Dienstag, 31. Januar 2012

JANUAR

Januar. Der Start war aufgeräumt mit Schleifchenverzierung. Draußen grau, später stürmisch. Die meisten Gedanken gut, die Eindrücke prächtig und das Zusammensein mit neuen und alten Freunden immer wieder schön. An vielen verschiedenen Tischen habe ich gesessen. Gelacht, geredet, geprostet, gespeist. Hamburg hab ich besucht, Braunschweig, Darmstadt, Frankfurt, Köln bereist.


Teegenuss habe ich wiederentdeckt. Und Orangenmarmelade mit Zesten für die Salatsauce. Blätterteigtörtchen sind neu im Repertoire und türkische Fladen, mit Hilfe eines weiteren neuen Küchenlieblings gerollt. Tonkabohnen wurden mir geschenkt. Beim Sonntagssüß haben wir die 100 geknackt, wow!
Gewünscht hab ich mir mehr Tageslicht. Mehr Fotos, mehr Draußen sein. Der eine Zahn unten links verschiebt sich. Sowas. Für das Farbschema viel Blau mit den Augen eingesammelt. Dunkelblau. Januardunkelblau. Mit ein bisschen Tafelkreide.
Zwei Herzensmädchen habe ich verabschiedet und beste Wünsche für den Start ins Gedankengepäck verstaut. Melbourne und Vancouver. Ich komm nach euch schauen!

Gelesen hab ich viel. Gedrucktes auf Papier und am Bildschirm. Mögt ihr auch?

Neu im Blogreader:

Neu im Bücherregal der gelesenen Bücher:

Januar. Das Ende zwickt ein wenig. Im Bauch und in Gedanken. Was mache ich hier eigentlich? Aber der Himmel ist klar. Eisekalt ist es und die Sonne scheint. So mag ich das. Und im Kopf mal wieder Kashmir... and all your monsters fear is the change...

Februar, was wirst du mir alles bei unserem ersten Winterschlafhöhlenpicknick kredenzen?

Sonntag, 29. Januar 2012

PLANÄNDERUNG

Guten Morgen. Ich hoffe ihr seid gesund und munter! Mittlerweile bin ich das auch wieder einigermaßen und mein Menüplan der letzten Tage (Salzstangen, Banane, Brühe, Tee) kann langsam wieder etwas Abwechslung vertragen. Hundsgemein so ein Infekt, der auf den Magen schlägt. Vor allem dann, wenn man sich seit Wochen auf einen anstehenden Patisseriekurs freut und diesen mit sehr schwerem Herzen absagen muss. Aber am kommenden Freitag steht Teil zwei an und ich hoffe, dass bis dahin nix dazwischen kommt.

Gerade wenn man bestimmte Sachen nicht essen kann/darf/soll, bekommt man riesen Lust drauf. Käsebrot, Tomates Crevettes, Linseneintopf. Und Lust auf Grießbrei mit Frucht. Den verschreib ich mir jetzt selbst. Wie nach einer Fastenkur (so stelle ich mir das zumindest vor) bin ich ganz bedacht, den Magen nur mit guten Dingen zu füllen und vieles schmeckt plötzlich so herrlich. Die erste Salzstange war wirklich ein Gedicht ;)


Grießbrei (ohne Ei) mit roten Früchten
(für 3 kleine Schälchen)

Den Boden eines kleinen Topfes mit tiefgekühlten roten Früchten nach Wahl bedecken. Den Saft einer halben Orange hinzugeben und einen TL Honig drüberträufeln. Erhitzen und ein wenig eindicken. Die Früchte auf die drei Schälchen verteilen.
500 ml Milch mit 1-2 TL Vanillezucker und einem halben TL Zimt aufkochen lassen. 125 ml Weichweizengrieß einrühren, kurz aufkochen lassen, ein paar Minuten quellen lassen und ebenfalls in die Schälchen geben.


Und was steht heute auf eurem süßen Menüplan? Ich freu mich drauf und zeige euch die ganze Pracht auf dem neuen Board!

