Freitag, 30. November 2012

HILDA

Sie ist da. Randvoll mit Plätzchenrezepten, Geschenkideen aus der Küche, weihnachtlichen Büchertipps und einer Menge Herzblut: Hilda!

Isa trommelte im September für ihre digitale Plätzchenheftidee ein paar kulinarische Bloggerinnen zusammen, die mit viel Engagement zusagten. So wurde die Weihnachtsbäckerei etwas vorverlegt und Anfang Oktober lief der Backofen für die schönsten weihnachtlichen Backwerke bei Herbstsonnenschein bereits auf Höchsttemperaturen.


Mit dabei:
Christina von Feines Gemüse
Isa von lecker lezmi
Katharina von Katharina kocht
Jenni von Fleur du Poirier
Juliane von Schöner Tag noch
Julie von mat & mi

Genaue Briefings, eine Kommunikationsplattform, Deadlines, Korrekturschleifen und viel Austausch machten die Zusammenarbeit äußerst übersichtlich, professionell und angenehm. Als Isa uns zum ersten Mal präsentierte, was sie aus unseren abgegebenen Texte und Fotos gezaubert hat, machten wir alle große Augen. So viel Liebe zum Detail und immer wieder neue Layoutideen gab es zu entdecken.

Ich will euch gar nicht lange auf die Folter spannen, seht selbst und habt viel Freude beim Lesen des e-mags sowie beim nachbacken, gewinnen und weitersagen!



Und wer direkt die Schürze umbinden und die Ärmel hochkrempeln möchte, dem empfehle ich die praktische schwarzweiße Druckversion der Rezepte!
 

NOVEMBER

Festhalten, hinterher kommen, überblicken. Der November rauscht vorbei. Er ist derjenige, der einem unmissverständlich klar macht, dass das Jahr bald um ist. So wie er das Laub von den Bäumen wirbelt, wirbelt er die Gedanken durcheinander. Ich habe viele kluge Sätze gelesen und dabei mir schon bekannte aber auch unbekannte Erkenntnisse gesammelt, die ein wenig piesacken aber auch dafür sorgen, dass ich den manchmal mahnend zögerlichen Kopf mit Tatendrang und Zusagen überlistete. Nicht immer wieder verwerfen, sondern einfach machen. Aussprechen. Ansprechen. Teilen.

Suppenhunger, Teedurst, Berberitzen süß und salzig, gestapelte Bete, Gratiniertes und Gefülltes. Auswärts schmeckte vor allem die kleine hessische Frühlingsrolle in scharfem grüne Sauce Chutney und die Praline mit der würzigen Ingwerganache. Auf der Bühne mochte ich Blind Pilot, auf dem Papier verzauberte mich das kleine Pudding Kochbuch.



Ja, das Jahr ist fast um. Aber noch stehen 4 weihnachtliche Wochen bevor, in die ich ruhig schlittern möchte. Ohne Muss, dafür mit Genuss. Ohne zu viel ablenkende Details, dafür reduziert und trotzdem schön.

Der erste Heidesand kam aufs Blech. Im Teig ein ordentlicher Teelöffel Spekulatiusgewürz und gemörserter Vanillezucker für den weichen Knirsch am Rand. Weitere Beilagen gibt es auch in den nächsten Tagen. Bis dahin kostet vom ersten Adventsgefühl, so wunderbar eingefangen in Almas Geschenkideen, dem ersten zierratundgold-Katalog, dem neuen Kinfolk-Magazin, Nadines Fundstücken und Nicoles Sirupquitten.

... und ganz aktuell: Vorfreude auf ein Dreierlei feiner Online-Schönheiten!

