Mittwoch, 16. November 2011

ANKOMMEN

Ich bin ein bisschen wie in Watte gepackt. Der Arbeitsalltag ist wieder da und mit ihm auch der Ansatz von Gewohnheiten, die man auf Reisen hinterfragt. Ein paar Vorsätze und Ideen kamen mit ins Rückgepäck und sind willkommene Abwechslung. Ein paar Dinge sind notiert, damit es wieder Klick macht, wenn der Faden reißt. Zufrieden sein ist Einstellungssache. An der Geschichte mit dem Schmied ist viel Wahres dran. Mutig sein eine Herzenssache und das geht auch oft mit kleinen Schritten. Die Brust gibt die Richtung an, wie beim Tango. Man spürt was richtig ist und vertraut der Richtung.

Ein wenig ordnen muss ich mich noch. Weihnachten statt Sandalen und Müsli statt Medialunas. Ankommen dauert manchmal ein wenig, ich mach das Beste draus!

Die Argentinier holen auch manchmal das Beste aus den Supermarktregalen. Ich hatte noch nie so viel Augenflimmern und war gleichzeitig so fasziniert von der Ordnung, wie in einem Carrefour in Rio Gallegos.

 
Wir hatten zu wenig Zeit. Sonst hätte es sicher Spaß gemacht, eine blaue Erbsendose bei den grünen einzusortieren... für den Trott ist jeder selbst verantwortlich. Warum muss man immer erst wegfahren, um sich daran zu erinnern?

Kommentare:

  1. liebe julie, bei deinen worten wird mir ganz schwummerig ums herz. danke für den kleinen schritt mut mehr und das gefühl verstanden zu sein. einen langsamen tag mit trott und ideenklick wünscht dir susanne

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  2. Und trotzdem fällt es oft nicht leicht, dem Trott zu entfliehen. Auch, wenn man ihn als solchen entlarvt hat ...

    In Rio Gallegos lebt sein ein paar Monaten eine gute Freundin. Vielleicht seid ihr euch sogar unbekannt begegnet, wer weiß?!

    Liebe Gruß, Maja

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  3. Liebe Julie, ich wünsch dir ein gutes und gemächliches Ankommen und dass du deine Vorsätze verwirklichen kannst! GLG, Steffi

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  4. Wirklich wahre Worte! Ich wünsche Dir, dass Du so ankommst, wie Du es Dir vorstellst! Liebe Grüße

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  5. Ja, muss man. Erst wegfahren, man muss es er-fahren oder er-laufen - aber mindestens er-leben, was jeder ganz normale Augenblick unseres Lebens für uns bereit hält. Ich glaube, das ist Achtsamkeit. Und eine blaue Dose inmitten lauter grüner ist Kunst ;-)
    (Ich danke dir sehr für dein Geschmackskompliment - ich dachte schon, Ente mit Kumquats geht kommentarmäßig an der Welt vorbei. Es war sehr achtsam von dir, das nicht zuzulassen :-) Herzlich, Anja

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  6. Willkommen zurück! So schwer ich wieder ankommen auch finde, durch eine Reise bekommt man die Möglichkeit, sein Leben mit Distanz zu betrachten, zu hinterfragen und zu ändern. Oder um Max Frisch zu zitieren: "Warum reisen wir? Auch dies, damit wir Menschen begegnen, die nicht meinen, dass sie uns kennen ein für allemal; damit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich sei - Es ist ohnehin schon wenig genug."
    Liebe Grüße, Nora

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  7. feine worte und so wahr. ja, es ist so oft nach dem urlaub, nicht wahr? man denkt, warum nicht auch daheim ... aber man muss daran arbeiten. immer wieder. es muss nicht alles auf einmal anders werden ... in kleinen schritten, wie du schon sagst. alles liebe.

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  8. ich hab dich sehr vermisst. die brust gibt die richtung an. erstmal k, ja!

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  9. Wie schön! Du bist zurück. Mit Regalen aus Dosen und neuem Wind in den Segeln. Und ja: Schmieden will gelernt sein. Alles liebe!

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  10. oooh, argenitinisches einkaufen - das mache ich seit 1,5 monaten sozusagen auch, mein shopping beschränkt sich allerdings auf eiiiiis! ich habe einen neuen argentinischen kollegen und der schwääääärmt in den höchsten tönen ... haaach, und das vor mir, der süß- und back- und eis-süchtigen! ich würde bei ihm ja bestellen, wenn er auf heimaturlaub geht, aber ... eis eben. hast du probiert? hast du? hast du?
    süßen gruß von der S. vom blech

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  11. Wow, die Fotos sind der Hammer! In Echt muss das noch besser ausschauen :)

    LG, Janneke

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  12. klasse Fotos! gutes Ankommen und ebensoches Wochenende! beste Grüsse!

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  13. ganz hinreissende bilder.
    willkommen zurück!
    ein tolles wochenende dir,
    dani / klitzeklein

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  14. Liebe Julie,

    schön dass du wieder da bist :-)
    Meine Diplomarbeit hatte ein Reisethema und ich habe ein Buch von Alain de Botton dazu gelesen, warum der Mensch auf Reisen geht... Spannend. Ich glaub deine Erkenntnisse passen auf viele der seinen ;-)

    lieben Gruß
    Silke

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Ich freue mich über eure Worte!