Sonntag, 30. Oktober 2011

DUNKLE MÖHREN

Guten Morgen. Nein nein, wieder im Alltag und am Rechner bin ich nicht. Dies ist ein Vorposter, auch um die tolle alphabetische sonntagssüße Reihenfolge F - L - M (Fräulein Text, Lingonsmak, mat & mi) nicht durcheinander zu bringen. Meine beiden lieben Mitstreiterinnen sammeln eure Kommentare heute bei mir ein, danke dafür!

Demnach ist das heutige Süß auch nicht frisch gebacken, sondern etwas älter. Aber so saftig und würzig, dass ich es mit euch teilen will. Karottenkuchen aus violetten Möhren und meiner letzten Ernteausbeute. Drei kleine Pastinaken durften ebenfalls in den Teig.

 
Karotten-Pastinaken-Kuchen
3 Eier
120 g Kristallzucker
100 g braunen Zucker
180 g Mehl
3 TL Backpulver
1 TL Zimt
1 TL Kardamom
etwas frischer geriebener Ingwer
1 Prise Salz
150 ml Sonnenblumenöl
250 g geriebene (dunkle) Karotten
3 kleine geriebene Pastinaken

Zucker und Eier schaumig und hell schlagen. Die trockenen Zutaten mischen und zu der Zuckermischung geben. Unterheben. Öl und geriebenes Gemüse und Ingwer zugeben. Den Teig in eine gefettete Springform geben und bei 150 Grad Ober- und Unterhitze ca. 55 Minuten backen, bis nichts mehr an einem Teststäbchen kleben bleibt.
Die Glasur besteht aus etwas Kokosfett, Puderzucker und Zitronensaft.

Ich bin wie immer gespannt, was ihr euch zum Süß schmecken lasst. das Board findet ihr wie immer hier.

Bis bald ihr Lieben, dann wieder in echt :)

Samstag, 15. Oktober 2011

HERZKLOPFEN

Adrenalin verbindet und festigt, es macht Herzklopfen. Wir fühlen uns lebendig, wenn wenn wir die Dinge anders tun als gewohnt und vor allem dann, wenn wir Dinge zum ersten Mal tun. Und genau das habe ich ab sofort für eine Weile vor. Ohne Trott, ohne Alltag, ohne zu viel Organisation.
Machen statt reden und ein großes Abenteuer.


Ich komme wieder, bald! Mit Bericht und einem gefüllten Herz.

Herzverbindung. Treffende Worte. Gemeinsamkeiten. Querschnitte. Genuss... Ihr seid die tollsten Leser, Verbündeten und Glücklichmacher sowie die besten sonntagssüßen Genießer. Es ist herrlich mit euch. Das Herz klopft, das tut gut, unheimlich gut.


Für euch noch ein nachahmenswertes Beispiel von Jens. Er reist 100 Tage mit seinem Hund Aiko durch Deutschland und genießt dabei vor allem die landschaftlichen und kulinarischen Schätze unserer Heimat. Ihr könnt mit ihm reisen und beim Anblick der wunderbaren Fotos und neugierig machenden Texte auch mal für eine Weile den Trott vergessen! Das sollte man viel öfter tun!

SAISONAL

Passend zum Herbst, der wieder anderes Gemüse und zahlreiche Obstsorten in die Kisten bringt, ein wunderschöner Zeitungsschatz:


Schön, wenn Zeitung immer so aussehen würde. Ein Artikel aus der Frankurter Allgemeinen Sonntagszeitung, mit wunderbaren Illustrationen. Die alten Gemüsezeichnungen findet ihr beim TASCHEN-Verlag als Loseblattsammlung mit 46 Farbdrucken. Einen passenden Kalender gibt es auch, und er passt wunderbar zu meinen anderen beiden Lieblingen.
Daher für euch ein Dreierlei kulinarischer und pflanzlicher Kalender, die auch als Weihnachtsgeschenk (ähem, man könnte diesmal ja rechtzeitig anfangen) ganz wunderbar geeignet sind:


   Literatur & Küche

   Saisonkalender 2012 - Postkartenkalender von Nadine (anmutig)

Freitag, 14. Oktober 2011

BILANZ

Die Ackersaison ist am letzten Sonntag vorbeigegangen. Die alten Pflanzen wurden entfernt und wieder der Natur übergeben, die letzte Ernte nach Hause getragen und der Herbstwind begrüßt. Ein guter symbolischer Abschluss. Diese Jahr war es anders als in 2010. Wir waren routinierter, erfahrener und effizienter. Klar wünscht man sich immer wieder ein eigenes Stückchen, das man ganz nach seinen Wünschen gestalten kann. Andererseits war es toll zu sehen, wie so unterschiedliche Personen letztendlich auf einem großen gemeinschafltichen Acker ihre Charakterzüge auch bei der Bestellung der persönlichen "Parzelle" einfließen ließen. "Wie der Besitzer, so der..."


