Montag, 1. Juli 2013

SOMMERZETTEL

Pünktlich zum Ersten setzt der Sommer wieder ein. Das morgendliche Aufstehen fällt leichter, die Obstsorten reifen zusehends, Brotzeit zwischen duftenden Tomatenpflanzen und Schwalbenflug lässt die Balkontüren und die Gedanken aufwehen, ein längst fälliger Abendbesuch bei meiner 93 jährigen Nachbarin wird mit einer kleinen feinen Elstersage belohnt.

Auf meinem Frühlingszettel kann ich zufrieden folgendes verbuchen:
  • Limonade machen: wandert auf den Sommer-Sirupzettel, das Frühlingsglas wurde eher mit aromatisiertem Wasser oder Saft gefüllt
  • Pastateig kneten, rollen und füllen: Die Pastamaschinenliebe ist erwacht und darf sich durch den Sommer ziehen
  • Diese Tafelspitzröllchen mit Wasabischaum ausprobieren: nicht geschafft
  • Eclairs herstellen, gefüllt mit Schokoladenpudding oder Zitronencrème: Nicht selbst gemacht, aber zumindest einen guten Schokoladen-Eclair gegessen und an möglichen Füllungen gefeilt: dicke Vanillecrème mit Earl Grey, darauf einige Himbeertupfen. Auch sehr fein!
  • Erneut versuchen, ein Wurzelbrot zu backen: Ich blieb beim süßen Teig und entdeckte einen formidablen Hefeteig, während der Mann den Brot- und Sauerteig weiter optimierte und neben großen Laiben herrlich kleine Brötchen formte
  • Ganz viel grüne Soße mit Kartoffeln und gekochten Eiern essen: Haken dran!
  • Mehr Suppe kochen: nicht unbedingt mehr, dafür aber neue Suppenkreationen gerührt, wie z.B. Süßkartoffel-Paprika und Kohlrabi-Brokkoli
Ergänzen kann ich viele schöne ungeplante Momente. Nicht alles kann man festhalten oder vorhersehen, ein Glück!



Die notierten Sommerwünsche und -pläne enthalten eine Prise Neulingsneugier und Vorfreude, sie locken mit schönen Versprechen und Resultaten:
  • Erstlings-Marmelade kochen, zwei Sorten stehen schon im Schrank, darunter zwei Gläser klassische zerstampfte Erdbeer mit vereinzelten Vanillepünktchen, die andere zeige ich euch bald. Weitere Sorten mischen sich bereits  im Kopf
  • Streuselkuchen machen, hab ich tatsächlich auch noch nie. In meinem Kopf formen sich Zitronen-, Kaffee- oder Schokoladenstreusel. Ist das machbar?
  • Besonders übernachten
  • Picknicken, Biergärtnern, Feierabendeiskugeln, in die Wolken schauen und in die Pedale treten
  • Mädchenzeit festhalten
  • Konzerten und alten Tanzorchestern lauschen
  • Gesten, Worte und Anblicke sammeln - wissend bestätigen, dass es so einfach richtig ist

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Zeit für eure Sommerzettel. Was muss drauf?

Kommentare:

  1. diese liste
    muss auch noch auf meinen stapel
    SOMMER
    gleich neben die zum garten
    fast schon übergreifend

    jetzt gleich
    kommt aber erst mal ein sehr sehr kleiner berg dran
    deiner:)

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  2. eine fein vollkommene liste hast du.
    sommeR. ja.
    hieR geRn gRillnicken und lichtspielen lauschen.
    ein paaR päckchen veRschicken.
    sonne anbeten.
    die eile aus den tagen nehmen,
    wiedeR mehR [eR-]leben. ganz bewusst.

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    1. Grillnicken :)
      ja, die Eile aus den Tagen nehmen. Das ist das beste Sommerfundament. Mach ihn dir schön, ja?

