Freitag, 27. Januar 2017

WEG DAMIT - DIE NÄCHSTEN SIEBEN

Widmen wir uns den nächsten sieben. Dinge, die einfach mal erledigt werden sollten. Ohne großes Getöse, Gestöhne oder Geklatsche. Sind sie erledigt, wird man belohnt. Also so empfinde ich das zumindest. Die Belohnung ist das gute Gefühl, den ersten Schritt oder aber auch letzten Schritt gegangen zu sein.


Mit Schwung bin ich in den Januar gestartet. Ungewohnt viel Schwung. Auslöser? Kann ich gar nicht genau sagen. Ist ja eigentlich auch egal. Hauptsache es tut sich was. Das Betreten kleiner und größerer Baustellen. Papierkram. Versicherungen. Rente. Steuern. Vorsorgetermine. Telefonate. Festplatte. Hinzu kamen diese sieben Vorhaben, die zumindest etwas mehr Spaß machen:
  • Mir endlich ein Ehrenamt suchen: die ersten Weichen sind gestellt, per Zufall begegnete mir eines, das mich inhaltlich interessiert und auch zu meinem Online-Wissen passt.
  • Nun aber wirklich auch mal selbst eine Pho Bo kochen: erfolgreich erledigt. Sie war phantastisch. Ich wusste, dass ich Hans Gerlachs Rezept trauen kann. Per Zufall bekam ich dann noch das Brodo-Kochbuch geschenkt und ich bin schon fleißig dabei meine Knochenquellen aufzutun. Und das erste Dashi bleibt sicher auch nicht das letzte.
  • Grobe Reiseplanung für das ganze Jahr: So sehr die kleinen spontanen Alltagsfluchten bereichern, so wichtig sind auch die größeren Ziele. Mit Kind muss sowieso geplant werden. Es ist nicht gut alles aufzuschieben. Also wurde der Staub vom alten Schulatlas gepustet und die ein oder andere Route vorfreudig mit dem Zeigefinger nachgemalt. Es soll ein reiselustiges Jahr werden - Freunde besuchen, Neues entdecken, Bekanntes wiedersehen. Die grundsätzliche Städtewunschliste ist auch schon wieder viel zu lang, aber vielleicht ist für euch noch Inspiration dabei? Aarhus, Nantes, Porto, Sterzing, Weimar, Leipzig, Budapest, Riga... Oh und lasst bloß nicht Turin außer acht!
  • Bevor ich aber immer in die Ferne schweife, möchte ich mein Umfeld nicht zu sehr vergessen. Also lautet der Plan: meine eigene Umgebung besser kennenlernen. Die Natur und die Städte gleichermaßen. Rheingau, Taunus, Odenwald und so weiter. Dabei auch weiterhin neue lokale Erzeuger und besondere Orte kennenlernen. Wander- und Reiseführer liegen schon bereit!
  • Mittlerweile sind die Stapel zwar kleiner, aber so manche Ecke ist noch unschön. Da stehen Dinge, die noch keinen festen Platz in der Wohnung haben oder ehrlich gesagt auch nie einen hatten. Solche Ecken überfordern schnell. Vor allem wenn sich dort Taschen oder Kisten stapeln, die den eigentlichen Inhalt gut verstecken und man einfach drüber hinwegsieht. Nun aber wirklich weg damit und ein neuer Versuch des Online-Flohmarkts und Second-Hand-Verkaufs.
  • Jemandem beim Ausmisten helfen: ich helfe meiner Mama und es macht zu zweit wirklich mehr Spaß, Altes, Ungetragenes oder Neues durchzugehen, dabei bekannte und unbekannte Geschichten auszutauschen und dann die wirklich verdiente Kuchenpause zu genießen.
  • Die Frühlings- und Sommerschuhe, die ein wenig Reparatur/Pflege benötigen jetzt im tiefsten Winter zum Schuster bringen: bereits ein etabliertes Ritual. Macht das auch! Ihr werdet euch so freuen, wenn es wieder wärmer wird und die Schuhe dann tiptop sind und ihr direkt loslaufen könnt um auf einer Parkbank das Gesicht in die Sonne zu strecken.

Vielleicht bekommt ihr ja ein klein wenig vom Schwung ab und könnt ebenso eine beachtliche "juchuuu-erledigt" Liste anlegen. 

Und falls ihr eure Gewürzschublade in Angriff nehmen wollt, kann euch Rike ganz wunderbar zu geradliniger Ordnung verhelfen.