Mittwoch, 25. Januar 2012

REIBE

Zitrus zieht sich weiter als aufhellender Faden durch die Woche. Nicht nur bei mir, auch beim Fräulein. Seit Weihnachten wird von fast jeder Zitrusfrucht auch die Schale verwendet, denn ich habe ein kleines neues Zauberwerkzeug. Eine Reibe, die es aufgrund ihrer geätzten Klingen schafft, das Weiße der Frucht heile zu lassen und nicht mitzureiben. Das macht Spaß und schmeckt auch feiner. Hersteller solcher Reibern gibt es einige, meine ist von hier.


Habt ihr ein Zauberwerkzeug für die Küche?

Sonntag, 22. Januar 2012

ZITRUS-TROPFEN

Sehr gut. Gemeinsam trotzen wir dem Wetter. Ihr seid toll! Heute ist mir der Sturm auch egal. Der erste Flohmarkt lockte aus den Federn, warm eingepackt wurde ein schöner Melitta-Fund nach Hause getragen. Vorher noch ein Auswärtsfrühtsück und am Nachmittag liebenswerter Besuch. Auf den Tisch kam ein fluffiger Biskuitkuchen, getränkt vom Saft strahlender Zitrusfrüchte mit einer Spur Safran. Obenauf knackten die Mandelhobel. Nach dem Knödeldesaster des vergangenen Sonntags ein wahres Erfolgserlebnis!




Getränkter Zitrusbiskuitkuchen
(für eine Springform mit dem Durchmesser 26 cm)
4 Eigelb
170 g Zucker
Geriebene Schale einer Biozitrone
45 g Speisestärke
105 g Mehl
1/2 TL Backpulver
4 Eiweiß
85 g Butter + Butter zum Fetten der Form
Eine Handvoll gehobelte Mandeln
5 gepresste Orangen
1 gepresste Limette
1 EL Zucker
1 TL Orangenlikör
4 Safranfäden

Die Springform fetten und den Boden mit den gehobelten Mandeln bestreuen. Die Form in den Kühlschrank stellen.
Butter in einen Topf geben, schmelzen und bei mittlerer Hitze bräunen, bis ein nussiger Duft zu vernehmen ist. Butter in ein Schüsselchen umfüllen und zur Seite stellen.
Das Eigelb mit dem Zucker auf niedriger Stufe etwa 8 Minuten cremig schlagen.
Backofen auf 150 °C Umluft vorheizen.
In einer anderen Schüssel das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Den Eischnee auf die Eigelbmasse geben und das Mehl gemeinsam mit der Stärke und dem Backpulver darüber sieben. Zitronenschale hinzufügen und alles behutsam unterheben. Dann die Butter vorsichtig unterrühren. Nur so lange mischen wie nötig, damit der Biskuitteig nicht zerfällt. Teig in die Backform geben, glatt streichen und ca. 25 Minuten backen. Etwa 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, stürzen und auf einem Gitter komplett auskühlen lassen.
Den erkalteten Kuchen mit einem Stäbchen mehrfach an der Oberfläche einstechen. Zitrussaft mit dem Zucker, dem Likör und dem Safran etwas einkochen lassen, durch ein Sieb abseihen und noch warm löffelweise über den Kuchen geben, bis er leicht getränkt ist. Wer mag pudert ihn noch ein wenig mit Staubzucker. Lauwarm oder kalt servieren.


Was ihr serviert habt, sammelt Katrin bereits eifrig auf dem neuen Board!

Samstag, 21. Januar 2012

STURMTIEF

Der Sturm macht Kopfweh. Und träge. Ich fühle mich wie ein ausgewrungener Lappen. Kann das mal aufhören? Kann das Tageslicht nicht auch ein wenig gnädiger sein? Das viele gute Abendessen bleibt viel zu oft unfotografiert. Aber es tut gut. Mein aktuelles Lebenselixier: frischer Schnittlauch. Auf Butterbrezel, in Möhrensuppe und zu Salzkartoffeln. Mmmmh.

Und noch ein Fröhlichmacher hat ein seliges Mmmmmh verdient. Die Zitronen-Mohn Pancakes von Susanne. Perfekt für Zwei, die dem Samstagsblues trotzen und nach dem Verspeisen mit Stockschirm einsam durch den Park flanieren, um gute Gespräche zu führen.

