Montag, 29. Juli 2013

PICKNICK MIT HILDA

Picknick. Geht ganz groß und klein, mit Vielen oder ganz mit sich allein. Vergnügen und Zelebrieren. Speisen zusammentragen und teilen, die Getränke im Bach kühlen, nach dem Essen eine Partie Boule und bei Anbruch der Dunkelheit die Decke wieder Eck auf Eck verstauen oder die Lampions in die Zweige hängen. Picknickorte sammele ich, überall. Nah und fern, geheim und bekannt. Der Ort und die Gesellschaft tragen so viel zur Atmosphäre bei. Ich erinnere mich gern an Picknickpartien auf Parkwiesen, in Zugabteilen, auf dem Wohnzimmerboden bei Regen und Gewitter, auf Tischtennisplatten, am Meer mit Horizontblick oder in den Bergen mit Panoramaaussicht. Der Baumkronenblick aus der Wiesenrückenlage ist mein Favorit.

Wenn nichts klebt, aufwändig gekühlt werden muss, stark krümelt oder schwer zu transportieren ist, sind Picknickspeisen meine liebsten. Picknickgerichte dürfen ruhig ein wenig besonders sein und Abwechslung auf die Teller bringen. Nudel- und Kartoffelsalate haben längst ihre Spezialisten mit Geheimrezepten gefunden, ich kann nur empfehlen, neue Aromen und Zutaten in die Runden zu bringen, das tut allen gut.

Zu einem schönen Picknickfest gehört auch schönes Tischgeschirr. Picknickabfall in Form von Papp- oder Plastiktellern sieht man leider viel zu oft, dabei findet wiederverwendbares Geschirr und Besteck in jedem Körbchen Platz. Wer nicht die schweren guten Porzellanteller auf dem Gepäckträger transportieren möchte, findet mittlerweile einige hübsche Alternativen. Zum Beispiel Geschirr aus Mais, Palmblättern, Bambus oder Zucker.

Ich habe meinen Picknickkorb für euch mit Trink- und Essbarem sowie den passenden Rezepten bestückt, die anderen Körbchen werden von Katharina, Juliane, Christina und Isa gefüllt, denn die Plätzchenhilda feiert in unseren Blogs Sommerfest mit Picknick!

Mittwoch, 17. Juli 2013

EIN BISSCHEN UND EIN BISSCHEN

Bekannte und unbekannte Klänge im Innenhof einer alten Fabrik zur tief stehenden Sonne, Gartennachmittagshängemattenschaukeln, Tausend und eine Nacht in den Büffet-Schüsselchen, süße Aprikosen vom Grill, die größte Umarmung der Welt, Lindenblütenkleber, ausgedrückte Cassisbeeren im Küchensieb, Hafenlampions, Liegengebliebenes. Neben dem Sommergenuss schwingt ganz leise Wehmut mit. Wie jeden Sommer. Der halbe Monat so schnell um, die Früchte so plötzlich reif, die Blumen so rasch verblüht. Noch ein bisschen auskosten und festhalten. Nur noch ein kleines bisschen. Und dann noch ein großes bisschen.

Freitag, 12. Juli 2013

GEFRORENER KUCHEN

Der eisgekühlte Erdbeerkuchen ließ einige von euch nach dem Rezept fragen. Das verrate ich euch gern. Eigentlich gibt es gar nicht viel aufzuschreiben, denn ihr bestimmt die Zusammensetzung und die Farbwahl letztendlich selbst. Ihr sucht aus, welche Krümel den Boden ausmachen (Kekse, Kerne, karamellisierte Nüsse, Knusper, Schokolade), wählt Obst und Aromen eurer Wahl, die daraufhin püriert werden. Ihr bestimmt, ob das Fruchtmus mit Quark, griechischem Joghurt, Sahne oder Vanilleeismasse gemischt wird und wieviel Zucker oder Honig hinein dürfen. Immer gleich: erst wird der Boden in eine Springform oder in Förmchen mit herausdrückbarem Boden verteilt, dann streicht ihr die Fruchtmasse in die Form und friert sie mehrere Stunden ein.
Für eine Springform mit einem Durchmesser von 18 cm sind 200 g zerkrümelte Kekse gut. Nehmt ihr nur Kekse, so helfen ein paar Esslöffel gebräunte Butter, die Krümel beisammen zu halten. 500 g Quark reicht dann bis zum Rand.

Donnerstag, 11. Juli 2013

SONNTAGSTAFEL

Erdbeererntedank und Beerensaisoneröffnung. Ein festliches Sonntagssüß. Sechs gefüllte Gläser, Geschichten über die Eigenarten der Großmütter und auf den Tellern Keksbodenknusper mit eisgekühltem Quark und saftige Schokoladenküchlein mit Beerensauer. Eine Momentaufnahme für das Sommerbilderbuch.

Freitag, 5. Juli 2013

KIRSCH-HOLUNDER

Geschmacksverbindungen. Im Leben, im Topf. Etwas, das mich immer wieder fasziniert. Texturen, Farben, Aromen. Die Symbiose finde ich oft im Eis wieder. Gutes Eis, leider eine Seltenheit. Ähnlich geht es mir mit der Marmelade oder Konfi, wie Tine es immer so schön sagt. Oft zu süß, zu stückig, übertrieben exotisch oder übertrieben einfallslos. Aber es gibt Hoffnung. Eine Marmeladenköchin und ihr kleines Kellerregal haben mich einst verzaubert. Samtige Texturen und Sommerfarben in kleinen italienischen Gläschen mit Miniaturetiketten. Ihren Rat, es mit den Zuckerverhältnissen nicht ganz so genau zu nehmen, nahm ich mir zu Herzen. Mein Marmeladenvorrat ist aufgebraucht, Nachschub habe ich nun selbst gekocht. Eine neue Art des Kombinierens, Farbschemendenkens und achtsamen Rührens. Die Verbindung zum Eismachen vorhanden. Ihre Konfitüren sind nicht nachahmbar, sie schmecken einmalig, die persönliche Note klar erkennbar. Nun suche ich nach meiner. Ein Anfang ist gemacht, dunkel-köstlich!


Montag, 1. Juli 2013

SOMMERZETTEL

Pünktlich zum Ersten setzt der Sommer wieder ein. Das morgendliche Aufstehen fällt leichter, die Obstsorten reifen zusehends, Brotzeit zwischen duftenden Tomatenpflanzen und Schwalbenflug lässt die Balkontüren und die Gedanken aufwehen, ein längst fälliger Abendbesuch bei meiner 93 jährigen Nachbarin wird mit einer kleinen feinen Elstersage belohnt.

Auf meinem Frühlingszettel kann ich zufrieden folgendes verbuchen: