Sonntag, 26. Februar 2012

JUBILÄUM

Das Sonntagssüß wird eins. Wow, es wird langsam groß. Ihr macht es groß und zu etwas ganz Besonderem. Es ist ganz wunderbar, wie der sonntagssüße Gedanke seine Kreise zieht. Danke, dass ihr eure feinen Sonntagsmomente mit uns teilt. Danke für jeden ehrlichen Marmorkuchen und jede süße Tüftelei. Danke, dass ihr keinen Wettbewerb draus macht. Danke, dass ihr versteht, dass wir zwar jedes Süß pinnen, aber bei über 100 Teilnehmern nicht mehr alle kommentieren können, wir würden sonst selbst den sonntagssüßen Genießermoment verwehren.

Das Sonntagssüß hat mich zum backen gebracht. Und zum mutig sein. Wisst ihr noch, wie ihr gemeinsam mit mir die Luft bei der Biskuitrolle angehalten habt? Gestern Abend ging es schon besser, auch wenn der Biskuit nicht wie erwartet am Backpapier festklebte, sondern beschwingt auf die Arbeitplatte rutschte, leider neben das extra bereit gelegte gezuckerte Handtuch. Aber es ging gerade noch mal gut und die Brombeercrème wurde tatsächlich fest. Somit durfte die Rolle über Nacht in Crème baden und für die Kuchenplatte noch ein paar Sahneklekse mit Brombeertupfen überziehen.


Ich bin sehr gespannt, was heute bei Nina auf die Geburtstagstafel wandert!

Wir haben auch etwas für euch vorbereitet. Wer mag, kann sich, seine Sonntagssüß-Posts oder seinen Blog mit einem der drei neuen Sonntagssüß-Embleme schmücken und gleichzeitig verraten, ob er ein Crèmekoster, ein Kekskrümler oder gar ein Kuchenpicker ist?



 


Auf ein weiteres Jahr!

Sonntag, 19. Februar 2012

TÜFTELEI

Vor ein paar Tagen machte mir die Zuckerschnute Jeanny große Lust auf kalte Schnauze. So hieß sie bei uns früher. Dass sie noch ganz schön viele andere Namen hat, weiß ich auch erst seit ein paar Tagen. Die ungebackene geschichtete Pracht hört laut Wikipedia auch auf die Bezeichnungen: Kalter Hund, Lukullus, Kalte Pracht, Kekstorte, Kalte Torte, Schwarzer Peter, Kalter Igel, Wandsbeker Speck oder Kellerkuchen.

Für das heutige Süß Butterkekse mit Schoko zu schichten, war mir aber ein wenig zu öde. Das verlangte nach einer Tüftelei und im Nu hatte mein Geschmackssinn die passenden Zutaten ersonnen: Zartbitter-Ganache, Dulce de Leche, Crème Fraîche, Oreos... Die Deluxe-Variante, quasi die Freischnauze, geht auch ganz fix: Samstagabend zusammengerührt, nach Lust und Laune schichten, im Kühlschrank übernachten lassen, Sonntag schlemmen.

Meist bringt eine erste Tüftelei noch nicht das absolut perfekte Ergebnis. So auch in diesem Fall. Die Dulce-de-Leche-Crème ist nicht fest genug geworden und der kalte Kuchen lässt sich daher nur sehr schwierig in ansehnliche Scheiben schneiden. Aber auch die Bruchstücke schmecken ganz ganz wunderbar. Wer also weitertüfteln mag, ist herzlich eingeladen:


Julies Kalte Schnauze - Version 1
(reicht für eine kleine Springform - 19 x 9 cm)

300 g Dulce de Leche
1,5 EL Crème Fraîche
3 EL weiches Kokosfett
200 g Zartbitterschokolade (85%)
300 g Sahne
1 Packung Oreos (16 Stück)

