, dass ich ja nur ein rezept aufschreibe (was zeitschriften zb auch machen, mit hinweis auf das buch) und nicht das ganze werk ins internet stelle (wie auch schon gesehen).

    aber trotz allen guten gründen oder ausreden: im prinzip gebe ich dir völlig recht und denke, es wird auch bei diesem einen rezept bleiben.

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  2. Zum Thema Urheberrechtsschutz bei Rezepten finde ich folgende Seite sehr informativ:
    http://www.irights.info/index.php?q=node/523

    Viele Grüße und schöner Tag noch
    Juliane

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  3. Liebe Juliane,

    danke für den Tipp, das ist ja spannend. Ich verstehe es also so, dass die Nennung der Zutaten und die eigenen Beschreibung der Zubereitung keine Urheberrechtsverletzung darstellt?

    Das heisst, so wie Katrin die Jamie Oliver Pizza beschreibt müsste es also ok sein? Hm, ich habe da irgendwie die Befürchtung, dass die Verlage da wahrscheinlich einen härteren Kurs fahren.

    Echt ein schwieriges Thema. Rezepte 1:1 zu übernehmen und im Blog zu veröffentlichen finde ich übrigens recht einfallslos, aber wenn man sie abgewandelt oder verbessert hat, kann das ja für andere durchaus eine Bereicherung sein.

    Liebe Grüße und danke Julie für die Thematisierung!
    bettina

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  4. danke für eure Meinungen und danke für den Link Juliane. Ich werde das spannende Thema noch ein wenig weiter verfolgen und freue mich über weitere passende Hinweise und Anregungen!

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  5. zum olivenöl noch in der mousse - da hab ich auch ein rezept und finde das großartig!! übrigens kombiniert mit orangensauce, traumhaft.

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  6. und ich hab noch beim lesen von katrins rezept gedacht, wie das denn eigentlich ist, mit den rezepten und den büchern und dem abschreiben...nicht zum ersten mal natürlich, denn es läuft einem dieses vorgehen ja wirklich oft über den weg. aber heut morgen hab ich mich wieder bewusst gefragt und wäre mir sicher gewesen, dass man das so nicht darf. den link find ich daher auch sehr interessant, find es aber trotzdem komisch. dann könnt man sich ja großzügig eine kleine kochbuchsammlung teilen und jeder stellt eins komplett online...und steht nicht in vielen büchern am ende was mit unerlaubter vervielfältigung und weitergabe?

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    1. Noch nie gelesen, aber die einfache Angabe von Zutaten samt Menge kann gar nicht urheberrechtlich geschützt werden, von daher gibt's hier keinen rechtlichen Spielraum.

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Ich freue mich über eure Worte!