Dienstag, 30. August 2011

GOLDGRÄBER

Es ist besser als Ostereiersuchen und Weihnachtsgeschenke auspacken auf einmal und man sollte es dringend als Therapieform in Erwägung ziehen: Kartoffeln ausbuddeln. Es macht glücklich und ein bisschen süchtig.


119 Stück haben uns die drei Reihen auf dem Acker trotz Kartoffelkäfer geschenkt. Ein wahrer Kartoffel-Schatz, der köstlich schmeckt!

Sonntag, 28. August 2011

MACARONS

Ich habe mich nach längerer Zeit wieder mal an Macarons gewagt. Es ist und bleibt eine herausfordernde Angelegenheit und jedes Mal werden sie anders. Diesmal außen knusprig und innen ohne Hohlraum schön weich. So müssen sie sein.



Es war mein erster Versucht mit italienischer Meringue. Zusätzlich habe ich drei verschiedene Untergründe getestet: günstiges Backpapier, teureres Backpapier mit Wabenstruktur und eine neue Silikonmatte, auf der bereits passende Kreise für die Macarons mit kleinem Rand zu sehen sind. Die Matte habe ich von meiner Mama geschenkt bekommen. Platz eins bekommt die Matte mit den größeren Macarons, Platz zwei das günstige Backpapier. Die Macarons auf dem Wabenpapier sind fast alle in der Mitte gerissen und werden in nächster Zeit gekrümelt mit Eis gegessen. Ob das wirklich an dem Backpapier liegt weiß ich natürlich nicht. Da ich aber für alle den selben Teig verwendet - und auch nichts an der Ofentemperatur verändert habe, liegt die Vermutung nahe. Die Herstellung von Macarons kann man durchaus sehr wissenschaftlich betrachten ;).
Ich werde weiter tüfteln und die kleinen Gebäck-Diven dann hoffentlich vor dem 20. Versuch so hinbekommen, dass es nichts zu beanstanden gibt.

Welchen süßen Herausforderungen habt ihr euch gestellt? Die optischen Beweise präsentiere ich euch wieder im Laufe der Abendstunden und des Montags im neuen Board.

Freitag, 26. August 2011

OHNE NACHZUDENKEN

Gesehen, gefreut, gemocht, gekauft! Genau genommen zum Teil gekauft und zum Teil vorbestellt.

                         

Bis zum 10.09. muss ich mich noch für den Geschmacksthesaurus gedulden. Die englische Originalversion kann man bereits erwerben. Auch ein prima Geschenk für Genießer. Ebenso das französische Süß-Buch namens La vie en Rose aus der gleichen Reihe wie das wunderschön illustrierte türkische Kochbuch, das ich letztens vorgestellt habe.

Ich bin gespannt, welche Geschmackskombinationen eurer Sonntagssüß-Kreationen ihr mir hier im Blog verraten werdet!

Donnerstag, 25. August 2011

ANTWERPEN III

Während der Alltag wieder eingekehrt ist, erinnern mich noch ein paar schöne bunte Dinge an das Wochenende.




Ja, man sollte wirklich öfter weg- oder auch einfach nur mal rausfahren. Es ist gut für Kopf, Herz und Bauch und man lebt einfach ein wenig intensiver in der Zeit. 
Welchen Ort könnt ihr für 2 Tage intensiven Genuss empfehlen?

Dienstag, 23. August 2011

ANTWERPEN II

Seid ihr bereit für einen weiteren Antwerpen-Rundgang? Der Samstag startete mit einem "Koffie en een chocolade koek uit de hand". 


Wir liefen wieder zum MAS um vor dem ersten Besucherandrang in Ruhe die temporäre Ausstellung zu besuchen. Man kann auch mit einer bestimmten Karte alle Sammlungen sehen, aber ich kann mir vorstellen, dass man schnell gesättigt ist. Schön finde ich, dass die Bewohner von Antwerpen stets freien Eintritt in die Daueraustellungen haben. 


Anschließend ging es wieder in die Innenstadt, denn ein kulinarischer Klassiker wartete im hinteren Innenhof bei Désiré de Lille in der Schrijnwerkersstraat 16 auf uns: süße klebrige Lacquemants mit einer ganz ganz feinen Orangenwassernote. Neben Beignets und Smoutebollen ein typisches Kirmes-Süß. 