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Das Foto oben? Ein Festplattenfund. Es entstand im Mai 2016 in Lissabon - natürlich auch eine Reise wert!

    Samstag, 21. Januar 2017

    WENN DER ENKEL VEGETARIER WIRD

    Ich bin ein großer Fan der libanesischen Küche. Ich mag die warmen Aromen, die kostbaren Gewürze, die Verwendung von Früchten in herzhaften Gerichten, den großzügigen Einsatz von frischen Kräutern und den bedachtsamen Einsatz von Fleisch. Ich mag die Mezzetafeln, das Teilen und das Ausdehnen, das Wertschätzen von vielen verschiedenen Tellern und Schüsseln.
    Der traditionellen libanesischen Küche widmete die Köchin Salma Hage bereits ein Kochbuch.
    2016 erschien ihr zweites Buch "Orient - köstlich vegetarisch" in Deutschland. Grundstein dafür legten ihr Sohn und ihr Enkel, die sich vegetarisch ernähren und Salma vor die Herausforderung stellten, einige ihrer geliebten traditionellen Rezepte in fleischlose Varianten abzuwandeln oder weiterzuentwickeln. Salma nahm die Herausforderung an, experimentierte und bekam sichtlich Spaß daran, typische Gerichte einfach mal anders zuzubereiten.
    Viele libanesische Rezepte sind von jeher vegetarisch oder vegan, diese Klassiker bleiben bei ihr auch nahezu unantastbar und es tut dem Buch gut, dass nicht alles zwanghaft neuinterpretiert wird sondern gefüllte Weinblätter oder Baba Ganoush und viele weitere eben genauso gemacht werden, wie sie das von klein auf gelernt hat.  

    "Ich beobachtete Mutter und Großmutter beim Kochen genau und versuchte, so viele Rezepte wie möglich zu lernen. Damals schrieb niemand Rezepte auf oder besaß gar ein Kochbuch."


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    Orient
    - köstlich vegetarisch -
    Salma Hage
    Erschienen 2016 bei Phaidon By Edel
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    Die 74-jährige Salma wuchs als älteste von zwölf Kindern in einem kleinen Dorf in den libanesischen Bergen auf. Das Dorfleben hat sie geprägt - der Zusammenhalt, das Teilen und Tauschen, die Achtung vor den eigens angebauten Lebensmitteln und mit vollem Körpereinsatz hergestellten Gerichten und Vorräten. Wer so aufwuchs, verliert diese Ehrfurcht vor dem Essen, dem Hungern aber auch dem Feiern und Genießen nicht. Er hält sie tief im Herzen fest, genau wie den beruhigenden Holzfeuerduft, dem entgegengefieberten Geschmack von kostbarem Traubensirup und die schmerzenden Schwielen an den Händen vom Teigkneten.

    Ein Abend mit Salma in ihrer Londoner Küche muss sicher spannend sein. Mit ihr würde ich gerne mal gemeinsam kochen, den Geschichten lauschen und herzlich lachen. Ihre Texte im Buch strahlen für mich Wärme und auch mütterliche Fürsorge aus. Familie und Essen sind bei ihr untrennbar und liebevoll verbunden. Sie leitet jedes Rezept ein, Veganes und Glutenfreies sind entsprechend gekennzeichnet.


    Die Rezeptbeschreibungen sind knapp gehalten, an manchen Stellen hätten ein paar Genauigkeiten sicher gut getan, so mancher Arbeitsschritt könnte ausführlicher erklärt sein. Platz genug ist da auf den oft nur halbvollen Seiten.

    Die Foodfotos von Liz und Max Haarala Hamilton finde ich sehr gelungen. Sie sind farbenfroh, natürlich, reduziert. Der Salat auf dem Cover (großartiges Rezept, s. unten) hat dann im Buch selbst einen dunklen Teller auf hellem Untergrund und bei genauem Hinsehen wird erkennbar, dass Dressing, Kerne und das ein oder andere Kräuterblättchen dann doch mittels Bildbearbeitung arrangiert wurden, der Salat ansonsten aber identisch ist. Das wirft bei mir die Frage auf, wie "echt" die abgebildeten Teller sind. Kommt man beim Nachkochen dann überhaupt zu einem ähnlichen Ergebnis? Ein kleiner hinterfragender Beigeschmack bleibt also beim Betrachten.