Montag, 26. November 2012

NON PLUS ULTRA

Manchmal tauchen kleine Perlen auf. Wie aus dem Nichts. Und dann sind sie da. Schillernd und man kann gar nicht anders als hinsehen und staunen. So ging es mir, als ich zum ersten Mal von Non Plus Ultra in Hamburg las. Eine kulinarische Umsetzung, wie ich sie mir viel öfter wünsche. Charme und gute Laune, Macherinnen mit Geschmack, Häppchen und Drinks zu guter Musik an einem schönen Ort. Alle zwei Monate im Salon des Kulturhaus 73.
Die Neugierde führte mich zu einem herzlichen Austausch, der die beiden kreativen Köpfe Lisa und Stella noch ein bisschen funkelnder macht. Lasst euch anstecken und geht kosten. Wo und wann und überhaupt alles noch mal der Reihe nach:

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Lisa & Stella - fotografiert von Roeler

Non Plus Ultra - was verbirgt sich dahinter?
Stella: Hinter Non Plus Ultra steckt Leidenschaft. Leidenschaft für Kulinarisches, gemütliche Abende und Zeit mit Freunden.
Lisa: Wir wollen einen Ort schaffen, an dem man den Alltagsstress beiseite schieben und mit seinen Liebsten einen tollen Abend verbringen kann.
Stella: Genau. Und was passt besser zu einer solchen Gelegenheit als gutes Essen und besondere Drinks?

Und wer verbirgt sich dahinter?
Lisa: Wir sind zwei Hamburger Studentinnen, die gutes Essen, schöne Orte und liebevolle Dekoration zu schätzen wissen. Ich studiere Modejournalismus/Medienkommunikation und Stella ist fast fertig mit ihrem Designstudium.
Stella: Neben dem Studium und Non Plus Ultra fange ich gerade an mich im Bereich Foodstyling/Fotografie selbstständig zu machen.

Was macht ihr beruflich bzw. wofür schlägt neben Non Plus Ultra euer Herz?
Stella: Ich bin wie gesagt fast fertig mit meinem Designstudium und bin gerade dabei mich selbstständig zu machen. KONGLOMERAT wird mein neues Projekt heißen. Unter diesem Namen werde ich sowohl als Designerin, im Bereich Branding, Foodstyling, Fotografie, sowie als kulinarische Liebhaberin agieren. Zurzeit entwickle ich ein Kuchenkonzept für das Pauline Café in Hamburg. Einen Shop mit tollen Funden aus der Welt, sowie selbstgeschaffenes wird es ebenfalls bald geben.
Unter www.konglomeratdesign.wordpress.com kann man mein Tun verfolgen.
Lisa: Neben meinem Studium und n+u arbeite ich freiberuflich für die Modezeitschrift InShoes. Mein Traum ist es, eines Tages eine eigene Mode- und Lifestyle Zeitschrift zu gründen, in der auch der kulinarische Bereich nicht zu kurz kommt.

Wie habt ihr zwei euch gesucht und gefunden?
Stella: Wir arbeiten zusammen in der Gastronomie und sind nun schon eine Weile sehr gute Freunde.
Lisa: Stella hat mir von der Idee des n+u Projektes erzählt und ich war sofort Feuer und Flamme. Dann ging alles ganz schnell und jetzt sind wir überwältigt von all der Unterstützung die wir bekommen.

Seid ihr euch ähnlich oder wunderbar ergänzend?
Stella: Ich würde sagen, dass wir beides sind. In gewissen Punkten sind wir uns sehr ähnlich. Wir haben die gleichen Vorstellungen, ähnliche Ideen und wissen genau was wir für die Abende wollen. Aber wir ergänzen uns auch. Lisa schreibt einfach wundervolle Texte und ich bin eher die Design-Affine. Ich finde wir sind das perfekte Team.

Habt ihr eine Aufgabenteilung?
Lisa: Eigentlich versuchen wir alles gemeinsam zu machen. Aber wie Stella schon gesagt hat: sie kümmert sich viel um das Design und ich schreibe die meisten Texte. Das Planen, Herstellen der Leckereien und Dekorieren machen wir immer gemeinsam. Dann machen wir es uns richtig gemütlich, quatschen, experimentieren und backen.

Von der Idee zur Umsetzung - Hat das bei euch lange gedauert?
Stella: Eigentlich ging alles unglaublich schnell. Die Ideen sind nur so aus uns raus gesprudelt und wir konnten den ersten Abend kaum erwarten.

