Freitag, 24. Juni 2016

HALLO SOMMER!

"Na geht doch" rutscht mir beim Anblick des nun endlich blauen Sommerhimmels heraus. Zu viel Nass in letzter Zeit, zu viel Gerumpel. Jetzt kann es losgehen. Die Schwalben stürzen sich wagemutig in ihre Loopings, in den Linden summt es als müsse nun doppelt so viel gesammelt werden und die Erdbeeren erröten ab sofort hoffentlich deutlich weniger zurückhaltend.


Sommerstart bedeutet bei mir auch stets Jahresanfangsabgleich. Die Bilanz ehrlicherweise eher mau, die Spinnereien ganz schön zurückhaltend. Die Gründe dafür vielfältig. Ich könnte nun klagen und mich selbst bemitleiden. Aber auch das bringt nichts, hab ich schon versucht. Also lasse ich mich anstecken von diesem Sommergefühl, schnappe mir ein wenig Leichtigkeit und Zuversicht, laufe los und vielleicht auch ein wenig davon und schaue wo ich landen werde. Immer gut, sich unterwegs mit ein paar schönen Dingen zu stärken, denn ich freue mich auf:
  • den Juli, den ich teilweise am Meer und teilweise in den Bergen verbringen kann.
  • Die allererste Kirsche. 
  • Und allererste Schritte. Er lässt sich Zeit.
  • Flatterstoff und ein Zöpfchen im Haar, schaut wie gut das Anna steht!
  • Abendspaziergänge. Ich bin kein guter Telefonierer. Also geht es, wenn Ruhe eingekehrt ist, auf Streifzug. Nicht allein. Mit Limonade oder Regenschirm im Rucksack, einem offenen Ohr und Ehrlichkeit. Je nach Distanz nicht immer möglich, aber planbar.
  • Ein in Ruhe gelesenes Buch. Das sollte ich schaffen. Stepanini machte mir Lust auf dieses
  • Abendsalat. In allen Varianten, die mir einfallen. Manchmal muss man sich einem Thema widmen, um die ablenkenden verwirrenden Optionen einzugrenzen. Ein Versuch ist es wert. 
  • Flohmarktstände. Auch seit langem mal wieder dahinter. 
  • Unser kühles Treppenhaus. Jedes Mal, wenn ich an einem warmen Tag nach Hause komme. 
  • Schattensiesta und zum wach werden eiskalten Mangolassi.
  • Kitzelnden Fahrtwind auf dem Unterarm, gerade noch angenehm brennende Sonne auf den Füßen, waldundwiesenromantischen Lagerfeuergeruch in der Nase und die Gelassenheit, nicht alles in einen einzigen Sommertag packen zu müssen, im Bauch.

Und trotz aller Sommerleichtigkeit wurde es mir erneut sehr berührend auf dem diesjährigen Lumix-Festival vor Augen geführt: “Life is a gift, and no one promised me longevity.” Also worauf warten wir eigentlich (immer) noch?

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Auf den Balkonabendfotos seht ihr Ottolenghis Orangen-Safran-Hähnchen und die Fladenbrotfrikadellen, die ich vor langer Zeit bei Steph entdeckt habe. Wie ich gerade bemerke, sind auch diese Herrn Ottolenghi zu verdanken - so schließt sich der Kreis!

Kommentare:

  1. Brot wird bei uns zwar selten alt, aber die Bällchen sind abgespeichert - Hr. Ottolenghi ja er geht seine Wege :) auf ganz Bald und dann packen wir noch eine Decke zum Schirm :)

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  2. wie sommerfreudig du (mich) machst ...

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  3. Tja, auf was warten wir eigentlich (immer) noch... das frage ich mich auch... auf jeden Fall auf den richtigen Sommer, auf den warten wir immer noch :)

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Ich freue mich über eure Worte!