Sonntag, 31. Juli 2011

FARBENSTREICH

Heute gibt es ein schnelles und gleichzeitig Resteverwetungs-Süß: Blätterteigröllchen mit Waldbeer-Ricotta-Füllung. 



Blätterteigröllchen mit Waldbeer-Ricotta-Füllung
Dazu nehmt ihr fertigen Blätterteig und bestreicht ihn mit einem Püree bestehend aus 1 EL Himbeeren, 1 EL Brombeeren, 2 EL Ricotta, etwas Zitronensaft, 1 EL gemahlenen Mandeln und 1 EL braunem Zucker. Dann alles aufrollen, zwirbeln oder falten und ca. 12 Minuten bei 160°C Umluft backen. 

Lasst euch euren Nachmittagskaffee schmecken und blickt - hoffentlich genau wie ich - auf ein bisher wunderbares Wochenende zurück!

Mehr SoSü gibt es heute bei Katrin!

Mittwoch, 27. Juli 2011

GEMÜSE AM MITTWOCH

Zu später Stunde huscht noch ein grüner Alleskönner in den Mittwochsgemüsetopf: eine Zucchini-Safransauce, die mir persönlich wunderbar zu Nudeln schmeckt und ein wenig gestreckt auch eine herrliche Suppe ergibt. Ist sicher auch ein perfekter Fisch-Begleiter oder der perfekte Partner für Kartoffelstampffurchen auf dem Teller.


Zucchini-Safransauce
2 kleinere Zucchini
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Rapsöl
Gemüsebrühe
100g Sahne
Einige Safranfäden
Salz und Pfeffer
Geriebener Ziegenhartkäse oder Gruyère

Zucchini in kleine Würfel schneiden und gemeinsam mit der klein geschnittenen Zwiebel und dem Knoblauch in etwas Rapsöl in einem Topf anbraten. Mit ein wenig Gemüsebrühe ablöschen und gar köcheln. Die Sahne und die Safranfäden hinzugeben und noch mal aufkochen lassen. Pürieren, abschmecken und zum Schluss nach Belieben mit Käse bestreuen.

Wir haben (gezählt seit Juni) die 21. Zucchini geerntet, noch kann ich sie sehen und essen ;)

Dienstag, 26. Juli 2011

FAVICON

Mal was außerkulinarisches: Es gibt ein praktisches neues Feature für die Blogspot-User: man kann sich neuerdings unter den Designeinstellungen der Posts ein individuelles Favicon (statt dem kleinen weiß-orangenem B links neben der URL) hochladen. Das ging mit ein wenig eigenem Webspace auch vorher schon.
Find ich gut und lädt zum tüfteln ein! Ich habe mir passend dazu eine .ico-Datei erzeugt. Nach dem Speichern im Blogsystem solltet ihr euren Cache leeren, dann ist es sichtbar :) Ich bin gespannt, was ihr euch einfallen lasst!

Sonntag, 24. Juli 2011

HEIDELBEER

Die Woche war lang und somit ist das Wochenende zum einen vom Erledigen von liegen gebliebenen Alltagsdingen und zum anderen von gemütlicher Erholung geprägt. Das Wetter lockt eh nicht nach Draußen, also gibt es Blümchen, Törtchen und Kaffee heute auf der heimischen Tafel. 



Wie man die umwerfenden Oreo-Käseküchlein macht, erfahrt ihr vom Fräulein Text, die auch heute die sonntagssüßen Beiträge sammelt. Statt Aprikosen- durchbricht heute ein feiner Heidelbeermarmor die frische Käseschicht. Lasst es euch schmecken!

Mittwoch, 20. Juli 2011

MANGOLDNOCKEN

Für alle, die sehnlichst darauf gewartet haben, für alle, die Mangold neu entdecken möchten und für alle, die einfach nur mal was richtig Gutes essen möchten, kommt nun passend zum Gemüse am Mittwoch das Rezept für die Mangoldnockerl.