Man befindet sich nun mitten im Viertel "Wilde Zee" und kann hier wunderbare kleine Streifzüge durch die Gässchen starten. Wer sich noch mal stärken möchte, sollte ein leckeres Stück Bio-Quiche bei De Broers van Julienne in der Mini-Straße Ijzerenwaag in der Nummer 4 probieren. Ein paar Häuser weiter befindet sich auch ein interessanter skandinavischer Concept-Store namens Moose in the City. Dort kann man eine Reise in den Norden buchen, skandinavische Krimis, Geschirr, Kleidung und Rucksäcke von passenden skandinavischen Designern erwerben. Es riecht gut nach Holz und die Verkäufer sehen irgendwie alle schwedisch aus. Ein Besuch ist zu empfehlen!


Fast alle Geschäfte in der Stadt machen bereits um 18 Uhr zu. Man muss sich seine Zeit also ein wenig einteilen. Nach Landenschluss sollte man sich noch ein feines Getränk gönnen. Hierzu kann man in das außergewöhnliche etwas alternative Caffènation (Hopland 46) einkehren und einen der viel gelobten kalten oder warmen Kaffespezialitäten probieren. Auch die hausgemachten Limonaden sind wirklich gut. Bezahlt wird an der Theke beim Chef, der passenderweise eine Bialetti auf dem Arm tätowiert hat. 


Zum Abendessen verschlug es uns in ein weiteres Viertel: Zurenborg. Der lebhaften Platz namens Dalgraadplaats wird von vielen kleine Restaurants umrahmt. Für den letzten Abend sollte es bei uns die Brasserie van Loock werden. Sehr sehr lecker das Essen unter freiem Himmel. Und wer einige meiner Lieblingsgerichte kosten möchte, sollte unbedingt Kaaskroketten, Garnaalkroketten oder Stoofvlees probieren! Ein Abendspaziergang Richtung Draakplaats und in die dahinter liegende Cogels-Osylei mit den herrlichen Belle Epoque Bauten ist dann das i-Tüpfelchen.

Sonntags gab es noch Eier mit Speck von Onkel Lou und gleichzeitig ein Besuch beim alten Cartouche. 


Tot ziens Antwerpen!

Montag, 22. August 2011

ANTWERPEN I

Eine spontane Idee + ein Tag Urlaub + eine günstige Zugfahrkarte waren die Basis für ein herrliches Wochenende in Antwerpen. Dort traf ich mich mit meiner lieben Genießer-Mama, die an vielen Ecken Erinnerungen und Anekdoten aufleben ließ. Antwerpen muss man einfach mal gesehen haben. Ich zeig euch mal im gemütlichen Schnelldurchlauf ein paar lohnende Stationen und Wege, die ich am Wochenende gegangen bin.



Wenn ihr mit dem Zug anreist, kommt ihr in dem beeindruckenden Jugendstilbahnhof an, der für mich überraschenderweise plötzlich zweistöckig war (ich war zuletzt vor sicher mehr als 5 Jahren dort). Verlässt man den Bahnhof, funkeln einem schon die ersten Schaufenster der Diamantenläden entgegen. Es gibt an die 1.500 Diamantfirmen in Antwerpen. Die Stadt hat auch eine der größten jüdischen Gemeinschaften Europas, daher sieht man immer wieder orthodoxe Juden in typischer Kleidung und Supermärkte mit koscherer Nahrung. Mich hat das als Kind immer sehr beeindruckt. 

Dann kann es mit dem Erkunden losgehen. Das geht am besten mit einem der roten Stadtfahrräder oder mit Bus oder Tram, die mit 0,90€ pro Fahrt (man darf die Karte eine Stunde lang in jede Richtung nutzen) wirklich erschwinglich sind. Ein guter Ausgangspunkt ist der "Grote Markt", wo die Statue des sagenumwobenen mutigen Brabo zu sehen ist, der einst einem bösartigen Riesen die Hand abhackte und weit weg in die Schelde schleuderte. Aus dem "Hantwerpen" wurde dann laut Erzählungen der Stadtname Antwerpen. Wir wollen uns aber gar nicht lange mit den alten Geschichten und Touristengruppen aufhalten, sondern lieber weiter schlendern.



