Freitag, 2. Dezember 2016

VON AUSREDEN & EINSICHTEN


So. Da bin ich wieder.
In diesem Jahr kam ich so manchen meiner Eigenheiten und Gedankenblenden auf die Schliche. Besser spät als nie. Mir musste es mitten bei einem Waldspaziergang erst wie Schuppen von den Augen fallen, dass ich nicht, wie so oft sentimental angenommen, vor meiner Zeit als Mama mit meiner Arbeitswoche unbegrenzte Zeit zur Verfügung hatte. Auch da hatte ich private Stapel, Unbeantwortetes, Angefangenes, Vergessenes. Auch da war ich abends manchmal einfach müde. Auch da hatte ich mal einen schlechten Tag oder gleich mehrere am Stück. Auch da war ich nicht ständig unterwegs, produktiv, kreativ. Auch meine irgendwann umgesetzte Vier-Tage-Woche, war zwar eine prima Entscheidung, aber auch nicht die Komplettlösung für mein immerwährendes ichkommzunichts-Dilemma. Nun erneut alles mal eben auf die neue Lebenssituation und die Aufmerksamkeit für den kleinen Menschen um mich herum zu schieben ist also einfach unfair und zu einfach.
Vor ein paar Tagen fiel hier im Haushalt der Entschluss, bis Jahresende keine Serien mehr zu schauen. Na gut, der Entschluss fiel nicht ganz so schwer, weil wir gerade The Americans beendet hatten und ein Staffelende erst mal ein guter Ausgangspunkt ist. In diesem Jahr haben wir echt genug gute Filme und Serien geschaut. Das hat Spaß gemacht. Aber auch zeitweise von vielen Dingen abgehalten. Also gibt es nun ein bisschen mehr Abendzeit. Und weniger Ausreden. Ich habe mir einen Zettel gemacht, denn ich will entgegen aller besinnlicher Adventsachtsamkeit fokussiert in die Pötte kommen. Mich spornt das Jahresende immer ganz gut an, noch Zeug wegzuschaffen. Dinge abzuschließen. Und mich endlich mal den Ablenkungen zu widmen, die mich vermeintlich davon abhalten, größere Entscheidungen zu treffen oder mich in ein Projekt zu stürzen (äh um mir einen Projektplan zu schreiben muss ich aber erst mal meinen schönen Stift im Schreibtischchaos - äh eigentlich müsste ich das überhaupt erstmal aufräumen - suchen, ach eigentlich muss ich erst mal alle Spitze stiften, och ich bräuchte mal einen guten Spitzer, komm ich recherchier mal.... schwupps ist der Abend um). Und da ich mir eingestehen muss Meisterin in solchen "vorab-aberichmussdochs" zu sein, kann das so nicht weiter gehen. Also sind jetzt diese Hindernisse dran. Ich löse sie alle auf. Das ist zumindest der Plan. Und für manche Erledigungen passt sogar noch was in den Hintergrund. Dafür empfehle ich wärmstens die unterhaltsame und lehrreiche TED Radio Hour. Ha, doppelt genutzte Zeit!

Hier sind meine ersten Sieben. Eine Sache pro Tag. Bedient euch, falls es euch ähnlich geht. Freut euch, wenn ihr auch so schon alles beherzt durchstreichen könnt. Belächelt sie, wenn sie euch banal erscheinen. Nutzt die Punkte als Adventskalender oder einfach als Inspiration. Einfach so, wie es zu euch und euren Baustellen passt. Manches braucht eine kurze Vorbereitung, manches geht sofort. Für manches kann man sich prima einen Verbündeten suchen.
  • Alle Stifte zusammensuchen (ja auch die aus der Küchenschublade und die in den Taschen verstreuten), auf einen Haufen legen, ausprobieren, aussortieren ohne nostalgisch zu werden. Die meisten sind doch eh eingetrocknet, kaputt oder liegen doof in der Hand. Für die noch funktionsfähigen gibt es sicher im Umfeld freudige Abnehmer!
  • Alle abgefallenen Knöpfe wieder an- und alle offenen Nähte wieder zunähen bzw. vorher erst mal überlegen, was ich aus dem schon lange angehäuften Stapel überhaupt vermisst habe. Eine Nikolaus-Nähverabredung mit einer Freundin steht schon im Kalender. Das wird gut.
  • Das Auto verwöhnen (waschen, saugen - Kindersitz(!), Flüssigkeiten, Reifendruck und sowas).
  • Einen Abend um 20:30 Uhr im Bett liegen. Dann einfach Schlafen.
  • Alte Batterien, Altglas und Pfandflaschen wegbringen. Und den Pfandzettel nicht wieder in der Hosentasche vergessen sondern direkt abgeben oder verschenken.
  • Schauen, was für Konzerte in nächster Zeit sind und die passenden Freunde zusammentrommeln. Für den Favoriten direkt eine Karte kaufen und sich vorfreuen.
  • Alle nervigen und eh nicht gelesenen Newsletter abbestellen. Schon wieder.

Also loslos. Die nächsten Sieben folgen bald!

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Was schafft ihr gerade weg?