Welche ungeahnten Hindernisse traten auf?
Stella: Eigentlich haben wir uns bisher ganz gut geschlagen. Wenn, dann hatten wir eher ein paar Zeitprobleme. Oder die Gelatine wollte einfach nicht so wie wir. Das war vielleicht frustrierend.
Lisa: Ohja. Da mussten wir ganz fix improvisieren. Und das Ergebnis konnte sich trotzdem sehen lassen:)

Was war viel leichter als gedacht?
Stella: Das Dekorieren. Alles schön zu machen, sowohl Essen als auch den Raum, war einfach nur schön. Wir stecken einfach sehr viel Liebe in alles was wir tun und kreieren. Das macht uns wirklich großen Spaß!

Was ist euch bei der Zutatenauswahl wichtig?
Lisa: Wir achten sehr darauf, dass alles frisch ist und gehen wenn möglich auf den Markt. Gerade tierische Produkte wie Eier und Milch müssen Bio sein, sonst kommen sie uns nicht in den Teig.

Wie entwickelt ihr eure Leckereien, was inspiriert euch dabei?
Stella: Wir legen uns immer eine Art Thema für den jeweiligen Abend fest und überlegen dann was dazu passen könnte. Welche Zutaten und Gewürze. Daraus kreieren wir neue und aufregende Kombinationen. Sicherlich schauen wir auch mal in dem ein oder anderem Buch oder Blog nach Inspiration. Aber wir machen immer etwas eigenes daraus. Kopiert wird nicht.
Non Plus Ultra ist einzigartig.

Wie wird das Ganze serviert?
Lisa: Mit ganz viel Liebe. Wir richten vor den Augen unserer Gäste an. Man kommt zu uns an den Tresen, bestellt und bekommt die Leckereien wunderhübsch angerichtet. Dann kann man sich bei Kerzenschein und toller Musik niederlassen, mit Freunden plaudern und genießen.

Was macht ihr lieber: Süßes oder Herzhaftes?
Stella: Ich liebe beides, habe aber doch eher ein Händchen für Herzhaftes.
Lisa: Ich bereite lieber Süßes zu. So viel zum Thema sich gegenseitig ergänzen:)

Verratet ihr einen ultimativen Küchenkniff?
Stella: Falls ihr Zwiebeln schneidet und euch dabei die Tränen kommen, einfach die Zunge rausstrecken. Sieht blöd aus, hilft aber. Und noch ein Tipp: am Besten alles selber machen. Von der Butter zum Vanille Extrakt. Das schmeckt immer am Allerbesten!

Wie sieht die Zukunft von Non Plus Ultra aus?
Stella: Aufregend. Wir haben mehrere Projekte am Laufen und noch jede Menge Ideen...

Kann man euch buchen?
Stella: Durchaus. Wir wurden auch gerade vom Stadtlichh Magazin eingespannt und machen nun das Catering für ihre nächste Release Party am 14. Dezember im Nachtasyl (Thalia Theater in Hamburg). Das wird aufregend.

Was ist das schönste Lob für euch?
Lisa: Glücklich sind wir, wenn wir hören, dass unsere Gäste einen wunderbaren Abend hatten und sich wohl gefühlt haben. Und natürlich freut man sich auch zu hören, dass unsere Kreationen gemundet haben…

Wann kann man wieder bei euch kosten?
Stella: Am 6. Dezember, dem Nikolausabend, kann man es sich ab 18:30 bei uns im Salon des Haus 73 wieder so richtig gemütlich machen. Es wird winterlicher und wir werden eine kleine Überraschung für alle Gäste bereithalten...