Der Sommer war erst trocken, dann nass. Die Ernte war meinem Saisonkalender in der Küche stets voraus, viel Gesätes ging nicht auf und Salat hatte es auf dem freien Feld gar nicht so leicht. Schädlinge hatten wir nicht so viele wie im Vorjahr, diesmal mehr Mäuse, die die Knollen von unten und innen aufaßen und zwei angefressene Wirsingköpfe. Und sicher 60 Tomaten, sind wie im Vorjahr, wegen Braunfäule ungenießbar geworden.
Ich habe es 2011 auch geschafft, die Ernte aufzuschreiben und wir blicken zufrieden zurück auf:
3 Brokkoli, 1 Portion Buschbohnen, 54 dunkle Karotten, 3 Fenchel, 4 gelbe Bete, 18 gelbe Möhren, Unmengen an Kapuzinerkresse und Ringelblumen (wir haben Saamen für das nächste Jahr gesammelt), 27 Karotten, 119 Kartoffeln, 11 Kohlrabi, 4 Kopfsalate, 4 Kürbisse, 17 Landgurken, 2 rote Lauchzwiebeln, 19 Portionen Mangold, 14 rote Paprika, 59 Pastinaken, 3 Portionen Pflücksalat,
7 Porree, 12 Radieschen, 5 Portionen Rauke, 8 rote Bete, 2 Rotkohl, 30 Schalotten, 4 Weißkohl,
2 Wirsing, 37 Zucchini, 4 Portionen Zuckerschoten, 18 Zuckermais. Alles von 45 m² Ackerfläche!


Der Balkon ist auch schon für den Winter bereit. Hier hat der Gemüseanbau bis auf Mini-Pakchoi, kleine Gurken und Tomaten nicht ganz so gut geklappt. Die Kästen und Töpfe begrenzen die Pflanzen zu sehr. Dafür haben sich die Kräuter und die Blumen sehr wohlgefühlt. Mal sehen, wie das nächste Jahr aus balkonischischer Sicht wird. Aber Feldsalat, soll es noch 2011 unter der Schneedecke geben...


Ihr Lieben, ich hab mich so über die persönlichen und herzlichen Kommentare zu meinem "Zeigen" und dem Interview gefreut. Ihr tut gut, dankeschön :)

Mittwoch, 12. Oktober 2011

JULIE

Heute zeige ich mich mal. Denn schließlich weiß ich selbst, wie neugierig mich die Personen hinter den Blogs machen.


Und wer noch ein wenig mehr über mich erfahren möchte, klickt schnell zur bezaubernden Isa und ihrem geschmackvollen Blog lecker lezmi. Isa, es war mir ein Vergnügen und ich freue mich auf deine weiteren Gesprächspartner!

Sonntag, 9. Oktober 2011

APFEL-AHORN-SATSUMA

Neuer Sonntag, neues Süß. Die Erkältung kommt nicht richtig durch, vielleicht hab ich doch ein bisschen Glück. Danke für die Genesungswünsche die helfen auch. Vorsichtshalber ist mein Süß sehr apfelhaltig geworden, denn "an apple a day..."!
Mein Lieblingsapfel ist - nachdem ich mehrere Sorten durchprobiert habe - stets der würzige Cox Orange. Welche Apfelsorte mögt ihr am liebsten?

Donna Hays Ahorn-Apfelküchlein aus ihrem Jahreszeiten-Buch sind leicht abgwandelt gemeinsam mit wunderhübschen Satsumas aus dem Biomarkt in die Kastenform gewandert. Ergebnis: ein flotter saftiger zimtiger Herbstkuchen, der gute Laune und Lust auf Tee macht. Ja, Herbst, so langsam mag ich dich!


Apfel-Ahorn-Satsuma Kuchen
375 g Mehl
1,5 TL Backpulver
1 TL gemahlener Zimt
1/2 TL gemahlender Kardamom
250 g geschmolzene Butter
150 g brauner Zucker
100 ml Ahornsirup
6 geschälte und geraspelte Äpfel
Saft von einer Satsuma
4 Eier

Mehl, Backpulver und Gewürze mischen. Die Butter auf im Topf schmelzen, Backofen auf 160°C Umluft vorheizen. Eine Kuchenform fetten. (bei mir reichte die Teigmenge für eine große und eine kleine Kastenform). Die geschmolzene Butter mit den restlichen Zutaten zu der Mehlmischung geben und kurz durchmixen. In die Form(en) füllen und Rand lassen, da der Kuchen noch aufgeht. Ca. 40 Minuten backen und mit Stäbchenprobe überprüfen. Kuchen noch warm stürzen. Entweder mit Zimtzucker bestreuen oder mit einem Guss (bestehend aus Puderzucker, Satsuma-Saft und Zimt) begießen.
Der Kuchen ist insgesamt sehr feucht und klebrig und man denkt schnell, er sei nicht durch. Nicht irritieren lassen, die Äpfel sorgen für den Effekt!