An der Kathedrale vorbei geht es Richtung Nationalestraat. Auf dem Weg dorthin begegnet einem auf der Reyndersstraat ein entzückendes Cupcake-Café namens Momade Cupcakes an dessen Fenster man sich kurz die Nase platt drücken kann. Wenn es Freitag ist, erlebt man auf dem bald darauf kreuzenden Vrijdagsmarkt ein interessantes Spektakel. Dort werden Möbel, Kartons mit buntem Inhalt und viele anderen Dinge an die hinter einem gespannten Seil stehende Menge versteigert.


Die Nationalestraat kann man gemütlich entlang bummeln, dort gibt es viele schöne Geschäfte zu sehen. Wer klassisches belgisches Gebäck für den weiteren Weg aus der Hand verspeisen möchte, kann dies im Mimosa im Haus Nummer 105 mit gutem Gewissen kaufen. Die Verlängerung, die Volkstraat, sollte man weiter entlang laufen und dann unbedingt nach einer kurzen Weile links in die Scheldestraat abbiegen und im kleinen bezaubernden Salon de Thé Claude eine herrliche Pause mit lauter feinen kulinarischen Dingen verbringen. Zu frischem Minzthee gab es üppig belegte frische Baguettestücke mit Krabbensalat und geräuchertem Hühnchen mit Tomatenconfiture. Zum Nachtisch gab es aus dem Süßschrank die bereits gestern gezeigte absolut fantastische im Mund zergehende Schokoladentarte. Das Rezept wurde vom charmanten Claude nicht verraten, nur soviel: die Tarte hat keinen Ofen von innen gesehen und die Knusperstückchen im Boden sind Cookiestückchen. Mein Nachback-Ehrgeiz ist geweckt! Für meine Mutter war sofort klar, würde sie dauerhaft dort wohnen, wäre dieser ehemalige Metzgerladen (das verrieten die alten Kacheln) in der Nummer 79 ihr Lieblingscafé.


Der Kochbuchladen in der Volkstraat hat leider zu gemacht. Also geht es in eine andere Richtung weiter. Richtung Klosterstraat, in die mein Innenarchitekt-Onkel mich und meine Cousinen früher Samstags auch mal mitnahm, weil es dort zahlreiche Antiquitätenläden gibt. Am Ende geht es rechts in die Straße Steenhouwersvest. Dort kann man sich in der Nummer 48 im Pain Quotidien mit einer hausgemachten Himbeerlimonade stärken. Danach sollte man Richtung Schelde schlendern und entweder mit dem Bus oder sich zu Fuß Richtung neuem und imposantem MAS (Museum aan de Stroom) bewegen. Man kann kostenlos in den 10. Stock fahren und hat einen wunderbaren Blick über den großen Hafen und die Stadt. Für die Ausstellungen sollte man Zeit mitbringen, das haben wir auf den nächsten Tag gelegt.


Zum Essen ging es gegenüber in das Eetcafé Waanzee, in das meine Mama als Überraschung meine Tante Heidi, meinen Einrichteronkel Lou, meine Cousinen Kay und Sue und Kevin, den Freund von Sue eingeladen hatte. Ein tolles Wiedersehen und ein schöner Abend folgten.

Um hier nicht den Rahmen zu sprengen, gibt es vom nächsten Tag erst morgen zu lesen!

Wer nun auch Lust bekommen hat nach Antwerpen zu reisen und noch eine außergwöhnliche Übernachtungsmöglichkeit sucht, wird hier sicher fündig.

Ich bin immer wieder aufs neue verliebt in die Stadt und freue mich dort vertraute Ecken, Worte und Personen wieder zu treffen. Ein schönes Gefühl!

Sonntag, 21. August 2011

ES WAR LIEBE

Draußen sein, unterwegs sein, genießen und an reich gedeckten Tischen sitzen, das ist mein Wochenendmotto.


Wo ich dieses Stück Kuchen (das zu den besten süßen Stücken gehört, die ich je gegessen habe) entdeckt und mit Herzklopfen verspeist habe, verrate ich euch morgen

Ich hoffe, ihr seht es unserem Sonntagssüßen-Gastgeber-Trio nach, dass wir heute viel Draußen sind, den Sommertag gebührend genießen und uns ein wenig von den Tastaturen fern halten. Ihr scheint euren Tag auch richtig zu genießen, das neue Board sieht schon wieder sehr verlockend aus!

