Samstag, 5. Oktober 2013

GEFUNDEN!

Am 19. September fanden wir den Sommer. In Nordspanien. Genauer gesagt im Örtchen El Pito. Die ungeplante Reise, auf der wir nur mit faltbaren alten Straßenkarten, Wegbeschilderungen, Wetterprognosen und Empfehlungen navigierten, führte uns durch die Schweiz nach Frankreich und dann nach Kantabrien, Asturien und Galizien und wieder zurück mit Schlenkern durch das Baskenland und Aragonien. Das endgültige Sommeradieu in den spanischen Pyrenäen. Im Rücksack Sommerkleid, Wanderschuh, Strohhut, Wollpullover, Badesachen, Schal. Alles durfte mal zum Einsatz kommen.

Ich schätze diese Art des Reisens. Sehr! Sich überraschen lassen, bleiben oder weiterziehen. Sich zurecht finden, Unterkünfte suchen, immer wieder. Um die Ecken schauen und Entscheidungen treffen dürfen und müssen. Manchmal ganz schön flott, bevor die Ausfahrt nur noch im Rückspiegel zu sehen ist. Neue Gerichte kennenlernen, an vielen Tischen sitzen. Picknick an den wilden nahezu menschenleeren Stränden und Streifzüge in kleinen nebensaisonverschlafenenen Dörfchen. Süßes Frühstück, die Pfirsichmarmelade als Erkennungsmerkmal. Draußen essen, spät am Abend. Bäckereiauslagen bestaunen. Der Kaffee überall schmackhaft und stark. Merken, wie gut man es eigentlich hat. Beobachten, wie Menschen leben und arbeiten. Feststellen, dass man manche Orte sofort lieb gewinnt und sich andere nicht ganz erschließen lassen. Sich manchmal fremd aber viel öfter willkommen fühlen. Ein Lächeln wird überall verstanden.


Dabei die üblichen Reisephasen durchleben: rastend, nachdenkend, sammelnd, lesend, schreibend, fahrend, picknickend, rückblickend, hinterfragend, beobachtend, wünschend, mitnehmend.

Spaniens Norden hat mich sehr beeindruckt, die Natur abwechslungsreich, das Wasser so klar, die Buchten und Wälder so zahlreich, die Berglandschaften in den schönsten Farbschemen.

Ein schöner Abschluss und ein letztes tiefes Durchatmen in Frankreich. Einblicke in die Drôme-Region und Michas Gartenparadies. Als Souvenir die wertvolle Erinnerung an eine Frühstücksschüssel mit frischen Feigen, Pflaumenkuchengespräche und Verveinenduft.

Zuhause den nassen Herbst und das bunte Laub begrüßt. Verzaubert in einem kleinen Zelt eine große Portion anmutiger, aufregender und amüsierender Nouveau-Cirque-Magie gesammelt, damit der Herbstpierrot auch gute Momente hat.

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Ankommen, Notizen und Bilder sichten. Und den Stift für den Herbstzettel spitzen!

Kommentare:

  1. ich sehe schon
    wir könnten gut
    zusammen verreisen :)

    das baskenland
    haben wir auch
    sehr lieb gewonnen

    einen schönen
    herbst euch

    t.

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  2. und mit jedem wort wächst der spanienwunsch und so ungleichzeitig gleichzeitig ist das herbstwohlsein mit einem schnipp noch mehr da.

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  3. Ein herzliches Coucou aus Frankreich - schöne Mitnimsel aus Spanien habt ihr mitgebracht!

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  4. danke für ein letztes bisschen sommer
    was für eine reise...

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  5. ungeplant den tag, menschen, orte genießen. so ist es am schönsten.
    lg, éva

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  6. hach. Fernweh.
    was für schöne Impressionen!

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  7. hallo du. wie schön! wie schönschönschön ihr's hattet. freue mich aber auch, dich wiederzuhaben ;)

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  8. gracias, merci und danksehr für diesen schönen Empfang!

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  9. auf den reisezettel gesetzt
    seit einer schönen erzählung von da

    und jetzt umso stärker unterstrichen


    wunderbar, liebe julie!

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Ich freue mich über eure Worte!