Das neue Board füllt sich im Laufe des Abends, ich freu mich über jeden, der dabei ist und sammel euch auch beim Silberbesteck-Post ein

Samstag, 8. Oktober 2011

VORFREUDE

Ab heute herrscht bei mir in vielerlei Hinsicht Vorfreude auf die nächsten Wochen. Ein schönes Gefühl, bald ein wenig mehr dazu. Vor allem freue ich mich, morgen euer Süß einzusammeln und bin schon sehr gespannt, was ihr kredenzt.
Meine herbstlichen Zutaten liegen schon bereit und das Tafelsilber freut sich auf seinen Einsatz.


Ich wünsche euch einen wunderbaren restlichen Samstag, meiner wird erkältungsbedingt sehr sehr ruhig, obwohl anders geplant. Ein Konzertbesuch war gestern dennoch möglich und wirklich lohnenswert.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

SAUERKIRSCH & MINZE

Die Geschmackskette wächst. Sauerkirsch schmeckt nicht nur weihnachtlich hervorragend, sondern auch in Kombination mit frischem Grün. Besonders gut finde ich die Kombination mit Minze und Blubber. Ganz gleich ob Soda oder Cava die Beiden vereinen.


Das Foto ist vom sommerlichen Wochenende, an dem jede Erfrischung eine Wohltat war.
Ich winke dem Sommer, der sich bereits hinter die Berggipfel zurückgezogen- und sich mit Nebel zugedeckt hat, ein wenig wehmütig hinterher. Mit viel Saus hat sich der Herbst angekündigt. Passend dazu die frühe Dämmerung. Fotofreundlich ist das nicht. Vielleicht schaffe ich morgen noch ein Restebild von einer tiefroten Erntesuppe, denn der Acker gibt zum nahenden Saison-Abschluss noch mal alles!

Sonntag, 2. Oktober 2011

SPEKULATIUS & SAUERKIRSCH

Heute führe ich die Geschmackskette weiter. Die Mehrheit hatte sich für den Keks entschieden.  Als ich eines Morgens auf den Weg zur Arbeit über mögliche Geschmackspartner für den Spekulatius nachdachte, kamen mir plötzlich Sauerkirschen in den Sinn. An die kleinen roten Sauren denke ich eigentlich viel zu selten. Seit der nicht so ganz gelungenen Feigenmousse vom letzen SoSü, wurde bei mir die Luftbläschen-Experimentierphase eingeläutet. Heute bin ich mit roten Sauerkirschbäckchen dreimal stolz: Auf Mousse, auf ein stabiles Türmchen und auf ein Dessert, welches sich wegen des Spekulatiusgeschmacks perfekt für eine Weihnachtstafel anbietet, aber auch bei spätsommerlichen Temperaturen leicht angefroren ganz wunderbar schmeckt.


Für euch nun das Rezept, für einen sommerlichen Weihnachtsnachtisch:

Spekulatius-Sauerkirsch-Törtchen (für 4 Törtchen mit 7,5 cm Durchmesser)
Als erstes stellt man ein Sauerkirschpüree her. Hierfür benötigt man:
300 g gefrorene ungesüßte Sauerkirschen
45 g weißer Zucker
15 g brauner Zucker
1 ordentliche Prise Zimt
1 ordentliche Prise Kardamom
90 ml Wasser
Alle Zutaten in einem Topf aufkochen lassen, bis die Kirschen heiß und weich sind. Pürieren und abkühlen lassen.
4 Dessert- bzw. Servierringe innen mit Butter fetten und die gefettete Fläche mit Puderzucker bestreuen. Am besten die Ringe direkt einzeln auf die finalen Desserttellerchen stellen. Für den Spekulatiusboden vermischt man 160 g zerbröselte Spekulatiuskekse mit 2 EL kaltem Espresso und 4 EL Dulce de Leche oder Crème Caramel von Bonne Maman. Auf die vier Ringe verteilen und festdrücken.
Für die Sauerkirsch-Mousse schlägt man 2 Eiweiß mit 60 g Zucker steif. In einer anderen Schüssel schlägt man 160 g Sahne cremig, aber nicht fest. Anschließend legt man 3 Blatt Gelatine in kaltes Wasser ein und erhitzt 250 g von dem oben hergestellten Sauerkirschpüree. Darin löst man die ausgedrückte Gelatine auf, zieht 1/3 des Eischnees unter die Masse und hebt zum Schluss den restlichen Eischnee, eine Prise Kardamom sowie die Sahne unter. Die flüssige Mousse auf die Ringe verteilen und die Törtchen min. 4 Stunden in den Kühlschrank stellen. 15 Minuten vor dem Servieren kurz im Tiefkühlfach anfrieren lassen und dann sehr behutsam den Servierring nach oben ziehen. Mit Sauerkirschpüree verzieren und nach Belieben noch etwas anfrieren oder direkt servieren.

Lasst es euch schmecken! Ich freue mich schon auf das neue Board und eure Zuckerwerke. Und für alle, die noch mehr über die Initiative Sonntagssüß erfahren möchten, serviert der DaWanda-Blog seit ein paar Tagen ein feines Interview mit uns drei Initiatorinnen :)

Genießt das lange Wochenende, es ist wirklich herrlich und erholsam, oder?