Freitag, 2. September 2016

SO WIRD DAS NICHTS!


Manchmal passen die Bedingungen nicht. Da kann noch so etwas Gutes zu Grunde liegen, wenn ein paar Stellschrauben gerade nicht passend sitzen, klappt es einfach nicht. Mein Trombetta-Projekt auf dem Balkon kann ich als gescheitert abstempeln. Ich hätte viel zu große Kübel aufbauen müssen, sie sind wohl doch viel lieber in Freiheit und im Garten, was soll ich sie da begrenzen und ihnen ein Umfeld vorgaukeln, das am Ende nicht zu ihnen passt. Micha konnte bereits ernten - die Glückliche - und liefert damit den finalen Beweis, dass sich die neugierigen Gartenbesitzer unter euch die Trombetta auf jeden Fall auf den Pflanzplan 2017 setzen sollten. Den Balkonbesitzern lege ich als kleinen Trost die Zitronenverbene ans Herz, die wuchert hier wie verrückt!

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Ich habe mir zu viel vorgenommen. Einfach zu viel. Das einzusehen ist nicht einfach. Das schreibe ich mit müden Augen. Um mich herum liegt Spielzeug, egal wie oft man es versucht in Ordnung zu halten, es gelingt nicht wirklich. Auf dem Boden entdeckt man verschiedene Spuren unserer Essabenteuer. Auf dem Schreibtisch Stapeldörfer. Es ist kein Wettbewerb.
Mir ist nach Ruhe. Nein sogar Stille. Manchmal reichen ein paar Minuten, manchmal nicht. Ich wollte so Vieles beschreiben, z.B. wie es ist einem kleinen Menschen das Essen beizubringen, wie es ist endlich mal wieder ein gutes Kochbuch in der Hand zu haben, wie es ist ein Picknick auf den Wohnzimmerboden zu verlegen, wie es ist sich in den unbeschwerten Sommerabend zu sehnen, wie es ist am falschen Ende zu suchen. Irgendwas muss immer ruhen. Und aktuell bin ich das.

Kein für immer. Aber für den restlichen Spätsommer. Ach sagen wir direkt lieber bis in den Herbst hinein. So lange, bis es sich sortiert, ja?

Donnerstag, 14. Juli 2016

LACHS-BURGER

Ich esse gerne Burger. Also selbstgemachte. Aromen- und einfallsreiche. Solche, die man zum Essen nicht wieder dekonstruieren muss, weil sie viel zu voll gestapelt sind. Kürzlich war mir nach Fischburger. Ein paar Tage zuvor muss sich wohl beim Blättern in Donna Hays "Keine Zeit zum Kochen" eine asiatisch gewürzte Lachfrikadelle in mein kulinarisches Unterbewusstsein geschlichen haben. Und dass Lachs gut zu Mohngebäck passt, hat das Fräulein bereits anschaulich beschrieben. Ein wenig Marktrauke und genaurichtiggereifte Avocado als Garnitur und obendrauf ein guter Klecks Mayonnaise (auch eine gute!), mit ein wenig Zitronensaft abgeschmeckt - Donna Hay rührt noch Wasabipaste hinein.


LACHSFRIKADELLEN - ZWEI BIS DREI STÜCK
300 g Lachsfilet, in 1 cm große Würfel geschnitten
1-2 EL Reismehl
Etwas Zitronensaft
1 Stängel Zitronengras, sehr fein gehackt
5-10 Basilikumblättchen, gehackt (Koriander ist auch gut!)
Etwas Ingwer, gerieben, gehackt oder als Saft
1/2-1 TL Sojasauce
Pfeffer zum Abschmecken

Die Zutaten für die Frikadellen gut mischen und etwas Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Aus der Masse, die auf den ersten Blick nicht sonderlich fest erscheint, zwei Häufchen in die Pfanne setzen und mit Hilfe eines Pfannenwenders in Frikadellenform zurechtdrücken. Die Frikadellen etwa vier Minuten pro Seite anbraten. Und dann pur oder im Brötchen, mit Garnitur oder ohne, lauwarm genießen!

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Welche Burgerkreation magst du gerade besonders gern?

Samstag, 2. Juli 2016

TROMBETTA-UPDATE #01

Die Trombetta-Pflänzchen wachsen weiter und nun gibt es auch aus Frankreich Gutes zu vermelden: ebenfalls ein grünes Trio bei Micha!


Langfristig sollen sie ja ranken, ich werde wohl noch mal umtopfen müssen. Was meinen die grünen - gerne auch balkonerfahrenenen - Däumlinge unter euch: größerer Topf? Oder eher Pflanzschale oder gar Pflanzsack?

Freitag, 24. Juni 2016

HALLO SOMMER!

"Na geht doch" rutscht mir beim Anblick des nun endlich blauen Sommerhimmels heraus. Zu viel Nass in letzter Zeit, zu viel Gerumpel. Jetzt kann es losgehen. Die Schwalben stürzen sich wagemutig in ihre Loopings, in den Linden summt es als müsse nun doppelt so viel gesammelt werden und die Erdbeeren erröten ab sofort hoffentlich deutlich weniger zurückhaltend.