R. wurde nach seiner Dolomitenrückkehr am Wochenende direkt zwangsverpflichtet so viel Mangold zu ernten, bis der Acker kahl ist und mir genau zu zeigen, wie man diese tollen grünen Herrlichkeiten zaubert. Also wurde ich kurzerhand als Küchensklavehilfe eingesetzt und war erst mal damit beschäftigt viel, ja richtig viel Mangold zu waschen. "Viel" ist das Stichwort, denn für viel Genuss braucht man viel Mangold und viele Töpfe und viel gute Musik in der Küche. Wenn das alles vorhanden ist, kann es losgehen:

Mangoldnocken für zwei gute Esser
1,0 kg kleine Blätter - 1,5 kg große Blätter frischer Mangold
1 Frühlingszwiebel
1 Knoblauchzehe
1 kleiner Bund frische glatte Petersilie
4 EL Butter
150 g Weißbrot vom Vortag ohne Rinde
1 gehäufter EL Mehl
2 Eier
Muskatnuss
100g Parmesan, Ziegenhartkäse oder Gruyère

Den Mangold waschen und die Stiele entlang der Stiellinie keilförmig raus schneiden. Große Blätter nochmal halbieren. Anschließend das viele Grün (evtl. in 2 Portionen) in kochendem Salzwasser  max. 3 Minuten blanchieren und kalt abschrecken. Dann jeweils eine Handvoll wie einen Schwamm über der Spüle ausdrücken und zum Schluss das nun wirklich geschrumpfte Grün in ein Handtuch wickeln, mit den Handballen die letzten Flüssigkeitsreste rausdrücken und in eine hohe Rührschüssel füllen. Nun sollten rund 350 - 400 g ausgepresster Mangold übrig bleiben.
Die Frühlingszwiebel putzen und klein schneiden, die Knoblauchzehe ebenfalls fein schneiden und gemeinsam mit der gehackten Petersilie in einem EL Butter andünsten. Anschließend den Mangold damit übergießen und ausgiebig mit dem Pürierstab bearbeiten, bis eine herrlich grüne Paste entsteht. Ein paar störrische Mangoldfitzelchen einfach ignorieren, die fallen später nicht mehr auf. Den Topf noch nicht spülen, den braucht ihr noch!
Das Weißbrot mit der Moulinette zerkleinern (Küchenhelfer dürfen auch einmal kurz auf den Knopf drücken) und gemeinsam mit dem grünen Püree in eine saubere Schüssel geben. Mit dem EL Mehl bestäuben und die Eier hinzugeben. Das Ganze ordentlich mit Salz und Muskat abschmecken und mit Freude verkneten. Dann 10 Minuten zur Seite stellen und die Zeit nutzen, einen großen Topf mit Wasser und einer Prise Salz aufzusetzen. Die Nockenmassen noch ein mal kurz durchkneten und mit Hilfe von zwei Esslöffeln einen ersten Nocken, den alles entscheidenden Probenocken formen. Diesen in Mehl wälzen (R. empfiehlt dazu ein mit Backpapier ausgelegtes und mit Mehl bestäubtes Blech) und in das kochende Wasser geben. Wenn er nach etwa 5 Minuten immer noch wie ein Nocken aussieht, könnt ihr ihn herausnehmen und nun munter den Rest der Masse zu Nockerl verwandeln und in Mehl rollen. Die Nocken ca. 15 Minuten in kochendem Salzwasser, welches nach einigen Minuten etwas runtergedreht wird, durchziehen lassen. Die Zeit nutzen und den Käse eurer Wahl reiben und die restliche Butter in den Knoblauchkräutertopf schmelzen lassen.
Die fertigen Nocken mit der leicht gebräunten Butter übergießen und mit Käse bestreuen.

Schmecken besonders gut wenn sie warm sind, daher gibt es nur ein recht flottes Probenockerlfoto garniert mit grauem Regenhimmel ;) Da lob ich mir doch die kalten dankbaren süßen Werke, die fürs Foto immer viel geduldiger sind. Toll, dass am letzten Sonntag so viele von euch dabei waren!

Sonntag, 17. Juli 2011

SOMMER IM GLAS

Während hinter dem Glas die Regentropfen an die Scheiben prasseln, habe ich den Sommer schnell in einem Glas konserviert; und zwar in Form von Buttermilch-Zitronen Panna Cotta mit Himbeeren und Minzsprenkeln.




Ich stehe mit Gelatine ein wenig auf Kriegsfuß, irgendwie wird bei mir damit nicht alles so fest, wie ich mir das vorstelle. Aber ein Nacht im Kühlschrank hat dafür gesorgt, dass auf der Oberfläche nachher auch ein paar Brombeeren wie auf einem Mini-Trampolin federnd auf der Oberfläche liegen bleiben und der zitronig sauere Cremegenuss nach erledigter Nachmittags-Ackerarbeit verspeist werden kann.

Das Panacotta-Rezept ist von Tartelette und von mir um Zitronensaft, Zitronenschale und Minzsprenkeln ergänzt worden. Die Himbeeren habe ich mit ein wenig braunem Zucker anpüriert.

Das Board mit euren Zaubereien wird sich heute im Laufe des Tages und Abens füllen. Ich bin gespannt, ob ihr euch auch den Sommer auf die Tellerchen holt!