    Erklärungsbedürftiges wie Baharat, Freekeh oder Mograbieh wird neben typischen Gewürzen in einem Glossar vorgestellt.
    Die Grenzen zwischen den Rezeptkategorien sind fließend und man kann sich darüber streiten, ob man ein Rezept nun in das eine oder andere Kapitel einordnet. So findet man z.B. das Rezept für Grüne-Linsen-Taboulé bei "Gemüse", man könnte es sicher genau so gut im Kapitel "Salate" oder "Hülsenfrüchte" einsetzen. Vielleicht hat hier am Ende einfach Salmas Bauchgefühl entschieden.



    Meine persönlichen Top-3 der einzelnen Kapitel, die auch die Rezeptvielfalt des Buches gut zusammenfassen:

    Getränke
    Libanesischer Eistee mit Orangenblütenwasser // Limettenwasser mit Ingwer, Erdbeeren und Minze // Doogh

    Frühstück
    Buchweizenpfannkuchen // Manouche-Brote // Libanesisches Omelett

    Dips und Mezze
    Dicke-Bohnen-Dip mit Artischocken // Nans Kibbeh mit Süßkartoffeln und Quinoa // Große Zucchini-Kibbeh

    Salate
    Spinat-Fattoush // Okrasalat mit Perlgraupen und Tomaten // Gerösteter Butternusskürbis mit Tahini-Dressing

    Gemüse
    Gegrillter Grüner Spargel mit Zatar und Mandeln // Grüne-Linsen-Taboulé // Jidi-Kartoffeln

    Hülsenfrüchte & Co 
    Rote Quinoa mit Zitrone, Kohl und Sumach // Pilz-Cashew-Burger mit Aprikosen // Bulgurfalafeln

    Desserts
    Dattel-Hafer-Riegel mit Gewürzen // Erdbeer-Rosen-Sorbet // Süße geröstete Kichererbsen


    Mein absolutes Lieblingsrezept aus dem Buch ist der Salat mit der knusprigen Aubergine und den fruchtigen Granatapfelkernen. Bisher habe ich Aubergine nie geschält, dieses Rezept lehrte mich eines Besseren. Die Aubergine habe ich mittlerweile auch ohne Salat schon oft gemacht und mit Reis oder Ofengemüse kombiniert.



    AUBERGINEN-GRANATAPFEL-SALAT MIT GERÖSTETEN PINIENKERNEN

    1 EL Koriandersamen (ich habe Pulver genommen)
    1 TL Kreuzkümmelsamen (ich habe Pulver genommen)
    2 Auberginen, geschält und grob geschnitten
    2 EL Olivenöl, plus Öl zum Braten
    2 Knoblauchzehen, zerdrückt
    Salz und Pfeffer
    Mehl zum Wenden
    100 g Pinienkerne
    1 Bund glatte Petersilie, Blätter grob gehackt
    1 Handvoll Babyspinatblätter, gehackt
    1 Handvoll Granatapfelkerne

    Dressing
    4 EL Granatapfelsaft
    1 TL Balsamicoessig
    Saft von 1/2 Zitrone
    4 EL Olivenöl
    Salz und Pfeffer

    Den Ofen auf 200 °C (Umluft 180 °C) vorheizen.

    Da ich der Einfachheit halber mit Gewürzpulver gekocht habe, fiel dieser Schritt bei mir weg: Koriander und Kreuzkümmel in den Mörser geben und zerstoßen. Dann die Gewürze einige Minuten in einer trockenen Pfanne rösten, bis sie zu duften beginnen.

    Die Auberginen in einer großen Schüssel mit Olivenöl, zerstoßenem Knoblauch, Salz und Pfeffer vermengen. Die (gerösteten) Gewürze darüberstreuen.

    Einen Esslöffel Öl auf ein Backblech träufeln. Die Auberginen leicht im Mehl wenden, auf das Backblech legen und 30 Minuten rösten. Abkühlen lassen. (Dies ist ein Beispiel für die kurzgefassten Beschreibungen. Ich habe das Mehl in die Schüssel gestreut, alles gut geschüttelt damit sich die Würfel überhaupt im Mehl wenden lassen und die Würfel auch während der Backzeit mehrfach auf dem Blech gewendet, damit sie rundum bräunen).
     
    Während die Auberginen rösten, alle Zutaten für das Dressing verrühren und beiseitestellen.
     
    Die gerösteten Auberginen in eine Schüssel füllen, 1-2 Esslöffel des Dressings darübergeben und unterheben. 10 Minuten ziehen lassen, damit die Auberginen das Dressing aufsaugen können.