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    2. ja in jedem fall.
      eR ist ja glücklicheRweise immeR und sowieso schon ganz schön. da fehlen geneRell nuR einzwei eigenveRantwoRtliche pRisen :)

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  3. viel picknickieren - nicht nur am kocherlball :) - konfi aus meinen eigenen himbeeren machen - auf einiges vorfreuen z.b. deine notizen - sommerkind sein - sprossen giessen - ebenso biergärtnern - berge besteigen - wellen brettln - und mich über deine liste freuen: besonders das letzte mag ich!

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  4. ich möchte waldmeistersirup kochen! ich möchte im meer schwimmen! ich möchte mit meinem opa kuchen backen! ich möchte mit meinen mädchen lachen! julie, deine liste gibt anregung für so viel mehr! danke. a.

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    1. anne, deine wünsche lassen mich lächeln!

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  5. Deine Liste mag ich noch ergänzen mit:
    – am See in der Sonne liegen (so wie heute)
    – bei offenem Fenster schlafen und dem Stimmengewirr draussen lauschen
    - so oft wie möglich barfuss laufen
    – selbst Gepflücktes essen
    – mundrauben
    – draussen Musik hören
    – Fahrtwind im Gesicht
    – Sterne gucken
    – die Momente geniessen, die es nur im Sommer gibt: so wie diesen letzten Samstag war ich abends mit einer Freundin unterwegs, wir liefen Richtung Hafen und auf einem kleinen Schiff spielte eine Band "I can't help falling in love with you". An Bord lauter Senioren, alle tanzten. Überall Lichterketten und lachende Gesichter und plötzlich fingen die Passanten am Ufer auch alle an zu tanzen. Jeder mit jedem. Ich kriege immer noch Gänsehaut. Das würde es im Winter so nie geben...

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    1. oh tine, das klingt herrlich. und die gänsehaut, die hab ich auch. kostbarst, solche zufallsmomente. nicht nachahm- oder wiederholbar und wer dabei sein durfte, kann sich glücklich schätzen :)

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  6. oh wie schön. das schmeckt man den sommer förmlich und spürt den warmen wind auf der haut. deine liste macht schon beim lesen glücklich.

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  7. ich mag deine liste so.

    also, zitronenstreusel sind ganz bestimmt nicht schwer.
    {meine: mehl, zucker, zerflossene butter mit einer gabel ziehen und krümeln / zitronenschale}

    deine bilder mag ich schon wieder so / das brot und die beeren - letztere gestampft, habe ich noch nicht probiert, immer püriert, bisher.


    bei mir:

    ///// gerade vor allem P R I N T E

    //// aprikosen /nektarinen /pfirsiche mit thymian, honig, vanille im backofen

    /// diesen formidablen K U C H E N flechten

    // das hier mit E R B S E N


    luft und wasser genießen, freiheitzeit

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    1. freiheitzeit... noch ein schönes sommerwort :) alma, du machst dir den sommer, wie er mir gefällt!

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    2. hihi
      gesagt mit pippi langstrumpf :)

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  8. Sommerbild sind deine gereihten Beeren! Die Marmelade steht auch auf meiner Liste ganz weit oben, puristischerweise ganz ohne alles, nur die reine Frucht. Da bin ich nicht experimentierfreudig. Sonst noch: Barfusslaufen, am liebsten über Wiesen oder Strand, desweiteren schwimmenschwimmenschwimmen, ins Wasser eintauchen und beim Auftauchen die nassen Haare in Gesicht und Nacken spüren. Lieder auf den Lippen haben!

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  9. meine sommerliste:

    ♥ aprikosenmarmelade mit den letzten holunderblüten kochen

    ♥ am comer see gaaaaanz viele tomaten, melonen, pfirsiche und nektarinen essen

    ♥ die kleinen dinge des alltags genießen mit meinem kleinen spatzl

    ♥ sommerluft einsaugen und die erinnerung daran bis in den winter behalten können.

    lg elke

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Ich freue mich über eure Worte!