Sommerstart bedeutet bei mir auch stets Jahresanfangsabgleich. Die Bilanz ehrlicherweise eher mau, die Spinnereien ganz schön zurückhaltend. Die Gründe dafür vielfältig. Ich könnte nun klagen und mich selbst bemitleiden. Aber auch das bringt nichts, hab ich schon versucht. Also lasse ich mich anstecken von diesem Sommergefühl, schnappe mir ein wenig Leichtigkeit und Zuversicht, laufe los und vielleicht auch ein wenig davon und schaue wo ich landen werde. Immer gut, sich unterwegs mit ein paar schönen Dingen zu stärken, denn ich freue mich auf:
  • den Juli, den ich teilweise am Meer und teilweise in den Bergen verbringen kann.
  • Die allererste Kirsche. 
  • Und allererste Schritte. Er lässt sich Zeit.
  • Flatterstoff und ein Zöpfchen im Haar, schaut wie gut das Anna steht!
  • Abendspaziergänge. Ich bin kein guter Telefonierer. Also geht es, wenn Ruhe eingekehrt ist, auf Streifzug. Nicht allein. Mit Limonade oder Regenschirm im Rucksack, einem offenen Ohr und Ehrlichkeit. Je nach Distanz nicht immer möglich, aber planbar.
  • Ein in Ruhe gelesenes Buch. Das sollte ich schaffen. Stepanini machte mir Lust auf dieses
  • Abendsalat. In allen Varianten, die mir einfallen. Manchmal muss man sich einem Thema widmen, um die ablenkenden verwirrenden Optionen einzugrenzen. Ein Versuch ist es wert. 
  • Flohmarktstände. Auch seit langem mal wieder dahinter. 
  • Unser kühles Treppenhaus. Jedes Mal, wenn ich an einem warmen Tag nach Hause komme. 
  • Schattensiesta und zum wach werden eiskalten Mangolassi.
  • Kitzelnden Fahrtwind auf dem Unterarm, gerade noch angenehm brennende Sonne auf den Füßen, waldundwiesenromantischen Lagerfeuergeruch in der Nase und die Gelassenheit, nicht alles in einen einzigen Sommertag packen zu müssen, im Bauch.

Und trotz aller Sommerleichtigkeit wurde es mir erneut sehr berührend auf dem diesjährigen Lumix-Festival vor Augen geführt: “Life is a gift, and no one promised me longevity.” Also worauf warten wir eigentlich (immer) noch?

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Auf den Balkonabendfotos seht ihr Ottolenghis Orangen-Safran-Hähnchen und die Fladenbrotfrikadellen, die ich vor langer Zeit bei Steph entdeckt habe. Wie ich gerade bemerke, sind auch diese Herrn Ottolenghi zu verdanken - so schließt sich der Kreis!

Sonntag, 19. Juni 2016

TROMBETTA DI ALBENGA UND EIN GOLDENER SACK ERDE

Als wir vor zwei Jahren in Ligurien weilten, entdeckten wir dort auf dem Markt und im Supermarkt sehr lange schlanke gebogene hellgrüne Zucchini. Sie lachten uns an, wir nahmen sie mit, schnitten sie in Scheiben, brieten sie in gutem Olivenöl an und probierten sie. Das Fleisch war fest und kernlos, der Geschmack aromatisch und an Artischocke erinnernd. Köstlich!
Einige Abende später saßen wir im schönen Örtchen Dolcedo, welches auch insgeheim Deutschedo genannt wird, weil sich viele Deutsche in der Gegend in den 80er und 90er Jahren ein spottbilliges ansehnliches Ferienhäuschen kauften und man an vielen Ecken Deutsch hört. So hörten wir unweigerlich wie am Nebentisch ein Herr, der bereits das Kaninchen auf seinem Teller in den höchsten Tönen lobte, zu seiner Frau sagte: "Du musst diese Beilage probieren, das schmeckt so gut!" Er winkte den Kellner heran und wollte erfahren, was er da Gutes esse. Trombetta meinte der Kellner. Und als die Fragezeichen größer wurden eilte dieser in die Küche und kam mit der langen gebogenen Zucchini zurück.

Spannend an der Keulenzucchini Trombetta di Albenga ist, dass die rankenden Früchte jung und grün als Zucchini geerntet und verarbeitet werden können, die ausgewachsenen Früchte dann nachdunkeln, als Kürbis gelten und geschält verarbeitet werden müssen. Zwei in eins also. Und da sie ganz herrvorragend in die Höhe wachsen und ich oft wehmütig an Ackertinien denke, für das mir auch diese Saison noch die Zeit fehlt, machte ich mich auf die Suche nach Biosaatgut der Trombetta und wurde schnell fündig. Da alleine Anbauen aber weniger Spaß macht und mir eh schon eine perfekte gemüseverrückte Kombination einfiel, schrieb ich einige Zeilen zu Micha nach Frankreich und fragte nach, ob sie mit ihrem Habib auch welche anbauen möchte. Gartenparadies versus Stadtbalkon. Der Plan war schnell besiegelt, ich teilte die Samen auf und als wir beide die Samen zur Hand hatten legten wir los.

