Sonntag, 12. Juni 2016

EINE GANZE ZITRONE

Geht es um Süßes, zieht es mich zu den schokoladigen und karamelligen Tönen. Aber ich entdecke mehr und mehr die Geschmacksvorteile der Zitrusfrüchte. Süßsaures ohne unangenehmes Mundkräuseln. Sonnengelb und frühsommerfroh.
Die schönen Anlässe häufen sich und Kuchentafelstückchen oder Picknickdeckenhäppchen sind sehr gefragt. Da fielen sie mir wieder ein, die Lemon Bars von smitten kitchen. Deb Perelman hat sie in ihrem ersten Buch verewigt. Ihren Rezepten und fast wissenschaftlichen Versuchsreihen traue ich. Vor drei Jahren machte ich sie zum ersten Mal. Nun zum zweiten und dritten. Und als ich anfing und meine große Auflaufform sah, kamen mir kurz die Zweifel. Oh je, reicht die Teigmenge? Soll ich verdoppeln oder improvisieren? Nahm ich damals doch die quadratische kleinere Form? Der Bauch entschied weiterzumachen und es drauf ankommen zu lassen. Es passte dann doch alles gerade so, die Teigschichten daher nicht zu dick und die finalen Schnitte direkt mundgerecht. Oh ja, sehr gut!


ZITRONENSCHNITTEN - LEMON BARS
(frei nach smitten kitchen)

Für den mürben Boden
150 g Mehl
60 g Zucker
1/4 TL Salz
125 g kalte Buttter

Für den süßsauren Belag
1 unbehandelte Zitrone
250 g Zucker
125 g weiche Butter
4 Eier (L)
2 EL Speisestärke
1/4 TL Salz
Puderzucker zum Bestreuen

Vorabinformation
Es wird eine flache Auflauform benötigt (für dicke Schnitten eher eine quadratische mit ca. 20 cm Seitenlänge oder für eine dünnere Variante eine größere rechteckige mit längster Kante von ca. 30 cm).
Der Backpapiertrick zum Auskleiden: Man nimmt einen Bogen Backpapier, knüllt ihn beherzt zusammen, breitet ihn dann wieder aus, buttert die Oberfläche ein wenig, legt ihn mit der Butterseite nach oben in die Form und und dreht die Enden ein, so dass das Papier besser in der Form hält.

Die gewählte Auflaufform mit Backpapier auskleiden.

Für den mürben Boden Mehl, Salz und Zucker in einer Schüssel mischen, die Butter hineinwürfeln und mit kalten Händen rasch zu einem Mürbeteig verkrümeln. In die Form drücken und dort gegebenenfalls mit Hilfe einer kleinen Teigrolle dünn bis in die Ecken rollen. Die Teigfläche mehrfach mit Gabelzinken einpieksen und bei 175 °C Umluft ca. 20 Minuten backen, bis der Teig leicht bräunt. Die Form aus dem Ofen nehmen und den Ofen weiter laufen lassen.

In der Zwischenzeit die Zitrone zur Hälfte schälen damit die Füllung nicht zu bitter wird, dann die Frucht mit der restlichen Schale in Ringe schneiden und störende Kerne entfernen. Mit dem Zucker in einem Pürierbecher mischen und mit dem Pürierstab zu einer glatten Masse mischen. Die Butter hinzu geben und wieder kurz pürieren. Eier, Salz und Stärke ebenfalls kurz unterpürieren, so dass eine homogene Zitronenmasse entsteht.

Die Masse auf dem Teigboden verteilen und die Form wieder in den Ofen stellen. Etwa 30-40 Minuten, damit sich eine leicht gebräunte Kruste bilden kann (die Zitronenmasse soll dann noch etwas puddingartig wackeln). Nun gilt es aufmerksam zu sein und einen großen Bogen Alufolie bereit zu halten. Bei mir bräunte die Masse bereits nach 10 Minuten und ich habe sie dann entsprechend abgedeckt und weiter gebacken.

Wenn alles fertig ist, in der Form abkühlen lassen, dann mit Hilfe des Backpapiers aus der Form heben, mit Puderzucker bestäuben und in Stücke schneiden.

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Ich winke ein wenig sonntagssüßnostalgisch in die Runde und besonders zitronig die Mundwinkel nach oben ziehend zu Ulma, die gerade doppelt gelüstet und sich hoffentlich über das Rezept freut. Und zur treuen mitlesenden Hanna!


Kommentare:

  1. Die sehen wirklich zum Stibitzen aus - ein Mal mit nackigen Fingern zugreifen..

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  2. Ich mag ihre Rezept Tüftelei such sehr gerne!

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  3. das klingt ziemlich göttlich und nach einem herrlichen sommerkuchen!!

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Ich freue mich über eure Worte!