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Damit auch die zu weit entfernten von euch eine Kostprobe bekommen, haben die Beiden ein herrliches Rezept für euch zusammengestellt:







© Alle Rezept-Fotos: Non Plus Ultra

Donnerstag, 22. November 2012

AM LIEBSTEN

Manchmal weiß ich gar nicht genau, was ich am liebsten mache. Mir ein Rezept ausdenken, es zubereiten oder es festzuhalten. Mal ist es die Denkarbeit, mal die Komposition, die mir Herzklopfen macht. Mal geht alles schief, mal ist das Licht weg oder das Ergebnis nicht so schmackhaft wie gewünscht. Und mal bin ich ganz überrascht und voller Feuereifer. Schön ist das.

Die Schwarzwurzeln, die ja schon lange auf der Liste stehen, brachten mir am vergangenen Wochenende so einen Herzblutmoment. Ich hatte sie in der Hand und machte mich ohne großen Plan ans Werk. Und genau das ist für mich manchmal genau richtig und wichtig. Einfach intuitiv zu Gewürzen, Geschmackskombinationen und Zubereitungsarten greifen ohne vorher nachzulesen, wie man das macht. Papier auf den Boden legen und dem Gefühl für das richtige Tellerchen folgen. Geschmack und Farben festhalten. Sich selbst für das köstliche Mahl danken. Es ist wie ein kleines Fest. Und ja, darum mache ich genau die drei oben genannten Dinge gleichermaßen gern, wenn ich für alles Ruhe habe. Denn es ist ein Entstehungsprozess, Gedanken, Sinne und Hände arbeiten zusammen und nach überschaubarer Zeit kann man sein Werk bewundern. Wertschätzung. Ich mag diesen Ausdruck und neuerdings auch den etwas süßlichen Geschmack der Wurzeln, die wie Stöckchen aussehen.

Viel mehr schätzen sollte man auch Beilagen. Eigentlich ist das ein undankbarer Name. Sind sie doch oft die Fundamente für eine stimmige Mahlzeit. Sie bekommen manchmal gar keine richtige Chance, weil Energie und Kreativität den Bratenfüllungen, niedriegtemperaturgegarten Pergamentpäckchen, Schmortöpfen oder Fischkrusten beigemischt werden. Daher bekommen sie bei mir nun erhöhte Aufmerksamkeit. Und ihr bekommt in nächster Zeit hoffentlich ein paar Anregungen, die eure Schüsselchen und Tellerchen auf den Herbst-, Winter- und Weihnachtstafeln füllen.

Schwarzwurzeln mit Schale
Butter mit süßem Senf und Kurkuma
Schwarzwurzeln aus dem Ofen
Schwarzwurzelschalen

Schwarzwurzeln mit Kurkuma-Butter und süßem Senf

Eine Vorspeise oder Beilage für Zwei
8 Schwarzwurzeln
50 g weiche Butter
1 gehäufter TL Kurkumapulver
1 EL süßer Senf
1/2 TL Maldon-Salzflocken

Die Erde von den Schwarzwurzeln waschen, einzeln in Alufolie einschlagen und auf einem Blech verteilen. Im Ofen bei 190°C Umluft etwa 30 Minuten garen und abkühlen lassen.

Während die Wurzeln im Ofen sind, die weiche Butter mit den Gewürzen mischen, zu einer Rolle oder Kugel formen und in Klarsichtfolie gewickelt im Kühlschrank fest werden lassen.

Die Schale der Schwarzwurzeln vorsichtig entfernen. Es kann helfen, die Außenhülle an einigen Stellen mit einem scharfen Messer einzuritzen. Man schält ziemlich schnell aus Versehen zu viel Schale weg, daher lohnt es sich beim Schälen geduldig zu sein. Die fertigen Stangen halbieren.

Eine dicke Scheibe der Butter in einer Pfanne schmilzen lassen, die Wurzelstangen kurz darin anbraten, ohne dass die Butter verbrennt. Die Schwarzwurzeln anrichten und mit der Butter aus der Pfanne übergießen. Die Butterreste passen auch gut zu Ofen-Möhren oder einem Frühstücksbrot mit Bergkäse.


Wie ich eben erst sah, blüht die Schwarzwurzelpflanze gelb. Wie passend. Was macht ihr mit den Wurzeln?