Freitag, 15. Juli 2011

ZAUBEREI

Die Natur ist für mich die größte Zauberkünstlerin und lässt mich immer wieder staunen!



Ich hoffe, ich staune auch am Sonntag, denn ihr seid wieder herzlich eingeladen etwas zur großen virtuellen Kuchentafel beiszusteuern und den Sonntagssüß-Gedanken zu zelebrieren. Diesmal dürft ihr eure Naschwerke bei mir preisgeben, ich freu mich drauf!

Mittwoch, 13. Juli 2011

GEMÜSE AM MITTWOCH

Kaum ist das Gemüse am Mittwoch ausgerufen, muss ich schon wieder für dieses mal ungeplanterweise ein wenig zurückrudern. Eine volle Woche und gewittriges Feierabendwetter sind unter anderem Schuld, dass ich es nicht nach Ackertinien geschafft habe und die Mangoldnockerl-Zutaten teilweise noch geerntet werden müssen. Der R. weilt gerade im Südtiroler Dolomitenschlemmerland (er muss sich die kulinarischen Leckereien aber hart erstrampeln) und den brauche ich auch ganz dringend für die Nockerl, weil er sie doch bisher immer fabriziert hat.


Es wird also nicht getrickst und Mangold gekauft sondern einfach noch ein paar Tage abgewartet. Schließlich sollen die kleinen grünen Nocken auch noch auf einem Foto festgehalten werden. Aber das Warten lohnt sich. Die Mangoldsaison ist auch noch längst nicht um.
Ich hab ja zum Glück noch Brombeersorbet, um mir die anstrengenden nächsten Tage zu versüßen. Und Pfefferminztee. Den habe ich wiederentdeckt. 

Trotzdem verrate ich passend zum Mittwochsgemüse noch ein von mir gern gemachtes Zucchini-Rezept:

Zucchini mit Halloumi, Honig und Chili
1-2 Zucchini
1 Packung Halloumi
Chili-Öl oder eine rote Chilischote
Honig
Olivenöl
frische Kräuter (z.B. Thymian, Oregano, Rosmarin)

Die Zucchini in sehr dünne breite Streifen schneiden und gitterförmig in eine Auflaufform schichten. Halloumi ebenfalls in Streifen schneiden und auf den Zucchinischeiben verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Mit ein wenig Olivenöl beträufeln und die Kräuter in der Form verteilen. Chiliöltropfen oder die in Ringe geschnittene Schote dazu geben und ein wenig Honig über den Käse und die Zucchini träufeln. Bei 180 Grad Umluft backen, bis die Zucchini gar sind.
(Man kann daraus auch hervorragend kleine Alufolienpäckchen für den Grill machen!)

Montag, 11. Juli 2011

WER BRAUCHT SCHON EINE EISMASCHINE...

Ich bin schwer verliebt. In Brombeeren. Pur und von der Sonne angewärmt sind sie bereits ein geschätzter Hochgenuss, aber eisgekühlt sind sie ab sofort mein liebstes Sommersüß. Schmeißt eure Platz einnehmenen Eismaschinen weg (oder kauft euch erst har keine) und packt den Rührbesen aus. Auch mit Muskelkraft kann man ein hauchzart auf der Zunge schmelzendes Sorbet herstellen. Es ist in Minuten zusammengemixt nur die Kühlzeit strapaziert den Geduldsfaden, denn bereits das flüssig Gemixte hat doch so verlockend geschmeckt. 





Das Rezept ist perfekt wie es ist und nicht von mir. Sondern von Frau Tubby, die ein so wunderbares Eisbuch geschrieben hat, aus dem man wirklich jedes Rezept nachmachen möchte und einfach nur noch den ganzen Tag Gelato in leckere Hörnchen spachteln möchte. Ein wahrer Bücher-Schatz. 

Und ich träume von einem Leben als Eisverkäuferin. Das meiste Eisdielen-Eis schmeckt mir eh nicht und erschreckend, wie oft das Aroma künstlich und nicht natürlich in die Masse kommt. Aber bevor ich die Gedanken-Eisdiele aufmache, brauche ich noch weitere Sorten. Welche Sorte soll ich euch kreieren?

Und wenn das so wirklich gute Brombeer-Sorbet nicht so schnell schmilzen würde, dann würde ich jedem von euch einenen Becher voll schicken, denn das Sorbet müsst ihr probiert haben!

