Dienstag, 29. Mai 2012

PFINGSTEN

Pfingsten ohne Regen. Dafür mit schönen Momenten, einer kleinen Feier und einem produktiven Montag, der mich sehnsüchtig aus dem Fenster schauen ließ. Aber Elvis, Kräuterlimonade und Sahneeis versüßten mir die Pflicht und holten den Sommer direkt zu mir.


Und euer Pfingsten? Den süßen Teil hat Katrin eingesammelt, die nun auch ihre bezaubernden Lingonmags zum direkten Durchblättern zur Verfügung stellt. Ich freu mich auf viel mehr davon!

Samstag, 26. Mai 2012

SCHWARM

Wenn ich etwas erlebe, das mich inspiriert, berührt oder genießen lässt, versuche ich möglichst lange davon zu zehren. Gedanken, Worte und Eindrücke in ein gedankliches Beutelchen zu packen und als leichtes Gepäck mit mir zu tragen. Ich brauche ein bisschen Ruhe und Abstand um das Beutelchen wieder zu öffnen, den Inhalt vor mir auszubreiten, Fotos zu sichten und Notizen zu lesen.

Die Argentinienfotos aus dem Herbst habe ich lange liegen gelassen. Die Herzensbilder waren viel präsenter. sie sind es immer noch. Wie fein, dass der Mann beginnt, sie zu zeigen. Wie schön, dass ich viele der Aufnahmen auf meiner Speicherkarte nicht lösche und immer wieder, wenn ich ein paar Bilder mache und sie dann herunterlade, ein Zimmer in Buenos Aires sehe.

Gute Erinnerungen habe ich auch an die europäische Blogger-Konferenz The Hive, die am vergangenen Wochenende erstmalig in Berlin stattfand. Geplant, organisiert und wunderbar betreut von drei bloggenden Damen, die die mit abwechslungsreichen Vorträgen und Workshops gut gefüllten zwei Tage nun auch auf ihrer Facebook-Seite nachbereiten! Es lag ein wenig Knister in der Luft. So viele interessante Persönlichkeiten, Gedankenansätze, Neuentdeckungen, Fragen und viel bestätigendes Nicken. Jeder auf seine Art und so wie Hunde zu ihrem Besitzer passen so passten Blogs oder hübsche Visitenkarten wunderbar zu den kreativen fleißigen Menschen dahinter, die alle etwas gemeinsam haben: Herzblut und viel Engagement für das, was sie machen. Die stolz sind, dass sie bei der Sache bleiben und die sich gleichzeitig fragen: was ist das Ziel dieser Arbeit? Sie sind immer wieder Fotografen, Designer, Redakteure, Communitymanageer, Social Media Experten, Webanalytiker und Kritiker in einem. Sie sind Macher!

In meinem Hive-Beutelchen sind nun viele Ideen und auch ein wenig Bestätigung, sich inhaltlich und optisch treu zu sein und zu bleiben. Dinge manchmal anders zu tun, anders zu beschreiben, sich nicht verunsichern zu lassen und nie den Spaß aus den Augen zu verlieren.

Während andere fleißig im Minutentakt ihre Erkenntnisse via Twitter und Facebook in die Welt schickten und die Konferenzinhalte vielseitig aufbereiteten, merkte ich, dass ich die Stimmung die dort herrschte, genießen und mit den Menschen vor Ort teilen wollte. So wie Leslie Feist kürzlich auf ihrem Frankfurt Konzert einen dauerfilmenden Zuschauer aufforderte, das Konzert mit seinen Augen und nicht durch das Handy zu genießen und es total egal sei, ob nun all seine nicht anwesenden Freunde direkt erfahren wo er ist, was er macht usw.

Daher gibt es außer meiner Fotos aus dem angebotenen Food-Fotografie-Workshop, die ich euch in einem extra Post zeige, "nur" vier Detailfotos, die mich gedanklich sofort wieder in den vierten Stock des Betahauses tragen und zu dem passen, was ich mag: Genuss, Farbkombinationen und unperfekte Strukturen.






Danke: Anna A., Anna N., Anne, Clara, Lina, Marlene, Melanie, Nina, Ricarda, Susanne, Thea...

Sonntag, 13. Mai 2012

PARIS-BREST

Heute werden die Mütter gefeiert, die tollen, mutigen, starken, liebevollen und bewundernswerten. Meine Mama bevorzugt den belgischen Muttertag am 15. August, trotzdem kommt etwas Besonderes auf den Tisch: Paris-Brest.

Mein erster richtiger Brandteigversuch, auf Anhieb gut geworden. Die Crème wurde leider für die Zickzackmuster mit dem Spritzbeutel etwas zu flüssig und wird nächstes Mal mit ein wenig mehr Butter gestreckt. Die Mandelbutter ist ein neuer Vanillepartnerliebling, die gesprenkelte aromatische Masse ist als puddingartige Füllung z.B. für zukünftige kleine Windbeutelchen direkt ins Rezeptbüchlein gewandert. Die Crème kann man am Vortag zubereiten, so dass sie bereits gut durchgekühlt die frisch gebackenen Kringel zusammenhalten darf.