 

Und wie trotzt ihr dem innerlichen und äußerlichen Sturmtief? Falls ihr süße Lösungsvorschläge habt, freut sich Katrin morgen auf euren Beitrag für ein neues Glücklichmacher-Board.

Sonntag, 15. Januar 2012

KNÖDEL

Aufwachen und in den blauen Himmel schauen, wie wunderbar! Auch gut: um 17:00 Uhr auf die Uhr blicken und merken, dass es nicht wie sonst ganz dunkel ist. Am Freitag abend unterwegs und sozial sein: toll (nichtwahr Frau Fijn?!). Am Samstag in einer sympathischen Runde am festlich gedeckten Tisch gute Gespräche führen und Anlässe haben, mehrfach das Glas zu heben: wertvoll.

Germknödel zum Sonntagssüß: Reinfall. Heute hatte ich kein Knödelglück, mein erster Versuch kann zwar fürs Foto noch einigermaßen glänzen, jedoch war das Innenleben nicht so durch wie gewünscht und sie klebten alle im Dämpfeinsatz aneinander. Doof. Vor allem wenn man lange dafür in der Küche werkelt, Pflaumenmusfinger und so großen Appetit auf die Knödel und den Nussbuttermohn hat. Aber die Vanillesoße war gut. Und eine liebe Mama, die das Wutwasser aus den Augenwinkeln wegdrückt und einen zum Spazieren gehen entführt. Dann gab es noch ein Troststück gefüllten Bienenstich, der den Tellerdurchmesser sprengte. Und nach Hause kommen, in eine aufgeräumte gut duftende Küche, versöhnt dann wieder. Denn der Mann versucht heute auch sein Knödelglück mit Speckknödelsuppe. Ich hoffe sehr, dass es gelingt ,)


Welche Werke euch heute zum Lächeln oder Verzeifeln gebracht haben, dokumentiert die liebe Amelie äh Nina :)

Mittwoch, 11. Januar 2012

HAMBURG

Ich schwelge immer noch in kleinen feinen Erinnerungen an das vergangene Wochenende, welches für mich und R. mit einer sehr frühen Zugfahrt nach Hamburg begann. Die Alu-Geburtstagsschleife, die von Klein auf für mich zum Geburtstag dazugehört, hat der gute Mann samt Tesa im Gepäck gehabt und dafür gesorgt, dass mein Sitzplatz angemessen dekoriert ist. Neben ordentlich geschmierten Broten fand er auch immer noch kleine Päckchen im Proviantbeutel, so z.B. auch diese entzückenden Herrschaften:



Hamburg begrüßte uns mit Sonnenschein und fast jeder, der mit uns in Gespräch kam, zeigte sich hocherfreut über diesen hübschen und vor allem trockenen Freitag.



Wir verbrachten die Tage mit Schlemmen, Schlendern, Schwelgen. Am liebsten in Gesellschaft von ins Herz geschlossene Menschen, die sich auch als wunderbare Reiseführer entpuppten. Am Samstag ließen wir uns von der bezaubernden Susanne durch Altona/Ottensen führen. Erstes Blind-Date auf dem Markt in der Fabrik. Fein war das, ganz ganz fein!




Lieblingsorte, neue und bereits bekannte. Hach ja, warum kann nicht jede Stadt ein kleines bisschen wie Hamburg sein? 



Mutterland - Klippkroog - Knuth - Juli - Tide - Saliba - 3001 Kino

Dienstag, 10. Januar 2012

DANKE

Ihr seid toll! Danke für die vielen Glückwünsche und die reich gedeckte Geburtstagstafel! (Falls nicht alle Süß-Fotos zu sehen sind, muss die Gesamtübersicht herhalten, Pinterest mag in letzter Zeit nicht so...)


Sonntag, 8. Januar 2012

HERZKLOPFORT

Ihr Süßen, da ich mein Geburtstagswochenende auswärts verbringe, hab ich für heute zwar kein frisches Süß, aber dafür einen herrlichen Ort, den ich - wenn er nicht so weit weg wäre - nur zu gerne mehrmals die Woche aufsuchen würde. Dort würde ich dann ausgiebig einmal die komplette Keksauslage durchprobieren. Immer wieder!