Die Form leicht fetten und mit Backpapier auslegen. Dieses auch wieder leicht fetten. Wer mag, bestäubt das Innere der Form mit Kakaopulver.
Dulce de Leche mit Crème Fraîche und dem weichen Fett zu einer glatten Masse mixen, kalt stellen. Die Sahne aufkochen und über die in Stücke gebrochene Schokolade geben, durchrühren, bis die Schokolade vollständig geschmolzen- und alles gut vermischt ist. Mit einem Teil der Ganache den Boden der Form bedecken. Den Boden und den Rand der Form mit Keksen auslegen und wieder eine Schicht Ganache darüber gießen. Dann folgt eine Schicht Dulce. Ungeduldige (so wie ich), spachteln sie direkt über die noch recht flüssige Ganache und laufen Gefahr, dass keine glatten und klar voneinander getrennten Schichten entstehen. Wer kein Risiko eingehen will, lässt die Ganacheschicht im Kühlschrank deutlich fester werden und arbeitet erst dann weiter. Auf die Dulce-Schicht kommen wieder Kekse, eine erneute Ganache-Schicht und eine abschließende Keksreihe. Über Nacht kühl stellen.


Was ihr heut Feines getüftelt habt, sammel ich hier gerne ein und mache ein neues Board daraus. Und nicht vergessen: nächsten Sonntag feiern wir den ersten Geburtstag der Initiative Sonntagssüß. Wir freuen jetzt schon auf eure Glückwunschbackkünste zu diesem Freudentag. Ohne euch geht es nämlich gar nicht. Denn ihr macht die Initiative so wertvoll und so sonntagsfestlich!

Freitag, 17. Februar 2012

VANILLE

Später Feierabend erlaubt spätes Frühstück. Mit Milchschaumkrone und Staubzuckerbart. Der Berliner mit Vanille gefüllt, überreicht von einer Bäckersfrau im Bienchenkostüm. Im Hintergrund zog lauthals die Karawane durch die Boxen. Schnell wieder raus. Weg vom Trubel. Nur am Samstagabend darfs ein bisschen verkleidet sein, es lockt eine vielversprechende Einladung.



Das Wochenende winkt, ich freu mich auf euch am Sonntag, denn wir sammeln hier bei mir das letzte Süß im ersten Lebensjahr. Am 26.02. wird unser Einjähriges zelebriert, wir freuen uns auf Glückwünsche in Kuchen- und Tortenform :)

Sonntag, 12. Februar 2012

ZIMT & KAMELIDEN

Heute war ein feiner Sonntag. Der warme zimtige Hefekranz und ein Glas Milch stärkten morgens für ein beeindruckendes Erlebnis. R. und ich besuchten dick eingepackt eine Kamelidenfarm, erfuhren von den sympathischen Besitzern vieles über Trampeltiere, Dromedare, Lamas und Alpacas, kamen ihnen ganz nah (ich sag nur schnaubende Eskimoküsse mit einem Lama) und durften dann zu zweit das Lama Segundo durch den weißen sonnigen Wald führen. Vor uns liefen weitere mit Picknick bepackte Lamas und unsere kleine Trekkingkolonne wurde von zwei imposanten Trampeltieren angeführt, die manch einen kreuzenden Wanderer zum Augen reiben brachten. Das Lama hätten wir am liebsten mit nach Hause genommen. So bleibt uns erst mal nur der Rest vom Hefering, der uns bei jedem Bissen kleine Gedankensprünge zu den weichen, in sich ruhenden, bedächtigen und anmutigen Kameliden machen lässt.


Zimtiger Hefekranz
(reicht für zwei Kränze)

5 grüne Kardamomkapseln
1/2 Stange Ceylonzimt
260 ml Milch
1 Würfel frische Hefe
100 g Zucker
eine Prise Salz
150 g weiche Butter + 80 g weiche Butter für die Füllung
1 Ei + 1 Ei zum Bestreichen
700 g Weizenmehl (550er)
5 EL Zucker + 1,5 EL Zimt + 1 Prise Kardamom für die Füllung
1 EL Schwarzkümmelsamen

