Mittwoch, 20. November 2013

STREICHEN

Das Novembergrau streicht durch die Gegend und Gemüter. Ich streiche mit. Seit einigen Wochen die melancholischen Cellosaiten, nach zehn Jahren Geigenpause. Neues lernen, Neues machen. So auch das erste Quittengelee. Genau richtig für die dunklen Butterbrote. Schmackhaftes Streichen. Dabei streiche ich langsam zu lange Listen durch und bald kürzere Haarsträhnen hinters Ohr. Die Weihnachtslichter kommen näher. Der arme Herbst darf kaum verweilen. Geschenke werden auch gestrichen, zum größten Teil. Hasten und Eilen gegen gemeinsames Verweilen eingetauscht. Dazu Dosen und Gläser mit Küchenschätzen. Morgen wird als erste Tat grüne, gelbe, rosarote und orangene Zitrusschale selbst kandiert. Gebäckzutaten. Gar nicht leckeres Kästchenzitronat könnt ihr also getrost von der Einkaufsliste streichen! Bei künstlichkirschrotzuckrigklebend drücke ich aus geschmacksverbündetem Verständnis gern ein Auge zu ;)

Und schrubbt schon mal die Backbleche, eine neue Hilda-Ausgabe macht sich derzeit für den Novemberausklang blätterfein!


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Streichen wir gemeinsam?

Kommentare:

  1. wie schön, dass du es noch mal wagst. mit der Geige. nach so vielen Jahren.
    ganz viel Freude!

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  2. so schön! die veränderungen des lebens…..
    auf dein rezept der kandierten zitrusfrüchte bin ich gespannt,
    das könnte meinen stollen verfeinern!

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  3. Wie schön die abgeriebenen Quitten glänzen!
    Musik selbst zu machen, halte ich für höchst stimmungserhellend und steht auch auf meiner Liste. Ich hoffe, es rutscht irgendwann wie bei dir auf Platz 1 der zu erledigenden Dinge...

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  4. ich beneide alle, die ein instrument spielen, oder singen können. leider wurde mir dieses talent nicht vergeben, aber ich lausche so gerne dabei.
    das kandieren wartet auch noch auf mich, wenn man einmal gemacht hat, will man keine andere kandierte früchte mehr. lg, éva

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  5. wie schön, dass du schon streichst und nicht mehr kratzt:)
    und so gut, dass du sie dir nimmst die zeit!

    bei den kürzeren haarsträhnen schließ ich mich an, heute beschlossen, also muss es heute auch umgesetzt werden - auch wenn wohl wieder nur der DELUXE-salon auf meinen spontanen besuch vorbereitet ist:)

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  6. vielleicht sollte ich also wieder beginnen, querflöte zu spielen? ich habe sie immer noch. dein "streichquartett" gefällt mir gut. listen kürzen am allerbsetn. schöne grüße

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  7. Ich habe Jahre die Trompte gespielt und mir kam neulich der Gedanke, wie ich es vermisse ein Instrument zu spielen. Ist nur schwierig in einer Mietswohnung damit wieder anzufangen :)

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  8. o liebe julie
    du findest so schöne worte
    ja, der arme herbst aber auch!
    niemand genießt ihn, hängen den letzten sommertagen nach
    und vorfreuden auf adventstage.

    dabei, die gerüche, die der herbst bringt, sind ihn allein schon wert :).


    hach und ja, wie gern hätte ich (m)ein klavier hier.
    aber nein, mietwohnungen mögen keine instrumente ...



    ach ja und quitten, die flotte ich, gestrichen dauert mir zu lange ;)
    wie kurz sind die haarsträhnen nun?

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  9. celloklänge mit quittenduft — damit er doch noch zu seinem guten herbstrecht kommt, der november.

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  10. Ich streiche die Quitten durchs Sieb, musikalisches Gestreiche ist mir leider nicht vergönnt. Beim Haarestreichen bin ich wieder dabei, ich kann mich nur noch nicht so recht entscheiden. Kurz, lang, kurz?

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Ich freue mich über eure Worte!