 

Ich wollte den Anbau in einem Sack Erde ausprobieren. Da lag nun dieser große unschöne Erdsack auf dem Balkon und erinnerte mich eher an eine Werbefläche. Äh und dann geschehen manchmal in Sekunden Dinge, die man vielleicht etwas länger hätte durchdenken sollen. Der Sack wurde innerhalb von Minuten golden. Extravagant golden. Da meine weiße Sprühfarbe eingetrocknet war, griff ich also zu einer anderen Dose, die seit Jahren auf irgendeinen Einsatz wartet und sprühte drauf los. Ja, auch ein wenig daneben. Und die Fingerkuppen wurden immer glänzender. Und auch diese Farbe reichte nicht ganz. Egal. Vorsichtshalber kam noch eine Schicht Klarlack drauf (noch eine Dose die endlich mal Verwendung fand). Der Sack wurde am Boden für den Wasserablauf noch ein wenig eingeschlitzt, die Oberfläche dann an zwei Stellen etwas größer, damit ich zwei Samen einpflanzen konnte. Eine anfängliche Weckglashaube hielt ich auch für schlau und wärmend. Dann hieß es immer mal wieder gießen und warten. Nach einer Woche regte sich immer noch nichts. Auch in Frankreich nicht.

 

Sicherheitshalber pflanzte ich zwei andere Samen in kleine Töpfchen und siehe da, nach einer Weile schaute aus dem einen ein grünes Blatt heraus. Und im goldenen Erdsack fand ich dann zufällig doch noch ein Ergebnis, der Zögling war in die falsche Richtung gewachsen - ich hatte ehrlich gesagt beim Stecken des Samens nicht darüber nachgedacht ob es da ein Oben und Unten gibt. Es scheinen sich zu dem Thema auch die forentreuen Hobbygärtner uneins zu sein. 

Die Pflänzchen sind mittlerweile in größere Töpfe gewandert und dabei tauchte in dem zweiten kleinen Töpfchen noch ein weiteres Pflänzchen auf, welches sich ebenfalls in der Richtung geirrt hatte.


Nun dürfen die drei wachsen, ich halte sie noch etwas von den Regenmassen fern und gieße sie lieber schonend und stelle sie in die Sonne, sobald sich diese auch mal wieder zeigt.

In Frankreich wurde mit neuem Saatgut noch mal von vorn begonnen. Ich hoffe, es gibt auch bald von dort Erfolgsmeldungen zu lesen :)

Fortsetzung folgt!

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Kennst du Trombetta? Und was pflanzt du in deine Töpfe?

Sonntag, 12. Juni 2016

EINE GANZE ZITRONE

Geht es um Süßes, zieht es mich zu den schokoladigen und karamelligen Tönen. Aber ich entdecke mehr und mehr die Geschmacksvorteile der Zitrusfrüchte. Süßsaures ohne unangenehmes Mundkräuseln. Sonnengelb und frühsommerfroh.
Die schönen Anlässe häufen sich und Kuchentafelstückchen oder Picknickdeckenhäppchen sind sehr gefragt. Da fielen sie mir wieder ein, die Lemon Bars von smitten kitchen. Deb Perelman hat sie in ihrem ersten Buch verewigt. Ihren Rezepten und fast wissenschaftlichen Versuchsreihen traue ich. Vor drei Jahren machte ich sie zum ersten Mal. Nun zum zweiten und dritten. Und als ich anfing und meine große Auflaufform sah, kamen mir kurz die Zweifel. Oh je, reicht die Teigmenge? Soll ich verdoppeln oder improvisieren? Nahm ich damals doch die quadratische kleinere Form? Der Bauch entschied weiterzumachen und es drauf ankommen zu lassen. Es passte dann doch alles gerade so, die Teigschichten daher nicht zu dick und die finalen Schnitte direkt mundgerecht. Oh ja, sehr gut!


ZITRONENSCHNITTEN - LEMON BARS
(frei nach smitten kitchen)

Für den mürben Boden
150 g Mehl
60 g Zucker
1/4 TL Salz
125 g kalte Buttter

Für den süßsauren Belag
1 unbehandelte Zitrone
250 g Zucker
125 g weiche Butter
4 Eier (L)
2 EL Speisestärke
1/4 TL Salz
Puderzucker zum Bestreuen

Vorabinformation
Es wird eine flache Auflauform benötigt (für dicke Schnitten eher eine quadratische mit ca. 20 cm Seitenlänge oder für eine dünnere Variante eine größere rechteckige mit längster Kante von ca. 30 cm).
Der Backpapiertrick zum Auskleiden: Man nimmt einen Bogen Backpapier, knüllt ihn beherzt zusammen, breitet ihn dann wieder aus, buttert die Oberfläche ein wenig, legt ihn mit der Butterseite nach oben in die Form und und dreht die Enden ein, so dass das Papier besser in der Form hält.

Die gewählte Auflaufform mit Backpapier auskleiden.

Für den mürben Boden Mehl, Salz und Zucker in einer Schüssel mischen, die Butter hineinwürfeln und mit kalten Händen rasch zu einem Mürbeteig verkrümeln. In die Form drücken und dort gegebenenfalls mit Hilfe einer kleinen Teigrolle dünn bis in die Ecken rollen. Die Teigfläche mehrfach mit Gabelzinken einpieksen und bei 175 °C Umluft ca. 20 Minuten backen, bis der Teig leicht bräunt. Die Form aus dem Ofen nehmen und den Ofen weiter laufen lassen.

In der Zwischenzeit die Zitrone zur Hälfte schälen damit die Füllung nicht zu bitter wird, dann die Frucht mit der restlichen Schale in Ringe schneiden und störende Kerne entfernen. Mit dem Zucker in einem Pürierbecher mischen und mit dem Pürierstab zu einer glatten Masse mischen. Die Butter hinzu geben und wieder kurz pürieren. Eier, Salz und Stärke ebenfalls kurz unterpürieren, so dass eine homogene Zitronenmasse entsteht.

Die Masse auf dem Teigboden verteilen und die Form wieder in den Ofen stellen. Etwa 30-40 Minuten, damit sich eine leicht gebräunte Kruste bilden kann (die Zitronenmasse soll dann noch etwas puddingartig wackeln). Nun gilt es aufmerksam zu sein und einen großen Bogen Alufolie bereit zu halten. Bei mir bräunte die Masse bereits nach 10 Minuten und ich habe sie dann entsprechend abgedeckt und weiter gebacken.

Wenn alles fertig ist, in der Form abkühlen lassen, dann mit Hilfe des Backpapiers aus der Form heben, mit Puderzucker bestäuben und in Stücke schneiden.

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Ich winke ein wenig sonntagssüßnostalgisch in die Runde und besonders zitronig die Mundwinkel nach oben ziehend zu Ulma, die gerade doppelt gelüstet und sich hoffentlich über das Rezept freut. Und zur treuen mitlesenden Hanna!


Donnerstag, 19. Mai 2016

VON BAD GASTEIN NACH NORDITALIEN

Es ist schon fast zwei Sommer her. Wir hatten drei freie Wochen und wollten diese in Italien verbringen. Eher im Norden. Wir ließen uns ein wenig von schönen Reisefotos leiten, die wir immer mal wieder zufällig fanden.
Auf dem Hinweg besuchten wir noch das einer verlassenen Filmkulisse gleichende Bad Gastein (herrlich!) und verbrachten die restliche erste Woche in Friaul-Julisch Venetien. Dann eine Woche Toskana und eine Woche Ligurien. Ein etwas entspannteres Reisetempo, schließlich reiste da bereits im Bauch der kleine Junge mit. Ein Abstecher nach Rimini war auch noch drin, dort wollte ich schon immer mal hin. Einfach weil mir der Name gefällt. Und weil dort die Sonnenschirme so schön bunt sind.

Ansonsten mieden wir die großen bekannten Städte und überließen die Ausflüge einfach dem Zufall. Wir fanden beeindruckende Schluchten, farbenfrohe kleine Törtchen, versteckte dick belegte Seitengassensalamisandwiches, Hinterhofromantik mit der immergleichen Schlager-Kassette, die die alte Nachbarin nachmittags zur immergleichen Uhrzeit aufdrehte und freudig mitschmetterte, hauchdünn geschnittene Mohnnudeln, köstliches stundenlang gekochtes Brassato und mit der Hand zu essende frittierte Zucchiniblüten als Primi, alte Strandbäder, Weichspülerduft in kleinen Dörfchen, Safraneis mit Stückchen, Unwetterspektakel und immer wieder kleine Details, die das (auffällig kulinarische) Erinnern bis heute verschönern.


Ligurien mochte ich am liebsten. Während mir die Toskana irgendwie zu gestutzt erschien, war es dort rauher, echter. Man konnte vergangene mondäne Seebadzeiten erahnen, wirklich gut essen, in die Höhe oder zum Wasser fahren - meist auf engen kurvigen Straßen. Es gab filmkulissentaugliche Dörfchen, viele Oliven und ein sehr angenehmes Klima.
In Ligurien aß ich auch ein Gemüse, von dem ich euch bald noch mehr erzählen werde.

Diese Reise wollten wir nicht unterschlagen und sie ist nun zweigeteilt und chronologisch eingeordnet auf unserer Gute-Reise-Seite zu finden.

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Ein ans Herz gelegtes Muss fürs Handschuhfach: Slow Food Osterie d'Italia!

Samstag, 30. April 2016

ZU GAST BEI CHESTNUT & SAGE

Heute darf ich Gast sein. Bei Julia von chestnut & sage. Wenn ihr sie noch nicht kennt, dann ist dies eine Herzensempfehlung. Ihr Blog ist hell, strukturiert, immer wieder schön anzuschauen, die Rezepte farben- und aromenfröhlich und die Texte geist- und lehrreich. Ich nehme mir immer etwas mit. Und da sie gerne reist, verrät sie auch immer wieder besondere Reisetipps. Und hoffentlich kann ich eines Tages Teil ihrer Gastfreude sein.

