Freitag, 2. September 2016

SO WIRD DAS NICHTS!


Manchmal passen die Bedingungen nicht. Da kann noch so etwas Gutes zu Grunde liegen, wenn ein paar Stellschrauben gerade nicht passend sitzen, klappt es einfach nicht. Mein Trombetta-Projekt auf dem Balkon kann ich als gescheitert abstempeln. Ich hätte viel zu große Kübel aufbauen müssen, sie sind wohl doch viel lieber in Freiheit und im Garten, was soll ich sie da begrenzen und ihnen ein Umfeld vorgaukeln, das am Ende nicht zu ihnen passt. Micha konnte bereits ernten - die Glückliche - und liefert damit den finalen Beweis, dass sich die neugierigen Gartenbesitzer unter euch die Trombetta auf jeden Fall auf den Pflanzplan 2017 setzen sollten. Den Balkonbesitzern lege ich als kleinen Trost die Zitronenverbene ans Herz, die wuchert hier wie verrückt!

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Ich habe mir zu viel vorgenommen. Einfach zu viel. Das einzusehen ist nicht einfach. Das schreibe ich mit müden Augen. Um mich herum liegt Spielzeug, egal wie oft man es versucht in Ordnung zu halten, es gelingt nicht wirklich. Auf dem Boden entdeckt man verschiedene Spuren unserer Essabenteuer. Auf dem Schreibtisch Stapeldörfer. Es ist kein Wettbewerb.
Mir ist nach Ruhe. Nein sogar Stille. Manchmal reichen ein paar Minuten, manchmal nicht. Ich wollte so Vieles beschreiben, z.B. wie es ist einem kleinen Menschen das Essen beizubringen, wie es ist endlich mal wieder ein gutes Kochbuch in der Hand zu haben, wie es ist ein Picknick auf den Wohnzimmerboden zu verlegen, wie es ist sich in den unbeschwerten Sommerabend zu sehnen, wie es ist am falschen Ende zu suchen. Irgendwas muss immer ruhen. Und aktuell bin ich das.

Kein für immer. Aber für den restlichen Spätsommer. Ach sagen wir direkt lieber bis in den Herbst hinein. So lange, bis es sich sortiert, ja?

Kommentare:

  1. Danke für das Wort „Stapeldörfer“. Ich betreue hier auch mehrere Gemeinden. Möge Dein Ruhebedürfnis Heimat finden. Das wünsche ich Dir von Herzen. Auf bald, ob Herbst oder nicht, Annett

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  2. Das ruft nach Erfrischung - die wünsche ich dir, Julie und zwar eine so duftig wie Zitronenverbene!

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  3. Dann mach. Gönn Dir Ruhe. Gut, dass dir dir zuhörst.

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  4. So lange es braucht... Wie schon Ghandi sagte:
    Es gibt Wichtigeres im Leben, als nur sein Tempo zu beschleunigen.

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  5. Wichtig ist dass man in sich hineinhört, dann kann man aus der Ruhe wieder viel Kraft schöpfen, und eins nach dem anderen angehen.

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Ich freue mich über eure Worte!