Samstag, 17. November 2012

TRANQUILLO

Der Nebel kriecht durchs Tal, ungemütlich sieht es vor dem Fenster aus. Dabei mag ich Nebelfotos ziemlich gerne. Genauso wie die Briefkastenfüllungen der letzten Tage, lauter schöne Schätze, die euch vielleicht auch zu der ein oder anderen Geschenkidee anregen:

Oben links: Das wundervolle Home Made Winter von Yvette van Boven, die mittlerweile nicht mehr verfügbare Aboprämie des Weekender Magazins
Oben und zweite Reihe rechts: der wunderbar illustrierte Saisonkalender der ebenso wunderbaren Nadine mit praktischer Postkartenfunktion für vergangene Blätter
Gold/grau/schwarz: alles von Anna von WSAKE, die neben Schmuck sehr schöne Karten fertigt und das mich sehr begeisterte klappbare Süße Weihnachten, mit tollsten Rezepten wie zweifarbiges Orangengelee oder Pflaumenhörnchen


Gestern ein Jahr her: die Rückreise von 4 Wochen Argentinien. Ist man einmal unterwegs, hätte es ewig so weiter gehen können. Ist man wieder im Alltag eingerichtet, steht man sich manchmal selbst im Weg. Die Reise war Auslöser und Optionengeber, Mutantreiber und Ängstewegwischer, Möglichkeitenaufzeiger und Sehnsuchtsaufdecker. Viele Impulse, die das Jahr danach füllten und immer wieder Antrieb sind. Notizen auf Papier und in Gedanken erinnern immer wieder daran. Und dann noch das wunderbare Wort "tranquillo", welches wir oft von einem dort kennen gelernten Auswanderer hörten, der es zu seinem persönlichen Mantra gemacht hat...


Passend zu den Erinnerungen an dieses großartige Land gibt es ein Brot dick bestrichen mit Dulce de Leche und ein paar Tangoklänge in weichem Moll. Weitere Argentinieneindrücke findet ihr beim Mann.

Mittwoch, 14. November 2012

ARTIG & FEIN

Caro und Birthe haben mit ein bisschen Bloggerinnenhilfe wieder im großen Stil gezaubert. Ich finde es ganz wunderbar, dass das e-mag artig & fein auch in diesem Jahr erscheint. Mit großer Spannung werde ich gleich mit einem großen Zettel für Notizen und Einkaufszettel blätternd entdecken, welche feinen Ideen und Beiträge artig zusammengestellt wurden. Dreielerlei mat & mi Konfekt könnt ihr auf den Seiten finden, eine Tüftelei, der ich bisher viel zu wenig Beachtung geschenkt habe.


Euch auch viel Spaß beim Schauen, Klicken und in Weihnachtsstimmung kommen. Wir freuen uns alle, wenn ihr das e-mag munter teilt :)

Montag, 12. November 2012

STÜCK FÜR STÜCK

Briefkastenfreuden und Treppenabsatzpäckchen übertrumpfen schwarzweißen Rechnungsdruck. In der Postfiliale wartet Weiteres, das zeige ich euch bald.

 
Oben: Quittengelee von Melanie mit wunderschönem Etikett
Links: Gather Journal, bei do you read me als Mailorder entdeckt
Mitte: Annes wunderbare Küchenillustrationen, ich wünsch mir Stoffbahnen für Schürzen und Geschirrtücher!
Rechts: Ein so liebevoll erstellter Klappwerkraum von Tine

Während ich am Wochenende noch mal in Ruhe die schönen Schätze betrachtete, durften sich die Kürbishobel auf den dünnen Schmandfladen rollen und sich mit den Speck und salzigen Nusstreuseln anfreunden. Er ist gut, so gut. Orangener Flammkuchen. Und wenn keine Freitagspizza in der Nähe ist, ein kleiner Tröster!