Brandteig
(für 6 gefüllte Ringe à 6 cm Durchmesser)
1 Prise Salz
60 ml Milch
60 ml Wasser
55 g Butter
1/2 TL Zucker
70 g Mehl (gesiebt)
2 Eier
gehackte Mandeln und Puderzucker zur Garnierung

Ein Blech mit Backpapier belegen und darauf Kreise (Durchmesser 6 cm) mit ausreichend Abstand zeichnen. Eine weitere Lage Backpapier darüber legen und das Blech zur Seite stellen. 
Den Ofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Milch, Wasser, Butter, Zucker und Salz in einem kleinen Topf zum kochen bringen und vom Herd nehmen. Das Mehl hinzugeben und gut rühren. Den Topf wieder auf den Herd stellen und Teig bei mittlerer Hitze mit einem Holzlöffel etwas 2 Minuten rührend "abbrennen", so dass eine Teigkugel entsteht, die nicht am Topf klebt. Erneut vom Herd nehmen und abkühlen lassen, bis der Teig lauwarm ist. Die Eier nacheinander vollständig unterrühren und nicht verzagen, wenn der Teig erst mal wieder seine Konsistenz verliert. Er wird wieder!
Wenn eine glatte Masse entstanden ist, den Teig in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen, Ringe mit Hilfe der vorgezeichneten Kreise auf das Blech spritzen, mit Mandeln bestreuen und bei 160°C 25 Minuten backen. Abkühlen lassen und quer durchschneiden.


Mandel-Vanillecrème
(ergibt etwa 400 g)
50 g ganze Mandeln mit Schale
250 ml Milch
Vanillemark einer halben Schote oder 3 Tropfen Vanilleextrakt
3 Eigelb
50 g Zucker
20 g Maisstärke
60 g weiche Butter

Die Mandeln in eine Küchenmaschine mit Hackmesser geben und so lange hacken, bis eine flüssige Masse entsteht (hier ist Geduld gefragt und meine Minimoulinette musste zwischendrin immer mal ein wenig abkühlen. Aber die Mühe lohnt sich!). Zur Seite stellen.
Die Milch aufkochen mit der Vanille aufkochen, die Eigelbe mit dem Zucker in einer Schüssel etwas aufschlagen und die Stärke hineinrieseln lassen. Mit dem Schneebesen etwa die Hälfte der heißen Milch kurz unterschlagen und alles zu der restlichen Milch in den Topf geben. Bei mittlerer Hitze unter Rühren ca. 5 Minuten eindicken lassen. Die Crème etwas abkühlen lassen, mit Frischhaltefolie bedecken und mind. 1 Stunde kühlen.
Nach der Kühlzeit die Butter cremig schlagen, die Crème unterheben, weiterschlagen bis alles gut vermischt ist. Wieder gut durchkühlen und zu guter Letzt die Mandelmasse unterrühren und final kalt stellen.
Mit einem kleinen Palettmesser oder einem Spritzbeutel auf die halbierten unteren Brandteigringhälften geben, mit dem Deckel verschließen und mit Puderzucker verzieren. Bis zum Verzehr kühl stellen!


So schmeckt auch die Steuererklärung ein bisschen besser.

Und ihr? Lasst ihr die Mamas hochleben oder werdet gar selbst überrascht? Ich bin neugierig, hier und bei Facebook.

Montag, 7. Mai 2012

GESCHMIERT

Zwei Unterschiedliche ergeben oft ein hübsch anzusehendes Ganzes.

Welche Brotscheibe wählt ihr? Rand oder Mitte, dick oder dünn geschnitten? Ich bin für dünn mit dick Belag. Meine drei Frühlingsfavoriten: Salzbutter + heller dickflüssiger Honig, Weichkäse + Erdbeerscheiben sowie Bergkäse + Avocadoschnitze.


Ein lauter Tag wird leise mit Schnittlauchbutter bedeckt...

Sonntag, 6. Mai 2012

DETAILS

Es prasselt. So wie lange nicht mehr. Der Regen stempelt große Kreise, die Wolken streichen faszinierende Grauschattierungen auf den Nachmittagshimmel. Die Woche flog dahin, nahm mich mit und ließ mich in einem Wochenende landen, das mir hilft, den Überblick zu wahren. Durchatmen. Es fing am späten Freitagsfeierabend an. Abschalten beim Anblick von grünen Schattierungen der Linsen. Das Wesentliche betrachten. Etwas festhalten. Die Kamera half mir dabei. Ohne Inszenierung, einfach genau das ablichten, was in mein Blickfeld kommt.

     

   

   

   

    

  

   

An diesem Ort entstehen sonntags süße Sachen.
Heute wir kein Süß fabriziert, sondern stattdessen ein Sonntagsgefühl in Worte gepackt und an liebe Menschen verschickt. An die Geduldigen, die verstehen, dass man erstmal wieder überblicken muss.

Wie schiebt ihr auf eurem Teller die dunklen Wolken weg? Katrin freut sich auf eure Vorschläge, bei sich und unter unserem Post auf der SoSü-Seite