Julia hat mir fünf gute Fragen gestellt, die Antworten findet ihr hier.

Montag, 18. April 2016

ENERGIEBAUKASTEN

Es gibt Tage, da muss ein bisschen Extra-Energie her. Sie darf gesund sein, aber ruhig auch irgendwie belohnend schmecken. Ein bisschen wie Teiglöffel ablecken. Ich brauche kleine Happen, die ich im Mund verschwinden lassen kann, ohne dass der kleine Junge sie direkt entdeckt. Und er ist ein guter Beobachter.
Die Eigenschaften der verschiedenen Zutaten ergänzen sich zu einer klebrigen schnittfesten oder rollbaren Masse. Legt man einmal los, kommt die Lust am Geschmackstüfteln von ganz allein. Dankbare Abnehmer gibt es auch, vor allem Lernende, frischgebackene Eltern oder Reisende.


Hier der kleine Energiebaukasten - und wie das bei der Wissenschaft so ist, es darf experimentiert und angepasst werden, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist!
  • Die Grundmasse muss klebrig sein. Prima sind also Medjool-Datteln, getrocknete Aprikosen oder Pflaumen. Oder Feigen oder oder. Ruhig zwei Hände voll.
  • Dann eine Hand voll Nuss. Manche nehmen auch noch die zweite Hand. Eine Sorte oder nach Belieben gemischt. Statt Nuss kann man sich aber auch an Kernen versuchen, wie z.B. kurz geröstete Kürbis- oder Sonnenblumenkerne.
  • Dann kommen die Aromen: eine gute Prise Salz ist Pflicht, gern auch in Flockenform. Was dann noch hineinrieseln darf ist wieder dem Geschmack und dem Vorrat zu verdanken. Von Anis bis Zitrusschale. Alles erlaubt.
  • Und für ein wenig optionale Extravaganz: ein wenig Extrafett. In Form von Nussmus oder Kokosöl. Muss aber nicht! Oder Extraknusper: Flakes, gerösteter Mohn oder Sesam oder Amaranth.
  • Und für gutes Aussehen: Kakaopulver oder Kokosflocken und/oder andere Sprenkel für die Masse oder die finale Wälzung. Hier darf man als Maß beherzt den Esslöffel einsetzen. Manchmal sogar doppelt.

Ein Blitzhacker oder eine Moulinette mit ausreichend Kraft übernehmen dann schon die meiste Arbeit. Fein hacken und grob mischen. Dann übernehmen die Hände, so dass alles gut zusammenhält. Nun sollte die finale Form feststehen. Wer schneiden will, formt einen flachen Block, wer rollen will macht eher eine große Kugel. Nach einer Kühlpause, etwa eine halbe Stunde, kann dann die Masse in Häppchenform gebracht und gewälzt oder nicht gewälzt aber auf jeden Fall luftdicht und eher kühl verpackt werden.

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Das Fräulein Text hat die Erdnussvariante bereits perfektioniert und Frau Gold legt uns ihre Kokosminis ans Herz.

Montag, 11. April 2016

LEKTÜRE

Manchmal liest man Texte, die noch ein wenig nachklingen. Aus ganz unterschiedlichen Gründen. Weil sie betroffen machen, oder piesacken oder anschubsen. Hier meine drei Fundstücke für einen Wochenanfang, der alles andere als nichtssagend sein soll:

Ich habe mitgelitten, geschmunzelt und mich stellenweise ertappt gefühlt: Mathe-Abitur. Mit dem Schlimmsten rechnen.

Ich hoffe mich wenn es nötig ist an diesen aus dem Herzen geschriebenen Text zu erinnern. Für mich selbst und für Freunde: Wie überlebt man den Tod der Eltern?

Ein Rundumschlag. Und es ist so viel Wahres dran: Generation Y. Generation Fake.

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Und welcher Text hat dich in letzter Zeit bereichert?

Donnerstag, 7. April 2016

WAS PASST DAZU?

Die Sonne scheint und ich befülle gedanklich meinen kleinen Eisladen. Ein Eckladen mit großen Fensterfronten, schönen Fußbodenkacheln und zarten blaugrauen Wänden. Schnörkellos, jedoch an den richtigen Stellen passend detailliert. Am liebsten eingerichtet von Studio Oink. Das Eis wird ehrlich lächelnd mit perfektionierter Drehung aus dem Handgelenk auf gute (!) Waffelhörnchen gespachtelt, so wie in Argentinien. Sieben Sorten. Nicht mehr, nicht weniger. Und es gibt Granita di caffe. Was aus ist ist aus. Die Geschmacksrichtungen sollten miteinander harmonieren. Mir kam heute Salzlakritz in den Sinn - nicht leicht zu kombinieren. Dazu vielleicht einfach eine ehrliche Vanille mit Pünktchen? Oder hast du einen Vorschlag?

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Hast du auch einen Gedankenladen?