Donnerstag, 18. August 2011

WIE VOM BÄCKER

Gestern Abend hatte ich neben den Artischocken im wahrsten Sinne des Wortes Großes vor. Ich habe seit langem mal wieder ein Brot gebacken, nach dem mir ein Zucchini-Walnussbrot aus der Schrot & Korn nicht mehr aus dem Kopf ging. Geknetet wurde in einem großen Bottich, da sämtliche Rührschüsseln zu klein waren. Da Brot füllte fast den ganzen Ofen und ist wirklich gut und einfach zu machen. Für zwei Personen ist es aber viel zu viel. Das Fazit von R. nach dem ersten Probieren: "Das schmeckt ja wie Bäckersbrot, ich fand selbstgebackenes Brot bisher ziemlich doof und eklig"... Ich zugegebener Maßen - mit Ausnahme von einigen fremdgebackenen Topfbrotkreationen und anderen gelungenen dunklen Broten - auch.

Es schmeckt echt gut, ist ein wenig strudelig und mit Käse aber auch mit Aprikosenmarmelade ein Hochgenuss.



Schaue ich bisher auf die Woche zurück muss ich feststellen, dass ich zwar immer sehr spät abends aber dafür immer ziemlich gut gegessen habe: von Mousse au Chocolat und Schokoladenpudding mit Quark über Löwenzahnpesto bis hin zu einer Mini-Himbeertarte mit Quark-Sahne sowie guter grüner Sauce und Kasnockerl. Damit wieder Platz fürs Sonntagssüß geschaffen wird, werde ich ab morgen eine mir sehr liebe Stadt vor allem zu Fuß neuentdecken und euch dann am Sonntag feine landestypische Spezialitäten servieren. Ihr dürft eure gefüllten Teller dann passend bei Katrin präsentieren!

Mittwoch, 17. August 2011

BLÜTENGEMÜSE

Es gibt im Moment viel zu tun. Auch auf dem Acker, der nach der Regenzeit bewiesen hat, dass vor allem das Unkraut ordentlich sprießt. Die meisten Gemüsesorten und sogar die Kürbisse sind schon reif. Jeder Ackerbesuch wird zum fröhlichen Erntedank-Fest. Ein saisonales Gemüse fehlt mir jedoch derzeit in Ackertinien: Artischocken. 

Dieses extravagante Blütengemüse ist jedes Mal mit passenden Saucen ein kulinarisches Fest, bei dem am Ende aus einer zu Beginn kompakten Blattanordnung ein riesengroßer Blätterhaufen wächst, der bei mir stets wild und bei R. fein säuberlich gestapelt auf dem Abfallteller kommt. Für die Saucen gibt es kein bestimmtes Rezept, es wird das gemischt, was der Kühlschrank hergibt.



Heute gab es Zitronen-Parmesan-Sauce mit Löwenzahnpesto, Tomaten-Petersilien-Sauce und eine klassische Vinaigrette. Nicht nur in Klecksform wie auf dem Foto sondern reichlich aus der Schüssel. Herrlich. 

Schmecken euch Artischocken genauso gut wie mir?

Sonntag, 14. August 2011

MOEDERKESDAG

Morgen ist belgischer Muttertag. Heute gibt es bereits eine große Portion Liebe für meine tollste Mama, die gerade meine Kindheitsferien an der Küste verlebt. Um die Erinnerungen und den Nordseewind ein wenig zu mir zu holen, gibt es "Luikse wafels" aus dem alten Waffeleisen, welches seine Dienste noch ganz wunderbar erfüllt. So eine heiße frische Waffel aus der Hand war immer etwas ganz Besonderes nach einem langen Strandtag... 


Ich schicke einen Kuss in den Wind und sage gelukkige Moederkesdag*

Nina sammelt heute eure Erinnerungen, Köstlichkeiten und Anekdoten. Ich freu mich drauf, später das gefüllte Board zu bestaunen!

Freitag, 12. August 2011

DREI

Das Gemüse vom Mittwoch hat sich verzögert, daher gibts einfach drei mal Gemüse in unterschiedlicher Form. Dafür haben sich die gelben und die roten Bete aus dem letzten Farbschema bestens angeboten. Die Blätter wurden gefüllt, die Knollen wurden im Ofen gegart und mit Zitrone, Büffelmozzarella und Salat serviert (Gruß an DieFranzinellis) und der Rest der gegarten Knollen durfte gemeinsam mit Zucchini sowie Ziegenkäse auf eine Pizza.