Donnerstag, 7. Juli 2011

DA FEHLTE NOCH WAS

Ach herrje, ich hatte das Mehl beim Rezept des Zucchini-Kuchens vergessen. Es ist nun ergänzt. Für alle Skeptiker: die Zucchini schmeckt man nicht wirklich raus, es ist wie beim Möhrenkuchen, das Gemüse macht den Kuchen vor allem so saftig. 

Bei der Suche nach weiteren Gemüsekuchen habe ich dieses Kunstwerk oder dieses Prachtstück gefunden. Es gibt noch viel mehr. Verrückt!

Mittwoch, 6. Juli 2011

GEMÜSE AM MITTWOCH

Also ich muss sagen, der Zucchini-Kuchen war wirklich gut. Saftig und würzig und die Zucchini waren so gut versteckt, dass einige beim Ackerfest ganz ungläubig nachfragten. Von verschiedenen Leuten kamen lobende Worte, was mich bei diesem Erstversuch auch sehr gefreut und gleichzeitig erleichtert hat :)


Daher kann ich euch nun guten Gewissens das Rezept verraten. Da es die nächsten Wochen nicht nur bei mir Zucchini und auch anderes saisonales Gemüse satt gibt, werde ich euch immer Mittwochs ein leckeres Rezept verraten. Nächste Woche sind dann auch endlich die Mangoldnockerl dran!

Saftiger Zucchini-Kuchen
3 Eier
120 g weißer Zucker
100 g brauner Zucker
180 g Mehl
1 TL Vanillezucker
3 TL Backpulver
1 TL Zimt
1-2 EL Kakaopulver
1/2 TL gemahlener Kardamom
1/2 TL gemahlener Ingwer
1 Prise Salz
140 ml Sonnenblumenöl
300 g geriebene Zucchini
ca. 3 EL Aprikosenkonfitüre
1 Packung Schokoladenglasur

Eier und Zucker cremig weiß schlagen. Die trockenen Zutaten mischen, zu der Ei-Mischung geben und behutsam unterheben. Danach Öl und Zucchini untermischen. Den Teig in eine gefettete Kasten- oder Springform füllen und bei 150 Grad Ober- und Unterhitze etwa 55 Minuten backen.
Den abgekühlten Kuchen mit Aprikosenkonfitüre bestreichen und mit der nach Verpackungshinweisen zubereiteten Schokoladenglasur übergießen.
Dann am besten nicht verraten, dass im dem Kuchen Gemüse enthalten ist und in größtenteils positiv überraschte Gesichter blicken!

Sonntag, 3. Juli 2011

ACKERKUCHEN

Seit Beginn der Ackersaison haben wir bereits 9 Zucchini geerntet. Noch schmeckt's prima und die Rezeptideen fordern kreativ und geschmacklich heraus. Morgen findet ein kleines Ackerfest statt. Ich werde einen Kuchen beisteuern. Darin versteckt: Zucchini.




Ob der Zucchinikuchen - der morgen noch mit Konfitüre und Schokoguss garniert wird - lecker schmeckt, werde ich dann berichten. Bisher riecht er zumindest schon mal ziemlich lecker! Habt ihr schon mal Gemüse in euer Süß gepackt? Miri tritt heute z.B. mit Rote Bete aus einem meiner liebsten Videos beim Sonntagssüß an, das eifrig von Nina gesammelt wird.

So, jetzt werde ich noch ein paar Sonnenstrahlen auf dem zum Teil frisch besäten Balkon einfangen :) Genießt den Sonntagabend!

Freitag, 1. Juli 2011

ICH PACKE MEINEN KOFFER...

Hach ich beneide die Schulkinder ein wenig. Sommerferien. Das Bullerbü-Gefühl. Der letzte Schultag war immer ein bisschen magisch. Zeugnisse lesen, Eis essen und dann dieses riesengroße Zeitfenster von 6 Wochen, das einem ewig ewig lang vorkam. Lange aufbleiben, Kokoseis, Nordseewind, Sand in den umgekrempelten Hosenbeinen und der Duft von Gegrilltem...

Meine Ferien sind leider noch nicht so nah gerückt. Also packe ich nur mein Ackerköfferchen, in das schon längt nicht mehr alles rein passt, was man dahin mitnehmen möchte. Vor allem der neu hinzu gekommene Spargelstecher (der wartet schon ungeduldig im Kofferraum) macht aus dem Unkrautzupfen eine höchst zufriedenstellende Tätigkeit. 



Langsam kommt auch ein wenig Vielfalt in die Ernte. So brachten wir gestern Abend Mangold, Rauke, Gurken, Zucchini, Kohlrabi und Radieschen mit nach Hause. Das bedeutet dann für Morgen mal lieber ausschlafen statt Samstagsmarkt :)

Kommt gut ins Wochenende!