Sonntag, 15. September 2013

REISEGEDANKEN

Jeder Reise ist anders besonders, je nach Route, Begleitung, Gedankengepäck und Wetterspiel. Immer gleich geht es mir jedoch, wenn ich auf diesen Streifzügen in einem besonderen Café einkehre, einen schönen Stöberladen entdecke oder etwas Köstliches auf dem Teller habe. Ich greife nicht zur Kamera. Auch nicht an den schönsten Orten. Ich bin zu höflich, zu zurückhaltend und ehrfürchtig und zu sehr beschäftigt, alle Sinne auf dieses Erlebnis auszurichten. Genuss. Ohne schnelles wackeliges Kameraklickklack und Fotos, die diesem persönlichen Erlebnis nie nahe genug kommen würden. Die den Personen, die alles so liebevoll aufgebaut und zusammengestellt haben, nicht gerecht werden. Etwas anderes ist ein gemeinsam geplantes Festhalten, dann haben beide Seiten etwas davon. Dann geht es aber nicht mehr um einmaliges ein persönliches Momentgefühl. Genauso ist es mit Konzerten. Momente ohne unnötige Ablenkung selbst erleben, denn jeder wird sie anders beschreiben und ein bestimmtes Gefühl und Erlebnis daran knüpfen. Irgendwie beruhigend.


Donnerstag, 12. September 2013

FEIN GESCHNITTEN - ORDENTLICH GEKNÜLLT

Nach einer längeren Backpause, weil die Früchte lieber in den Marmeladentopf plumsten, wurde aus einem grundlegenden Strudelgedankengang ein plötzliches Backmuldenexperiment. Knusperteig, Aprikosenpfirsiche und ein großer Klecks aus gequollem Gries mit Zucker, Butter und aufgeschlagenem Ei, ergänzen sich ganz prächtig. Der Zwetschge könnte das auch gefallen. Ein ganz schönes Lameng-Rezept, beim nächsten Mal notier ich für euch mit!




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Meine Marmeladenkochfreundin Etta James wurde währenddessen im Küchenradio von einem melancholischen schönstimmigen Immerwiederliebling abgelöst.

Zu den letzten Krümeln bestätigendes Nicken, denn so ist es mit der Küchentherapie.

Dienstag, 10. September 2013

UNTERWEGS IN ROTTERDAM

Von unserem Wasserturmquartier aus erkundeten wir die Gegend. Gar nicht weit: Rotterdam. Nicht unbedingt eine oberflächliche Schönheit, aber irgendwie sympathisch und echt. Ein abwechslungsreiches Straßenbild mit Platz für viele Beobachtungen und interessante Charaktere. In der Kamera eine Rolle Film und das begleitende Sichselbstertappen, wenn man anfangs nach dem Auslösen konditioniert  und erwartungsvoll auf die Kamerarückseite blickt.



Hier ist es besonders schön:

Freitag, 6. September 2013

VILLA AUGUSTUS

Ein großes Danke für die schönen Worte und Glückwünsche. Herzklopfen!
Mit guten Gedanken denke ich auch an unsere kleine Reise nach Holland zurück. Nina kramte für mich in ihrer Schatzsammlung der besonderen Orte und Susanne bestätigte mir die Wahl mit einem: unbedingt! Also wurde es ein Zimmer im einmaligen ehemaligen Wasserturm mit seinen blühenden und großzügig angelegten Themengärten, der Sonnenterrasse mit den Zitrusbäumchen, dem ausladenden Restaurant mit großen und kleinen Tischen und Leseecke.

In der Villa Augustus wird saisonal gekocht und die Speisekarte vor allem von der reichen Ernte der Gartenbeete, der Beerensträucher und der Obstbäume diktiert. Große und kleine Teller. Gerichte aus dem Holzofen oder der offenen Küche. Viele Aromenerinnerungen habe ich mit nach Hause genommen und den Geschmack der köstlichsten frischen Kartoffelfritten mit Rosmarin und Knoblauch, die ich bisher essen durfte. Unvergessen auch die Auberginenpizza, meine geliebten Krabbenkroketten und das Sandwich mit dem kurz gebratenen Thunfisch und den scharfen Gurken. Die Textur vom köstlich frischen hellen Sauerteigbrot und Nachspeisen wie Brombeercrumble und Sorbet von roten Johannisbeeren. Das Frühstückbüffet tauschten wir schnell gegen das kleine Marktfrühstück an der zentralen Tafel mitten im angrenzenden Café. Dort hat man sowohl die Backstube als auch den kleinen Gemüseladen und die bunten Stöberregale im Blick. Ein guter Platz, ein guter Ort!