Freitag, 1. April 2016

FRÜHLINGSNOTIZEN



Das April-Kalenderblatt steht neben dem immer weiter erwachenden Frühling dafür, dass das erste Jahresquartal bereits vorüber ist. Die verblassende Wintermelancholie lässt einen mit unbequemen Fragen zurück. Was ist mit den Jahresanfangsgedanken, den frischen Plänen, den leicht dahergesagten Wünschen? An welchen Stellen muss man noch mal nachjustieren, durchstreichen oder umformulieren? Kann man hinnehmen, dass sich so manches Grundlegendes nicht mal ebenso ändert? Dass sich Charakterzüge, die sich über Jahre vertieft haben, nicht einfach wegretuschieren lassen, wie ein störende Unreinheit? Dass es nicht immer erleichternd ist, alles anders machen zu wollen? 

Der Alltag saugt ein, das Netz, liefert Zerstreuung. Ablenkende Investition der kostbaren Zeit, die man doch besser für sich und nicht für das verschwommene Bild von den Anderen und oft sogar Unbekannten verbrauchen sollte. Auch wenn man es doch eigentlich längst weiß, sollte man die wertvollen Momente nutzen, in denen die Gedanken nicht jäh gestört werden, weil das spätere Anknüpfen oft nicht mehr so recht gelingt. Bei sich bleiben, auch wenn es ans Eingemachte geht. Puh!

Daher schreibe ich gar nicht zu viele Punkte auf meinen Frühlingszettel, schließlich soll sich der Frühling auch in den Gedankengängen willkommen fühlen und alles mal gehörig entstauben und durchlüften.


Ein paar persönliche Wünsche und Vorhaben:
  • Schreiben. Hier, für mich, für Andere. Und die ein oder andere Postkarte verschicken.
  • Am Wochenende möchte ich gemütlich die Marktsaison einläuten, die Nase des Jungen mit Kräutern für die obligatorische grüne Soße kitzeln und ein kleines Frühlingsmahl zubereiten.
  • Fahrrad fahren.
  • Versuchen, mich ohne schlechtes Gewissen auf eine kleine Mai-Reise vorzufreuen.
  • Cashewmilch selber machen, denn stepanini hat mich mit der goldenen Milch angesteckt und die Cashewbasis gefällt mir bisher am besten. Wie man Nussmilch macht, steht z.B. bei Krautkopf.
  • Alten Kram loswerden, der sich hier schon wieder unschön türmt.
  • Etwas nachholen: das Februar- und Märzgericht - noch etwas, das ich doch unbedingt schaffen wollte. Ich habe in den beiden Monaten trotzdem gesammelt und kann euch schon mal folgende drei Fremdkreierten wirklich ans Herz legen: Rote-Bete-Kokos-Suppe (mein Tipp: länger kochen lassen und pürieren), Topfentorte und ein gigantischer (auch in seiner Erscheinung) Marzipanzopf.
  • Das Seufzen umwandeln. In Elan. In gute Gedanken. In Zuversicht!

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Frühlingsgedanken - habt ihr sie schon gesammelt? Oder müsst ihr auch erst noch entstauben?

Sonntag, 31. Januar 2016

IM JANUAR: ÄLPLERMAGRONEN

Jeden Monat ein Rezept festhalten - das müsste doch zu schaffen sein. Bevor der Januar so gut wie um ist, widme ich ihm noch meine Leibspeise. Als ich zum ersten Mal das Rezept ausprobierte, welches ich in meinem geliebten Alpenkochbuch entdeckte, wurden schlagartig die bisherigen Winterlieblinge der kulinarischen Lebenssammlung ein wenig in den Hintergrund gedrängt. Die Speise passt so gut zum Jahresanfang. Zur ruhigen Gemütlichkeit nach all den turbulenten Festtagen. Sie macht so warm im Bauch. Sie ist schlotzig und mehr als reichhaltig und durchkreuzt damit sämtliche Diätpläne. Das ist gut so. Cremig, salzig und ein bisschen süß. Sie hilft, wenn das Wintergrau zu düster wird oder das Herz ein bisschen juckt. Man benötigt lediglich einen großen Topf. Und kann rührend den Gedanken nachhängen. Ich spreche von Älplermagronen. Sie entstanden als man Schweizer Bergkost mit Italienischer Küche kombinierte. Man stelle sich das Gerede und Gestaune vor: zu sättigenden Kartoffeln auch noch käsige Makkaroni zu kredenzen, sowas! Aber es kommt noch besser: oben drauf gehört dann noch ein fast unverschämt großer Klecks Apfelmus aus kleinen rotbackigen Äpfeln. Und eine Ode an satte Almwiesen in Form von grünen aromatischen Schnittlauchröllchen.



ÄLPLERMAGRONEN
3-4 kleine rotschalige Äpfel, mit Schale gewürfelt
1 EL frisch gepresster Orangensaft
1 Prise Zimt
1 TL Vanillezucker
3 EL Butter
3 große festkochende Kartoffeln, ohne Schale klein gewürfelt
2 Schalotten, fein gewürfelt
400 g kurze Makkaroni
1 l Salzwasser
200 g würziger Bergkäse, grob gerieben
200-250 ml Sahne
1 Bund Schnittlauch, in Röllchen geschnitten

Die Äpfel in einem Topf anbraten, mit Orangensaft ablöschen, den Zucker hinzugeben und so lange garen, bis die Stückchen weich sind. Anschließend nach Belieben fein oder stückig pürieren bzw. stampfen.

