Sonntag, 27. November 2011

RAUTE

Erster Advent. Da bist du schon wieder. Ich hab ein Licht für dich angemacht und dir einen Willkommenskeks gebacken. Gut ist der. Zitronig und nicht zimtig. Nimm ruhig Platz und greif zu. Geholfen haben mir die "beschwingten" Texte und Rezepte der 50er und 60er-Jahre:



Mehr zu diesem Buch erfahrt ihr bald. Es ist so hübsch, dass es einen eigenen Post bekommen soll. Mein Versuch für diesen Advent: nur "traditionelle" Plätzchen backen und stets eine kleine persönliche Geschmackstüftelei unterzumischen. Der erste Versuch ist durchaus geglückt. Aus Zitronenbrötle bzw. Pariser Stangerl wurden Zitronen-Ingwer-Rauten. Mit zitronig knuspriger Hülle und weichem Mandelkern. Rezept kommt ins Repertoire.



Zitronen-Ingwer-Rauten
(Teigmenge reicht für 1,5 rechteckige Backoblaten mit den Maßen 122 mm x 202 mm)
1 Eiweiß
1 Prise Salz
160 g feiner Zucker
175 g geriebene Mandeln mit Schale
abgeriebene Schale von einer Biozitrone
Saft von einer halben Biozitrone
1cm frischer Ingwer (gerieben)
rechteckige Oblaten

Das Eiweiß schlägt man mit dem Salz steif. Dann darf der Zucker hinzurieseln und der Schnee wird auf niedrigster Stufe etwa drei Minuten weitergemischt. Zitronensaft, Zitronenschale und Ingwer werden dann hinzugegeben und nach einer weiteren niedrigen Mixerminute rührt man die restlichen Mandeln unter. Auf einem Backblech mit Backpapier werden die Oblaten mit etwas Abstand nebeneinander gelegt und der Mandelteig etwas 1cm dick mit den Fingern darauf verteilt und eben festgedrückt. Wenn die zweite Oblate nicht ganz bedeckt ist, einfach das überschüssige Weiß abschneiden. Das Blech darf nun 1-2 Stunden ruhen und dann kommt es bei 160 °C Umluft etwa 15 Minuten in den Ofen. In der Zwischenzeit rührt man nach Belieben eine dickflüssige Zitronenglasur aus Zitronensaft, Puderzucker und ein wenig geriebenem Ingwer zusammen. Sobald eine ganz leichte Braunfärbung bei den Mandelplatten im Ofen zu sehen ist, sollte das Blech aus dem Ofen, sonst werden die Rauten später zu hart. Ein mit heißem Wasser befeuchtetes Messer hilft dabei, die warmen Platten in 2-3 cm breite Streifen zu schneiden. Diese werden mit der Glasur bestrichen. Dann kommt das Blech in den abgeschalteten aber noch warmen Ofen und der Guss darf antrocknen. Zum Schluss werden die Streifen in Rautenform unterteilt und wer mag garniert die Puzzleteile noch mit frisch geriebener Zitronenschale.
Welche Plätzchen oder anderen Köstlichkeiten habt ihr dem ersten Advent serviert? Nina macht die Tafel draus.

Ich wünsche euch einen ganz wunderbaren Adventsanfang*

Freitag, 25. November 2011

ARTIG & FEIN

Heute ist ein guter Tag. Es riecht nach Wochenende, Schneeregen und nach einem gemütlichen Abend mit Plätzchenheften uuuuuuuund natürlich dem ganz bezaubernden heute veröffentlichten
Emag "artig & fein" von sodapop und birdyblue!

Ich muss immer wieder durchblättern und bin sehr begeistert und auch ein bisschen stolz, dass ich einen Beitrag dazu leisten durfte. Ein riesen Spaß, danke ihr Zwei. Auch für das tolle Layout!

Ein kleiner Teaser:


Viel Freude beim Staunen und Genießen:


Open publication


Wir sehen uns zum Süß an Ninas gedeckter Tafel!

Mittwoch, 23. November 2011

KNISTERN

Es liegt ein Knistern in der Luft. Es ist vorweihnachtlich und lässt vor lauter Vorfreude kurz den Atem stocken und die Backen glühen. So mein Eindruck von der süßen Sonntagstafel, bei der wir viele neue Teilnehmer begrüßen dürfen, verbackene Erinnerungen kosten und die Ruhe vor dem Plätzchensturm erleben. Hehe, der erste Advent wird spannend :)


Das Knistern steckt an. Nur das klebrige Herstellen der Zimtsterne frustriert mich wie jedes Jahr, obwohl ich sie so gerne verkoste. Verratet ihr mir eure Kniffe, damit Glasur und Keks heile und am besten gleichmäßig auf dem Backblech landen?

