Donnerstag, 2. März 2017

KOKOSNUSS & KORIANDER



Entweder aufrichtig geliebt oder für immer verschmäht. Dem Koriander ergeht es kaum anders als der Kokosnuss. Ich mag sie beide und daher ist seit einer ganzen Zeit ein großer Knick auf Seite 276 meines Geschmacksthesaurus. Dort werden die beiden kombiniert: als Füllung dünner und mit Butter bestrichener gegrillter Brotfladen. Und seitdem ich das Koriandertöpfchen auf der Küchenfensterbank genau so behandele wie den Basilikum, der mir fast den ganzen letzten Sommer über treu und üppig blieb, habe ich gerade wieder Blättchennachschub. Die Töpfchen bekommen das Wasser nur noch von unten, sie stehen einfach in einer Schale mit zwei Fingerbreit Wasser. Ist es aufgesogen, wird nachgegossen. Das verscheucht bei mir auch so manche Minimücken, die es sich sonst in der feuchten Erde und irgendwann in der ganzen Wohnung viel zu gemütlich machen.


Soeben habe ich höchstzufrieden zwei dieser köstlichen Fladen verspeist. Die gute Nachricht für die Ko-Verächter: da kann man eigentlich alles reinfüllen. Es kann durchaus auch langgezogen und käsig werden. Oder kichererbsencremig. Oder basilikumgesprenkelt. Oder feigenmarmeladig. Dann noch eine gute Suppe oder ein leckerer Dip oder eine große Schüssel Saisonsalat dazu - ein neuer Liebling!



GEFÜLLTE FLADEN MIT KOKOSNUSS UND KORIANDER
(für zwei große dünne Fladen)

120 g 550er Mehl
1 gestrichener TL Backpulver
1 Prise Salz
1/2 TL Rohrohrzucker
1 EL weiche Butter (hier kann man ruhig auch mit Ghee oder Kokosfett experimentieren)
60 ml warmes Wasser
etwa 20 Korianderblättchen, gewaschen und gut trocken getupft
2 EL hochwertige Kokosraspeln
1-2 EL hocherhitzbares Öl
1-2 EL Butter zum Bepinseln

Das Mehl mit dem Backpulver, dem Salz und dem Zucker in einer Knetschüssel verrühren und mit der weichen Butter verkrümeln. Das warme Wasser hinzu gießen und beherzt und ringbefreit loskneten und in die Länge ziehen. Die Masse ist erst mal furchtbar klebrig und ein wenig widerspenstig, wird aber nach ein paar Minuten immer elastischer. Sobald sie nicht mehr an den Händen klebt, eine Kugel formen und diese mit einem feuchten Küchentuch abdecken oder den Teig lose darin einschlagen. Dem Teig zwanzig Minuten Pause gönnen.

Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und weiteres Mehl griffbereit halten, falls der Teig anschließend beim Rollen zu sehr klebt.

Ein sauberes Backblech mit Öl einpinseln und in der Nähe abstellen. Den Grill des Ofens auf die höchste Stufe schalten.

Die Butter zum finalen Bestreichen in einem kleinen Topf schmelzen und gemeinsam mit einem Backpinsel bereithalten.

Den Teig mit bemehlten Händen kurz durchkneten, halbieren und die eine Hälfte dünn ausrollen (dabei immer mal wieder wenden, so dass er nicht klebt). Die entstandene Teigfläche gedanklich halbieren und eine Hälfte mit der Hälfte der Korianderblättchen belegen und mit einem Esslöffel Kokosraspeln bestreuen. Dann die unbelegte Seite darüber klappen, den Teigdeckel gut andrücken und den Fladen vorsichtig dünn ausrollen. Den Fladen auf das Blech heben und direkt unter den Hitzespiralen 40-60 Sekunden lang grillen, wenden und erneut 40-60 Sekunden grillen. Der Fladen darf ein wenig bräunen und fleckig werden. Den fertigen Fladen mit Butter bestreichen und warm essen.

Die zweite Teighälfte genauso zubereiten. Wer die Herausforderung liebt, bereitet beide parallel oder leicht zeitversetzt zu.

Erfolg kann man sicher auch mit einer heißen Pfanne haben, das habe ich allerdings noch nicht getestet!

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Und du? Ein Herz für die Blättchen und die Raspel?


Kommentare:

  1. noch bevor ich zu enede gelesen hatte, kam mir (in anlehnung an nicole stichs fladenbrote) die pfanne in den sinn ;) auja, das mach + mag ich!

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  2. ganz klar: pro koriander und pro kokos. In einen Fladen gebettet bestimmt ein wunderbarer genuss!

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    1. Juia, ich ahnte schon, dass du "pro" sagen wirst :)

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Ich freue mich über eure Worte!