    Zwei Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Pinienkerne darin goldbraun rösten.
     
    Petersilie, Spinat und Granatapfelkerne zu den Auberginen geben und vorsichtig unterheben. Die Pinienkerne darüberstreuen und den Salat mit dem restlichen Dressing servieren.

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    Samstag, 14. Januar 2017

    PICKNICKLEKTÜRE

    Wer im vergangenen Sommer picknicken wollte, wurde anfangs (und teilweise wochenlang) ganz schön herausgefordert. Wer neben guten Sachen aber ein wenig Flexibilität und Gelassenheit eingepackt hatte, wird später noch oft von diesem Tag sprechen, als man in Kolonne klingelnd mit dem Rad Richtung See aufgebrochen ist und dann vom Regen aufgescheucht das Festmahl stehend und lachend an einem provisorisch mit Teelichtern beleuchteten Bushaltehäuschen ausklingen ließ. Oder als man den Inhalt des Picknickkorbs für den Open-Air-Kinoabend spontan mit wildfremden Besuchern teilte, weil Sturm aufzog und Minuten später schon die Blitze zuckten. Ein von mir geplantes Picknick mit Freunden wurde letztendlich kurzfristig auf unseren Wohnzimmerboden verlegt, es war wunderbar! Eine liebevolle Erklärung an das Regen-Picknick schrieb auch Wolfgang Lueff.

    Ein Picknick muss nicht kompliziert sein. Weder hinsichtlich der Speisen noch hinsichtlich des Ortes. Und es ist vor allem nicht nur dem lauen Sommer vorenthalten. Dafür spricht sich auch Julia Kutas in ihrem in diesem Jahr erschienenen Buch "City Picknick" aus. Sie lädt dazu ein, die eigene Stadt ganz neu zu entdecken und in großen oder kleinen Runden eine gute und köstliche Zeit zu haben. Ganz gleich ob man die eigene Mittagspause besonders zelebriert oder ein paar Leckereien zusammenpackt und freudestrahlend überreicht, damit jemand anderes es sich mal gut gehen lässt. Oder ob man mal wieder zum Filmabend lädt und ein paar leckere Snacks bereitstellt. 

    Das Buch sticht optisch durch die abgerundeten Ecken heraus. Es erinnert an ein Notizbuch und so passt es, dass Julia in ihrem Buch auch die ein oder andere sympathische Anekdote preisgibt. Sie erzählt vom Scheitern ihrer ersten kulinarischen Ideen und davon, dass sie sich trotzdem nicht beirren ließ: "Meine Idee war, einen Picknickkorb mit selbstgemachten abgewandelten Wiener Delikatessen anzubieten. Ich eröffnete sogar einen Onlineshop für dieses Projekt. Trotz meiner großen Ambitionen und meines Optimismus wurde kein einziger Picknickkorb bestellt."

    Julia eröffnete 2010 ein kleines Restaurant, die hiddenkitchen, in Wien. Mittlerweile gibt es zwei Dependancen. Die Picknickkörbe sind sehr beliebt. Und sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, keine Quiche doppelt zu machen, also umfasst ihr Quiche-Repertoire mittlerweile mehr als 1000 Rezepte. Ich mag solche Eigenheiten.

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    Zucchini-Walnuss-Suppe
    Spinat-Salat mit Miso-Kürbis
    Quiche mit Prosciutto und Feigen
    Walnusskuchen mit gerösteter Tomatensauce
    Süßkartoffel-Apfel-Salat mit Macadamianüssen
    Mini-Granola-Apfel-Crumble
    Mohnpesto
    Milchreis mit Espresso-Birnen
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    Der Aufbau des Buchs nimmt ein wenig an die Hand und zeigt erst Mal einen übersichtlichen Baukasten, der alle Punkte für ein gelungenes Picknick berücksichtigt. 

    Die einzelnen farblich codierten Kapitel widmen sich verschiedenen Picknickanlässen und die unkomplizierten Rezepte sind passend dazu abgestimmt. Merkmale wie vegetarisch, vegan, gluten- oder laktosefrei sind jeweils hervorgehoben und teilweise sind entsprechende Variationen berücksichtigt. Die Zutaten sind nicht zu exotisch oder abschreckend, sodass man beim Durchschauen auf jeden Fall animiert und inspiriert wird gleich loszulegen. Wenn nötig, steht auch ein Tipp zum optimalen Transport des Gerichts dabei. Julias große Freude am Rezepteentwickeln zieht sich wie ein roter Faden angenehm durch das Buch.
    Nicht alle Rezepte sind bebildert, manche wurden auch mit Hilfe von Illustrationen veranschaulicht. Die Fotos sind farbenfroh und authentisch und bilden die Gerichte appetitlich ab.






