Vieles war improvisiert. Statt langer Rezepte ein paar Anregungen und Kniffe. Will man die Blätter der roten Bete füllen, sollte man die dicken Stiele abschneiden und die Blätter kurz in kochendem Wasser blanchieren, damit sie sich rollen lassen. Bei der Füllung kann man sich austoben. Um die Bete im Ofen zu garen legt man sie ungeschält in eine feuerfeste Form. Ich habe sie mit ein wenig Olivenöl eingerieben und mit Kräutern bestreut. Die Form wir dann mit Alufolie abgedeckt und die Bete kommen min. 1 Stunde bei 180 Grad in den Ofen. Wenn sie gar sind kann man sie wunderbar schälen und die tollsten Dinge aus ihnen machen. Suppe, Sauce, Salat, Pizza, Kuchen, Füllung für Pasta und und und.

Und wer noch noch mehr rote Bete will, der sollte mal bei Philuko vorbeischauen!

Habt einen guten Tag*

Dienstag, 9. August 2011

GRANDIOS

Dieses mal waren mehr als 60 Teilnehmer bei der Initiative dabei und die sonntagssüßen Gedanken quer durch Deutschland bis nach Finnland und die Schweiz und auch Griechenland getragen. Katrin, Nina und ich (oder auch wie von einer Teilnehmerin liebevoll genannt: die Mädelsgang) sind hin und weg von euren Kommentaren, Kreationen und Kamerakünsten. Wir hätten liebend gerne eine große Runde mit dem Probiertellerchen zu euren reich gedeckten Tafeln gemacht!

Ein Farbschema ganz nach meinem Geschmack zeigt sich, wenn man die Beiträge noch einmal gesammelt überblickt und dabei neue Geschmacksrichtungen, neue Begriffe, nachahmenswerte Tüfteleien, viele Debüts, den zweiten Mann in der Runde und die tollsten Anrichtungsarten entdeckt. Es wurde gerätselt, ob Bienenstich nun ungefüllt oder gefüllt der einzig Wahre ist und ob die sehenswerten Pflaumennuancen nun schon den Spätsommer einläuten. Es wurde bewiesen, dass eine Baiserwolke das größte Kompliment für feines Obst sein kann und auch gerne Schokolade gefolgt von Beeren aller Art in das Teigbett kullert.

Als Dank für euch noch Trick 17, der dafür sorgt, dass man die Tarte auch ohne Hebeboden aus  der Form bekommt:


Einfach Backpapierstreifen sternenförmig in die gebutterte Form legen und festdrücken. Mitbacken und die Tarte nach dem Abkühlen - evtl. mit Hilfe von zwei weiteren Händen - an den Streifen aus der Form heben. 

Sonntag, 7. August 2011

HIMBEERSÜSS

Bevor ich mich an das pflaumige, mirabellige oder zwetschige Steinobst mache, das für mich irgendwie eher gedanklich an das Ende des Monats gehört, gibt es heute noch mal ein kleines Himbeerfest. Der Sommer macht eh was er will, machen wir also einfach mal das Beste draus. Somit geht es heute Nachmittag gut gelaunt an die Kaffeetafel, so lange muss die Tarte, die bereits ein SoSü-Renner ist, noch auf ihren Anschnitt warten.


 

Das Originalrezept für die weiße Trüffeltarte findet ihr bei Annik Wecker. Ich habe ein wenig abgewandelt und statt eines Nussmürbeteigs einen Schokoladenmürbeteig gemacht, den ich nach dem Abkühlen mit geschmolzener dunkler Schokolade ausgestrichen habe. Als Füllung durften sich noch ein paar Brombeeren zu den Himbeeren gesellen. 

Ich bin gespannt, wie ihr euch den Sonntag versüßt. Zeigt her eure Werke und staunt, wie sich peu à peu das neue Board füllt. 

Samstag, 6. August 2011

FARBIGE BETE

Die ersten Bete sind reif. Ich bin jedes mal aufs Neue von den Farben fasziniert. Das schreit doch förmlich nach einem neuen Farbschema, oder?