Die Kardamomkapseln mit einem scharfen Messer einritzen und die Samen in einen Topf geben. Die halbe Zimtstange hinzugeben und die Milch aufgießen. Aufkochen lassen und etwa 10 Minuten bei sehr niedriger Temperatur ziehen lassen.
In der Zwischenzeit die Hefe zerbröseln und mit dem Zucker, dem Salz, der Butter und dem Ei in eine Schüssel geben. Die lauwarme Gewürzmilch durch ein Sieb in die Schüssel gießen, alles gut vermischen. Nach und nach das Mehl mit den Händen unterkneten bis ein geschmeidiger glatter Teig entsteht. Eine Stunde mit etwas Mehl bestäubt und abgedeckt ruhen lassen.
Anschließend den Teig halbieren und jeweils gut durchkneten. Eine Hälfte oval ausrollen, mit der halben weichen Butter für die Füllung bestreichen und mit der Hälfte der Zimtzuckermischung bestreuen. Nun den Teig wie bei Kyche beschrieben einritzen. Oben anfangen einzudrehen und zu einem Kranz mit Loch in der Mitte auf ein Blech mit Backpapier legen. Mit Ei bestreichen und Schwarzkümmelsamen darüber streuen. Bei 175°C Umluft 30-35 Minuten backen. Mit der restlichen Teighälfte genauso verfahren.

Was euch einen feinen Sonntag beschert hat sammelt Katrin ein und zeigt hier eure Wunderwerke.

Mittwoch, 8. Februar 2012

GLÜCKSPOST

Müde, hungrig und verfroren schließt man die Haustür auf und dann wartet da ein Paket voller Glück auf dem Treppenabsatz. Die Stempelbuchstaben sehr vertraut, der Inhalt so unheimlich passend und liebevoll von Herzen zusammengestellt. Ich sage Danke!


Sonntag, 5. Februar 2012

PATISSERIE

Das Daumendrücken hat sich gelohnt. Weder Gesundheit, Wetter oder Arbeit haben mich von dem zweiten Pâtisserie-Kurs abgehalten und auch die Autoscheinwerfer sind erst nach dem Kurs durchgeschmort...

Toll war das. Fünf beschürzte Damen und 3 backfreudige Herren versammelten sich in der Produktionsküche von der Pâtisserie L'Art Sucré aus Wiesbaden. Auf dem Lehr- und später dem abschließenden gemeinsamen Speiseplan stand so Einiges, was einem bereits beim Durchlesen das Wasser im Mund zusammen laufen ließ: Halbflüssiger Schokoladenbisquit mit Ganachekern, Ceylon-Zimt-Krokant, Himbeersorbet, Sacherbisquit, Englische Crème und Mousse au Chocolat in drei Variationen. Den ganzen Abend wurde in zwei Gruppen gerührt, geknetet, geschmolzen, geschlagen, gestrichen, gesprüht und gerollt. Dazu geredet, gescherzt und gelacht. Zu Beginn waren alle Teilnehmer noch ein wenig schüchtern, aber nach einer kurzen Weile arbeiteten alle Hand in Hand und fanden sich mit den Zutaten, Geräten und Utensilien bestens zurecht. Florian Köller und seine Frau Sandra verrieten viele hilfreiche Kniffe und gaben einen unheimlich sympathischen Einblick in ihr Leben, ihre Arbeit und ihre Liebe für beste Zutaten, Geschmackskombinationen und Genuss. Es ist nur schwer die bezaubernde Atmosphäre in passende Worte zu fassen, aber man merkte, hier stehen zehn gleichgesinnte Personen in einem Raum und genießen das Beisammensein und Lernen in vollen Zügen und packen nicht nur einige der entstandenen Leckereien und Rezepte in die Heimwegböxchen, sondern auch eine ordentliche Portion herzerwärmende Erinnerungen an einen feinen Abend.

Die Kamera blieb zu Hause, aber zwei köstliche schokoladige Mitbringsel zeige ich euch gerne:


 

Und welches Süß lasst ihr euch heute schmecken? Heute sammelt Nina eure Hochgenüsse!

Mittwoch, 1. Februar 2012

LIEBLINGE

Heute gibts mich mal an anderer Stelle. Dort verrate ich euch eine Auswahl meiner Lieblingsprodukte bei DaWanda und welche Leute so schwierig zu beschenken sind.

Ach und damit ihr eine Vorstellung vom erwähnten Palettenturm habt :)