Sonntag, 20. November 2011

DULCE

Ich freue mich, heute wieder mit euch das Sonntagssüß hochleben zu lassen. Da ich an diesem Sonntag ausnahmsweise arbeiten muss, steigt dann die Vorfreude umso mehr auf all die feinen Dinge und Genussgedanken, die ihr mit mir und den Anderen teilt. Seht es mir nach, wenn das Board erst am Abend und im Laufe des für mich glücklicherweise freien Montags bunt und klebrig wird.
Apropos klebrig: zum Feierabend wartet auf mich dann ein herrliches Stück Klitsche-Brownie, mit weißen Schokostückchen und einer Ziegenkäse- und Dulce de Leche-Decke :) Eine ganz umwerfende Geschmackskombination (die Kette geht auch bald weiter)! Die Ziegenkäseinspiration habe ich vom Fräulein und die Lust auf karamellige Dulce (bald steht der erste Selbermachversuch an) durch meine Lieblingsstemplerin Katrin. Wir Drei können euch nicht oft genug sagen, wie sehr uns eure Beiträge, eure ins Herz treffenden Worte und eure kulinarischen Sonntagsfeste überwältigen ♥


Und es gibt noch ein Herz für den R., da er dafür gesorgt hat, dass es ein Foto von dem Brownie gibt. Den hellen Tagesabschnitt habe ich auch am Samstag arbeitend verbracht...

Zu guter Letzt hoffe ich auf die ersten Plätzcheninspirationen von euch. Habe für dieses Jahr noch keine Rezepte ausgewählt. Wer ein Knallerrezept hat und es gerne teilen möchte, darf mir gerne eine Mail senden :) Auch auf Reisen haben die Empfehlungen von Anderen oft die tollsten Ergebnisse gebracht!

Macht das Beste aus dem Sonntag, ja?

Mittwoch, 16. November 2011

ANKOMMEN

Ich bin ein bisschen wie in Watte gepackt. Der Arbeitsalltag ist wieder da und mit ihm auch der Ansatz von Gewohnheiten, die man auf Reisen hinterfragt. Ein paar Vorsätze und Ideen kamen mit ins Rückgepäck und sind willkommene Abwechslung. Ein paar Dinge sind notiert, damit es wieder Klick macht, wenn der Faden reißt. Zufrieden sein ist Einstellungssache. An der Geschichte mit dem Schmied ist viel Wahres dran. Mutig sein eine Herzenssache und das geht auch oft mit kleinen Schritten. Die Brust gibt die Richtung an, wie beim Tango. Man spürt was richtig ist und vertraut der Richtung.

Ein wenig ordnen muss ich mich noch. Weihnachten statt Sandalen und Müsli statt Medialunas. Ankommen dauert manchmal ein wenig, ich mach das Beste draus!

Die Argentinier holen auch manchmal das Beste aus den Supermarktregalen. Ich hatte noch nie so viel Augenflimmern und war gleichzeitig so fasziniert von der Ordnung, wie in einem Carrefour in Rio Gallegos.

 
Wir hatten zu wenig Zeit. Sonst hätte es sicher Spaß gemacht, eine blaue Erbsendose bei den grünen einzusortieren... für den Trott ist jeder selbst verantwortlich. Warum muss man immer erst wegfahren, um sich daran zu erinnern?

Sonntag, 13. November 2011

ARGENTINA

Da bin ich wieder. Noch nicht ganz im deutschen Rhythmus und Herbst angekommen und einem Gepäck voller Eindrücke, Genüsse und erster Male. Es war herrlich. Ein paar Herrlichkeiten werde ich in nächster Zeit portionsweise mit euch teilen.

Argentinien kann man auch ruhig "Dulce de Leche-Land" taufen. Die gibt es nämlich fast zu jeder Mahlzeit. Wahre Leckermäuler leben dort und die Bäckereiauslagen biegen sich durch verlockende kleine Törtchen, Teilchen, Brote und Knabbereien. Somit war für mich dort jeder Tag ein sonntagssüßer. Es war ganz wunderbar, sich im patagonischen Frühling von Ort zu Ort zu bewegen, viel Draußen zu sein und sich eigentlich nur mit grundsätzlichen Fragen wie was essen wir? wo schlafen wir? was machen wir? zu beschäftigen. Reiseluxus!

Ich werde erst mal weiter richtig ankommen und auch ganz viele sonntagssüße Leckereien der letzten Runde nachholen. Ich habe tatsächlich beim Pastinakenkuchen vom 30.10. das Mehl in der Zutatenliste vergessen. Danke für den Hinweis, wird gleich ergänzt! Und ich werde viele Posts lesen, auch wenn mich Bloglovin' leider etwas im Stich gelassen hat und die Beiträge der letzten Wochen nicht als ungelesen markiert hat...


Mein Süßbeitrag ist die Erinnerung an eines der herrlichen Törtchen, die eine Panaderia in Bariloche verkauft hat.
Lasst euch euren Sonntag schmecken!

Und liebe anonyme Jette: Das Sonntagssüß ist eine freiwillige Initiative ohne Zwang. Und schon gar nicht mit wöchentlicher Teilnahmepflicht. Weder für uns Drei noch für die Teilnehmer. Ganz gleich ob morgens, mittags oder abends. Wenn um 14 Uhr noch nichts gepostet wurde, sollte das keinen Grund für Gram sein, sondern zeigen, dass wir gerade genau das Richtige tun. Und zwar nicht vorm Rechner sitzen, sondern den Sonntag bestmöglich verbringen und zelebrieren. Dies sollte keinen daran hindern, auch ohne einen Post von uns den Ofen anzuschmeißen. Bist du dabei?