 

Ich bin gespannt, welches Farbenspektrum das morgige SoSü mit sich bringt... ob die Blaubeertöne wieder vorne liegen? Ich freu mich drauf, mit und bei euch zur Kuchenzeit zu kosten!

Donnerstag, 4. August 2011

STATT SICH ZU ÄRGERN

Heute hab ich mich ziemlich geärgert. Vor allem über einen Schwertransporter zur falschen Zeit am falschen Ort, über die vehemente Dame beim Einwohnermeldeamt und meine Schusseligkeit und so weiter. Und dann stand ich da in der Nähe Amtes und des Buchladens und hatte zwei Optionen. Laut schreien und mich ärgern oder mich mal bei den Koch- und Backbüchern trösten. War beides verlockend. Aber ich habs erstmal mit der nicht so lauten Buchladenvariante versucht. Dort war ich schnell abgelenkt, denn siehe da, ganz hinten im Regal verbarg sich ein wahrer Kochbuchschatz.


Eigentlich finde ich kulinarische Bücher ohne Abbildungen des Essens meistens ziemlich blöde. Aber nicht dieses feine Kochbuch mit türkischen Familienrezepten und Sehnsuchtsanekdoten von Semiha Stubert, die wunderwunderschön von Claudia Lieb illustriert wurden. Beim Durchblättern dieser Augenweide blieb mir gar nichts anderes übrig als den Ärger runterzuschlucken und plötzlich die tollsten Geschmackskompositionen in meinem Mund zu schmecken. Seht selbst:





Hier könnt ihr noch ein bisschen weiterblättern!

Ich werde gleich gewärmt von Minztee und der Bettdecke eine kleine kulinarische Türkeireise antreten...

Mittwoch, 3. August 2011

GEMÜSE AM MITTWOCH

Die Wochenmitte bringt schon wieder Regenwolken mit. Dann kann das Gießen heute ausfallen und die kleinen Balkongemüse sind zufrieden. Ich auch, denn die Mini-Ernte schmeckt ganz vorzüglich.

Damit es euch auch vorzüglich schmeckt, gibt es heute eins meiner Lieblingsrezepte und diesmal auch ganz ohne Mangold oder Zucchini. Für mich gibts später trotzdem Mangoldquiche, die ich gerade eben vor dem Verbrennen gerettet habe  ;)





Ich weiß nicht mehr, wann ich das erste mal Tabouleh gegessen habe. Ich weiß nur, dass ich immer wieder hin und weg von dem durchgezogenen würzigen Petersiliengeschmack bin und vor allem im Sommer großen Appetit drauf habe! Neben den verschiedenen Schreibweisen gibt es viele unterschiedliche Rezepte dafür, ich mach meine Version immer ungefähr so:

Tabouleh (4-6 Personen)
2 Bund glatte Petersilie (nicht so ein Minibund mit 3 Stängeln sondern einen ordentlichen)
1 paar Stängel frische Minze
1 Zitrone
2 Frühlingszwiebeln
4 Tomaten
1 kleine Gurke
Olivenöl
Salz & Pfeffer
100 - 200 g feiner Bulgur

Die gewünschte Menge Bulgur in eine Schüssel geben und mit kaltem Wasser bedecken. Nach 10 Minuten ist der Bulgur gequollen, wenn nötig noch ein wenig Wasser nachgießen. Zur Seite stellen.
Petersilie waschen und gar nicht erst mit so einer nervigen Arbeit wie Blätter zupfen beginnen sondern eine gute Handvoll Stiele ordentlich verdrehen und dann feine Streifen davon abschneiden. Wenn nur noch Stiele kommen nicht weiter schneiden. Die Streifen evtl. noch ein wenig feiner hacken. Mit der Minze ebenso verfahren. Die Frühlingswiebeln in feine Ringe schneiden und sowohl die Tomaten als auch die Gurken in kleine Stückchen schneiden. Alles mit dem Bulgur in einer Schüssel vermischen. Die Zitrone auspressen. Nun den Salat mit Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken und im Idealfall eine Nacht durchziehen lassen.

Habt ihr schon mal Tabouleh gegessen?

Dienstag, 2. August 2011

FEIERABEND

Sommer: Schön, dass du wieder da bist, ich hab dich vermisst!