Auf unserer Argentinienreise verliebten wir uns in das kleine seit 1985 bestehende gelb blühende patagonische Bergsteigerdörfchen El Chaltén. Am letzten Abend bekamen wir einen kleinen hübsch gestalteten Flyer in die Hand, der auf ein kleines Cookie-Café hinwies. Am nächsten fuhren wir auf der Rückreise vorbei und bereits die beklebten Fenster verrieten mir, dass dies ein feiner Ort sein wird. Der Inhaber Mauricio war gerade dabei aufzuschließen und bat uns hinein. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte. So viele Details, so viele liebevoll arrangierte Eckchen. Vieles aus recycelten Milchkartons gebastelt, herrlicher Kaffee und eine ganz wunderbar schmeckende Keksauswahl. Während wir genossen und staunten, setzte er seine Bäckersmütze auf, rollte und stach seelenruhig neue Kekse aus. Als ich fragte, ob ich ein wenig fotografieren darf, kamen wir ins Gespräch. Er sei eigentlich aus dem Norden Argentiniens und betreibt nur in den Sommermonaten das Café. Seine Schwester hat das Corporate Design erstellt und sie versuchen so viel wie möglich wiederzuverwenden. Im Winter ist er in der Heimat oder reist mit seiner Freundin, einer Trapezkünstlerin, durch die Welt.


Ich konnte mich nur sehr schwer von dem Ort losreißen und mir ging lange durch den Kopf, dass er ein sehr gutes Beispiel dafür war, dass man Träume umsetzen sollte. Mauricio strahlte etwas aus, was man wohl als Zufriedenheit bezeichnen darf. Und sein Beispiel zeigt auch, dass sogar quasi am Ende der Welt solche kleinen Herzerwärmerorte zu finden sind. Beruhigend!

cookies & coffee
mac leod 71
el chaltén
argentina


Ich freue mich auf eure Süßgeschichten. Heute Abend komme ich zurück, dann wird fleißigst gepinnt :)

Donnerstag, 5. Januar 2012

ANSICHT

Heute gehe ich zum letzten Mal mit der "27" schlafen. Zwei Jahreswechsel nah beieinander. Ist ok, auch wenn ich die neue Zahl wegen ihrer Glattheit nicht ganz so gerne mag. Was sie im kleinen Rucksack dabei hat wird hoffentlich toll. Und hilfreich. Und überraschend.

Ich will mir das Feingefühl für das Kleine und das Kleinsein bewahren und dabei Dinge öfter mit Schleifchen betrachten. Das macht manchmal einiges angenehmer. Und hübscher. Und dann muss man lächeln. Und das hält jung :)



Am Sonntag decke ich die Tafel ein und freu mich auf ein stürmisches Süß :)

Mittwoch, 4. Januar 2012

DREHUNG

Die freien Tage zum Jahresanfang sind angenehm ruhig. Perfekt für Kram. Termine machen, Unterlagen abheften, Kofferraum ausräumen, Fotos auf dem Rechner sortieren und Badematten waschen. Lauter Kram, der schon Ende 2011 liegen blieb und nun im Notizbuch abgehakt werden darf. In dem Zuge wurde auch endlich mal erledigt, dass dieser Blog unter anderem neben der bestehenden Blogspot-Adresse auch über die URL www.matundmi.de aufrufbar ist und Botschaften gerne an hallo@matundmi.de gesendet werden dürfen :)

Mein Blog bleibt auch 2012 - und im angebrochenen dritten Jahr - hauptsächlich kulinarisch und offen für schön aussehendes, gut schmeckendes, herrlich riechendes sowie sich ganz und gar wunderbar anfühlendes. Die Farbkombinationen tauchen auch weiter auf und die Geschmackskette wird immer mal wieder aufblitzen. Am Ende eines jeden Monats wird kurz inne gehalten und rückgeblickt. Ansonsten keine starren Rubriken oder Vorsätze, sondern das, was mir den Weg säumt und das Herz zum klopfen bringt.

Und ich will versuchen, 2012 auch ab und zu mal die Kamera hochkant zu drehen ;)