Kürbisflammkuchen mit Speck und gesalzenen Pecannüssen

(Reicht für zwei große Fladen)
Für den Teig:
300 g Mehl
200 ml lauwarmes Wasser
5 g frische Hefe
1 TL Salz

Für den Belag:
1/2 kleinen Hokkaidokürbis mit Schale, ohne Kerne
1 Becher Schmand
1-2 TL Limettensaft
4 EL Speckwürfel
4 EL gehackte gesalzene Pecannüsse
4 EL grob geriebener Parmesan

Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen und mit dem Salz in die Mehlmulde geben. Kräftig rühren und dann mit den Händen kneten. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Eine Stunde ist wunderbar.

In der Zwischenzeit den Kürbis in große Spalten schneiden und mit dem Schäler Hobelstreifen fabrizieren. Den Schmand mit Limettensaft abschmecken und mit Salz und Pfeffer würzen.

Den aufgegangenen Teig gut kneten, damit die Luft entweicht und in zwei gleiche Teile teilen. Den ersten Fladen dünn auf Mehl ausrollen.

Den Backofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen, den Fladen vorsichtig auf ein Backblech legen, die Hälfte des Schmands mit einem Löffelrücken verteilen, mit Hobel belegen und je 2 EL Speck- und Nusswürfel darüber streuen. Dann zwei Löffel Parmesan auf dem Fladen verteilen und ca. 10 Minuten backen. Direkt auf ein Brett schieben und in Stücke schneiden. Noch warm essen. Anschließend den zweiten Fladen genau so zubereiten.


In der virtuellen Post fand ich am Wochenende, auch den Startschuss für geteilte Plätzchenvorfreude. Die bezaubernde Initiatorin und vorbildliche Projektkoordinatorin Isa verrät euch, was es damit auf sich hat und ich freue mich sehr, ein Teil davon zu sein. Ende November ist es soweit! >Hilda<

Donnerstag, 8. November 2012

DURCHSTREICHEN

Da war noch was. Der Herbstzettel. Ein kleiner Genusshelfer. Nicht alles konnte durchgestrichen werden, aber es ist ja auch noch nicht offiziell Winter. Daher dehne ich den Zettel weiter aus.

Dies ist der Stand, halb halb.
  • Bagel backen
  • Rote Bete würzig statt sauer einlegen
  • Mantelknöpfe durch goldene Seemannsknöpfe ersetzen (mit dem Knöpfe kramen begonnen)
  • Knödel machen
  • Herbstzweige suchen
  • Ringelblumensamen in Tütchen packen
  • Schwarzwurzeln kaufen
  • Frittatensuppe Eierkuchenstreifenbrühe essen 


 




Die Bagel wurden leider gar nicht so, wie erwünscht. Hat jemand ein erprobtes Rezept? Die Bete ruht im Glas, ich bin sehr gespannt, wie ihr das gewürzte Apfelessig- und schwarze Johannisbeerbad bekommt. Darf man nach zwei Wochen kosten? Bei den Knödeln muss ich noch eine Wahl treffen. Laugen oder Kartoffel? Entscheidungen über Entscheidungen. Manchmal lässt man sie einfach ein paar Tage ruhen und wartet, was der Bauch verlangt. 


Was machen deine Pläne? Und hast du schon gehört? Pinterest ermöglicht nun auch Geheimniskrämerei. Ich hoffe trotzdem weiter auf schöne Eindrücke!

Montag, 5. November 2012

ZIERRATUNDGOLD

Träume verwirklichen und sich dabei selbst treu bleiben. Das macht das Fräulein offiziell ab dem 8. November in ihrem neuen Reich Zierratundgold. Und das auf so bezaubernde Weise, dass einem beim Betreten der Atem stockt. Es riecht ganz leicht nach Quitte, das Licht wird in den Fenstern gebrochen und es gibt so viel zu entdecken. Gesammeltes und liebevoll Zusammengestelltes. Kleine Küchenhelfer mit Geschichte und ausgewählt Handgefertigtes. In genau den Kompositionen, wie ich es bei ihr schätze. Ein Ort, der sich in Zukunft immer wieder wandeln wird, bei jedem Besuch wird es Neues geben. Ausreichend Platz für eine Tafel gibt es auch.