Die Butter in einem großen Topf schmelzen lassen und darin die Kartoffeln und die Zwiebeln anbraten. Die Nudeln kurz mitrösten, das Salzwasser angießen, aufkochen lassen und ohne Deckel zehn Minuten bissfest garen. Zwischendurch rühren, gegen Ende sollte das Wasser fast verkocht sein.

Den Käse mit der Sahne unter die Nudeln mischen, Älplermagronen mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Schnittlauch bestreuen und mit einem großen Klecks Apfelmus servieren.

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IM JANUAR
Gern gelesen: ‘Airbnbs for dining’ give Italian female chefs chance to shine und mein neues schönes Tokio-Kochbuch.
Gern gesehen: Die Serie Lilyhammer.
Gern gemacht: Cappuccino. Mit starkem Espresso. Und der kleinen Bialetti mit dem Guckloch und dem Druckventil. Dazu die großen kleinen Augen und das vorfreudige Glucksen wenn ich die Kaffeemühle aus dem Schrank hole.
Gern gedacht: So manche Mühe zahlt sich aus...

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Und was serviert ihr besonders gern im Januar?

Sonntag, 3. Januar 2016

NEUJAHRSZETTEL

Wieder geht es gefühlt von vorne los. Erwartungsvoll und optionsgeladen. So einiges möchte ich festhalten für die 2016. Erstmal den Wunsch nach Winter. Eiskristalle, taube Finger, Schneegeriesel.
Und es soll das Jahr der Spinnereien werden. So manche Idee wird viel zu schnell - und noch gar nicht zu Ende gedacht - flugs wieder vernünftig weggewischt. Ist doch Quatsch! So mancher Einfall ist plötzlich mit Hilfe von Anderen gar nicht mehr so schwer zu stemmen oder so manches kleine Gespinst tut direkt umgesetzt und ausprobiert einfach gut. Wer freut sich nicht darüber, mit klopfendem Herzen, ein wenig kribbelnder Gänsehaut und wärmender Zufriedenheit oder wenns danebengeht zumindest mit einer neuen bereichernden Erkenntnis belohnt zu werden. Also los!


Weitere Punkte auf dem Neujahrszettel, auch, um den letzten fortzuführen:
  • Unter Leuten sein. Mich mit den Guten umgeben. Mit denen, die einem ehrlich begegnen. Diejenigen, die einen gedanklich herausfordern. Die, die wissen, wann man einen starken Kaffee oder den passenden Song braucht. Die, die mitreißen. Die, die erden. Und ich möchte das ebenso zurückgeben.
  • Mich nicht länger vor dem Sehtest drücken, der erste Schritt zu mehr Klarheit. 
  • Weiterhin reisen und erkunden. Auf der Wunschortliste weit oben: Wuppertal, Budapest und Tel Aviv. Und auch sehr gerne endlich mal Leipzig.
  • Die Gedanken und Prinzipien, die ich mittlerweile sehr gut auf mein Essen und die dazugehörigen Lebensmittel übertragen habe, noch besser in anderen Lebensbereichen umsetzen. Vor allem bei der Kleidung möchte ich ansetzen. Ein erster Überblick für obenrum und untenrum.
  • In manchen Situationen weniger impulsiv zurückschießen und dünnhäutiges Diskutieren einfach mal sein lassen. 
  • Agieren statt reagieren. Nicht alles alleine schaffen wollen. Offen sein. Mehr Dinge an- und aussprechen.
  • Mich nicht so oft für alles Mögliche entschuldigen.
  • Täglich draußen sein, mich bewegen, pilatieren, waldspazieren und mich langsam an das Spazierenstehen mit dem kleinen Jungen gewöhnen.
  • Mir hier vor Ort eine kulinarische Freundin suchen, bzw. sie erkennen. So wie die mir ans Herz gewachsenen, aber leider weiter weg wohnenden, Genussdamen. Eine, die gern tüftelt und Aromen mag, die Süßes lieber mit Salzkaramell als mit rosa Fondant überzieht, die mit mir in Kochbüchern blättert und den Wochenmarkt erkundet und Lammravioli mit Minzbutter ausprobiert.
  • Das mit dem auf einem Bein stehen beim Zähneputzen auch mal etwas länger durchziehen.
  • Ein Fachbuch lesen. Oder zwei. Kopf und Geist belohnen.
  • Auf dem Laufenden bleiben, auch wenn manchmal kaum Zeit bleibt. Eine Rettung aus 2015 nehme ich gerne weiter mit, den morgendlichen Krautreporter-Newsletter, der die wichtigsten Nachrichten und gute vertiefende Quellen informativ bündelt.

Der Zettel darf wachsen, je nach Saisonsituation.

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Verratet ihr mir euren ersten oder wichtigsten Punkt auf dem Neujahrszettel?