Freitag, 3. Mai 2013

WIEDER BIS ANS MEER IN EINE NEUE LIEBLINGSSTADT

Die vierte und letzte Etappe. Die leise Wehmut, dass die Reise sich dem Ende naht, wurde vom Anblick der pastellfarbenen Badestadt für die letzten beiden verfügbaren Tage fortgewischt. Brighton. Genau meins. Abwechslungsreich, mit Ecken und Kanten. Ein bisschen wie in einer Filmkulisse. Im Zentrum sogar noch Platz für einen imposanten indischen Palast. Alles übersichtlich in eine Stadt gepackt. Den Zauber vergangener und besserer Tage kann man an den Fassaden erahnen, unsortierte Trödelvitrinen verleiten zum Schatzsuchen, blinkende Lichter sprenkeln das Dunkel. Glücksspiel und Vergnügung locken nebelverschleiert am Wasser, dazu rollt die See schäumend über die groben Kieselsteine. Großartiges und preisgekröntes (in Brighton werden gerne Awards verliehen) vegetarisches Essen räumt mit bekannten Clichees auf, die Gassen lassen einen schlendern und um die Ecken schauen, die Liebe zu schönen Produkten und regionalen Zutaten sowie die Wertschätzung von Kunst, Musik und Festivals prägen auf charmante Art das Stadtbild. Sehenswert auch die zufällig entdeckte Hemden-Installation der Finnin Kaarina Kaikkonen in einer kleinen Kirche. Die Hemden wurden von Anwohnern aus Brighton und dem benachbarten Hove gespendet und werden nach der Ausstellung an Oxfam weiter gegeben.

Ein Sommerbesuch kommt auch die Wunschliste, mit gestreiftem Badeanzug und Picknickkorb, dessen Inhalt im Umland erworben wurde. Sussex klingt sehr vielversprechend.


Wie bisher auf dieser Reise, ausgewählte Dinge und Orte, die ich euch ans Herz lege:
  • Steckt euch vor Ort einen kostenlosen und schön gestalteten Green Brighton Guide und eine Brighton Art Map in die Hosentasche
  • Meine Trödel-Favoriten: Brighton Flea Market und Snoopers Paradise, diese Liste verrät neben den Adressen der beiden noch weitere
  • Schönes Geschäft für Küchenutensilien: Utility
  • Gute Unterkunft mit Fisch-Frühstück: The White House
  • Kaum gewagt, die schön angerichteten Teller zu zerstören und dabei glücklich die vegetarische Experimentierfreude bewundert: Lunch bei food for friends und spätes Abendessen (dann bekommt man eher einen Platz) bei Terre a Terre. Dort kann man einen Querschnitt aus der Hauptgerichtskarte in Mini-Portionen bestellen, unglaublich lecker!

Nach Brighton ging es wieder zurück in die große Stadt und durch den Tunnel an die belgische Küste für eine letzte Portion dicker Fritten und dann wieder nach Hause, um die Schätze und Teepackungen auszupacken und die guten Gedanken zu sortieren. Ich nahm mir seitdem vor, mehr im Alltag zu reisen - bisher gelingt es mir ganz gut, finde ich.

Kommentare:

  1. Brighton - hier habe ich vor 20 Jahren drei Wochen verbracht. Du beschreibst die Stadt sehr treffend, ich war hier gerne und habe mir damals das eine oder andere im Umland angeschaut, hatte ja ein wenig mehr Zeit dazu.

    Liebe Grüße von Margarete

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  2. Wunderwunderschöne Bilder!

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  3. Liebe Julie,
    danke für den schönen Bericht über Brighton. Ich war das letzte Mal vor über 10 Jahren da und möchte dieses Jahr auch endlich mal wieder hin. Toll das es Snoopers noch gibt. Dein Foto vom Pier...wunderschön!
    Liebe Grüße und komm gut wieder hier an.
    Viel Spaß beim Teetrinken.
    Sabine

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  4. das hemdenbild ....
    bin hin und weg und kann nicht weiteRschReiben.

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  5. Ich habe mich letztes Jahr auch in Brighton verliebt und möchte unbedingt noch mal hin... Jetzt noch mehr!

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  6. vielen dank für diese wunderbare reise-mitnahme! für irgendwann gespeichert ...

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  7. oh - so wunderschöne bilder! ich bin letztes jahr an einem verlängertem wochenende brighton verfallen - die strassen, die läden, die menschen, die in der luft liegende (und wie auf deinen fotos hängende) kreativität * und ja, bei utility konnte ich mich auch gar nicht einkriegen vor freude, liebe grüße julia

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  8. tolle urlaubseindrücke. jetzt habe ich fernweh...

    ganz liebe grüße sendet michèle

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  9. ach, julie. in brighton war ich auch schon. lang ist es schon her. und jetzt möchte ich noch einmal hin und alles durch "erwachsenere" augen sehen!

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  10. fand das einen der schönesten orte
    so ruhig und schön
    und meer
    und schwups in der großen stadt

    jetzt möcht ich wieder hin

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  11. Was für blaue Töne.
    Ich werde ganz in Ruhe noch Deine Eindrücke lesen.
    Danke für das Mitnehmen, Julie.

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Ich freue mich über eure Worte!