Am vergangenen Sonntag wurde somit ein kleiner weiterer Traum in die Tat umgesetzt. Das Novembergold. Wir drei Sonntagssüßen deckten unsere erste kleine feine Kuchen- und Gebäcktafel im echten Leben und teilten Tisch und goldene Stunden mit bekannten und unbekannten Gesichtern, die uns auch durch die Sonntagsinitative ans Herz wuchsen. Es war ganz wunderbar. Schmausen, Lauschen, Austauschen, Lachen, Strahlen. Das Süß auf dem Tisch passte sich den Herbstfarben und -geschmacksnoten an, das Spargelkraut wetteiferte mit den Quitten um den schönsten Farbton und das köstlich selbstgerollte Knäcke verlangte nach bester Salzbutter und Honigziegenstreich. Diese Stunden waren mir ein Fest!










Danke die Damen von:
annes ammenmärchen
, handmade mit liebe, herzfrisch, heute - schmidt, karamelo, milas-deli! Und rike, du hast gefehlt!

Und danke an meine beiden Damen, es ist schön, mit euch dem Süß auf unsere Art treu zu sein!

Weil unterschiedliche Perspektiven mehr als wertvoll sind, lest selbst, was Katrin, Nina, Susanne und Kathrin vom Novembergold berichten!

Donnerstag, 1. November 2012

OKTOBER

Ich glaube das war mein bisheriger Lieblingsmonat in diesem Jahr. Er war echt. Mit jeder Emotion. Das fühlt sich verdammt lebendig an.


Nun setze ich gerne einen Punkt dahinter und nehme viele Anstöße in den weiteren Herbst. Daher wird gar nicht ausführlich rückgeblickt, außer auf einen schönen Abend am vergangenen Wochenende, an dem ich es tatsächlich schaffte, eine kleine Erntedanktafel zu decken.
So voll waren unsere Ackertaschen noch nie. Von Mini-Süßkartoffeln zu drei Artischocken (leider alle dem Ungeziefer zum Opfer gefallen) hin zu den leckersten Schalotten, Beten und Riesenmöhren. Ohne viel Grübelei wurde eine kleine Abendrunde eingeladen und wir wählten ein Menü, dass nicht den ganzen Tag an die Küche bindet und auch das Tischgespräch nicht ständig unterbrechen sollte. Wir servierten Ackertinische Gemüsesuppe mit Roggencroutons und Kürbiskernöl, gegarte Rote Bete Scheiben mit Ziegenfrischkäse belegt und Speck umwickelt aus dem Ofen, Kürbisflammkuchen mit Pinienkernen und Honig, Apfel-Rotkohlsalat mit Heidelbeer-Senf-Dressing und zum Nachtisch Schokoladentarte sowie kleine Nusstörtchen mit Zimtguss. Herrlich war es, schön war es und an diesem Tag war es genau so richtig und wichtig!
Das Abendlicht ließ keinen guten Fotos zu, den Salat konnte ich aber am Nachmittag vor dem Durchziehen festhalten. Den Flammkuchen gibts bald noch mal mit Bild und Rezept, denn er war so unheimlich gut.


Apfel-Rotkohlsalat mit Heidelbeer-Senf-Dressing
1 kleiner Rotkohl
1 rotschaliger Apfel
4 EL Rapsöl
1 EL Apfelessig
1-2 TL grober Senf
2 EL Heidelbeermarmelade
1/2 TL Zucker
1/4 TL Salz

Den Rotkohl sehr fein schneiden und den Apfel mit Schale in dünne Stifte schneiden. Aus den anderen Zutaten ein Dressing mischen und unter den Salat heben. Mehrere Stunden durchziehen lassen.
Falls das Dressing etwas zu süß/sauer/salzig ist, habt Nachsicht, ich mische die Saucen immer ohne starre Mengenangaben und habe versucht, diesmal direkt die Mengenverhältnisse mit zu notieren ;)


Und Danke Fragen stellende Musikfreundin für den Oktoberausklang!