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    City Picknick
    Julia Kutas
    Erschienen 2016 im Brandstätter Verlag
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    Dienstag, 10. Januar 2017

    SCHAU MAL WIEDER IN EIN BUCH

    Wenn ich schenke, dann gern ein gutes Buch und ein paar passende kleine thematische - oft auch kulinarische - Erweiterungen dazu. Zum Beispiel schönes Konfekt, um das Lesen zu zelebrieren. Oder ein kleines Notizbuch, um sich so treffende Sätze zu notieren. Oder die Zutaten, für ein enthaltenes Rezept. Oder eine handgeschriebene Empfehlungsliste für weitere Bücher, die der beschenkten Person sicher auch gefallen würden. Oder die Einladung zu einem gemeinsamen Lesecamp.

    Im Laufe des Winters stelle ich euch einige - wie ich finde - gelungene und überwiegend aktuelle Kochbücher vor. Bücher, die aus verschiedenen Gründen herausstechen. Alle mit dem nötigen Herzblut versehen. Bücher, die auch etwas über die Autoren oder besondere Köche verraten. Die, die ein wenig anders sind und mit denen man eine gute Zeit haben wird. Die, die neugierig machen. Die, die trotzdem nicht perfekt sind. Für jeden ist etwas dabei. Für Menschen, die ohne viel Tamtam die Picknickkörbe füllen wollen. Oder diejenigen, die ihre Küchenabfälle und Vorurteile überdenken möchten. Auch für die, die sich nicht nur an einem Novemberregentag eine gute und zu enge Garküche in die eigene Nachbarschaft wünschen. Oder die, die sich nach Holzfeueranekdoten und warmen Aromen sehnen, oder die, für die ein "weißt du noch?" auch immer mit einem bestimmten Kindheitsgericht verbunden ist. Ich habe kein festes Bewertungsschema, jedes Buch wird ganz individuell von mir betrachtet.

    Auch mein gemischter Lesestapel wächst weiter. Aktuell sieht der gedruckte folgendermaßen aus:


    Bitte - gerade bei Büchern: unterstützt die kleinen unabhängigen Buchhandlungen bei euch vor Ort. Sie bestellen auch über Nacht und freuen sich über euren Besuch. Ein nettes Gespräch, eine durchdachte Auswahl und eine tolle und auch wirklich persönliche Empfehlung für einen guten Roman bekommt man eigentlich auch immer obendrauf.

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    Welches Buch begeistert euch im Moment?


    Dienstag, 3. Januar 2017

    EIN ANFANG

    Das neue Jahr brachte bereits Gutes. Eine Portion Schnee, eine kleine Reise mit Freunden, Bergsteigergefühl und prachtvolle Abendhimmel. Ich glaube an ein gutes 2017. Vor allem dann, wenn wir wagemutig und voller Tatendrang sind. Nicht erstarren, wenn Dinge anders laufen oder Menschen anders denken. Darüber reden, hinterfragen, lernen. Aber auch eine Milde entdecken, die so manches ungesunde Wutgefühl verpuffen lässt. Mehr ermutigen, mehr entdecken, mehr ergründen. Vor allem auch uns selbst. Sich selbst ein guter und besserer Freund sein. Und in diesem Sinne kann man sich ruhig erst mal selbst befragen.

    Die besten Fragen stellen Okka und Elisabeth.


    Macht und habt es ebenfalls gut. Lest Gutes, esst Gutes, tut Gutes. Nutzt die Zeit. Schmiedet Pläne. Schreibt Wünsche und Ziele auf. Versteht, was der Unterschied ist. Macht Ausflüge, große und kleine. Passt auf eure Gesundheit auf. Lasst euch nicht blenden, nicht entmutigen und bloß nicht verbiegen. Hört auf zu vergleichen und zu konkurrieren, nachzuahmen und gefallen zu wollen. Lasst euch etwas beibringen, seid auch mal laut und fragt einfach nach. Und hebt euch nicht die schönsten Dinge bis zum Schluss auf.

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    Fotos: Rainer Eidemüller